Big Band des Heeresmusikkorps Koblenz präsentierte in Polch das Programm „Swinging Fingers“
450 Zuhörer ließen sich verzaubern
Veranstaltung im Rahmen der 1000-Jahr-Feier der Ortsgemeinde Trimbs brachte 4500 Euro für den guten Zweck
Polch/Trimbs. „Ja, hätte Kaiser Heinrich II. nicht in seiner Urkunde vom 20. Mai 1019 dem von seiner frommen Gemahlin Kunigunde gegründeten Benediktinerinnen-Kloster Kaufungen den Besitz in den Gauen Trichira und Meinifeld, darunter auch den Reichshof in Trimizze mit Hörigen, Kirche, Gebäuden, Wingerten und anderem Zubehör geschenkt, wäre der heutige Abend vermutlich für die meisten von uns ein Abend vor dem Fernseher geworden“, blickte der Trimbser Ortsbürgermeister Peter Schmitt in seiner Ansprache zurück auf die 1000-jährige Geschichte der kleinen Maifeld-Gemeinde. Nun, für die 450 Zuhörer wurde es glücklicherweise kein Abend vor dem Fernseher, sie ließen sich vielmehr vom zweistündigen Benefizkonzert der Big Band des Heeresmusikkorps Koblenz im Polcher Forum verzaubern.
„Swinging Fingers“ lautete das Motto des Abends in der guten Stube der Stadt Polch, ist aber auch der Name des Programms für die insgesamt drei Konzerte, die die Big Band des Heeresmusikkorps Koblenz in diesem Jahr gibt. Unter der Leitung von Thilo Wolf, eine Art Komponist, Pianist, Schlagzeuger, Big-Band-Leiter und Arrangeur in Personalunion, spielte die Big Band ein speziell auf ihn abgestimmtes Programm, mit den Proben wurde erst vor zwei Wochen begonnen. Der Mann aus Fürth präsentierte Big-Band-Swing und mitreißende Songs aus seiner Feder ebenso wie All-Time-Standards des Swing im Big-Band-Sound. Neben den 18 Musikern in Soldaten-Uniform, unter ihnen zwei Frauen, waren als Gast-Gitarrist Armin Seiwert und als Sängerin Claudia Breuer mit dabei.
Ein Heimspiel war die Veranstaltung für den 35-jährigen Stefan Kickertz, der von 2007 an beim Luftwaffenmusikkorps in Berlin sein Können zum Besten gab und der seit 2014 der Big Band des Heeresmusikkorps Koblenz angehört. Seit 2015 wohnt Kickertz, der an allen möglichen Schlagzeugen zu Hause ist und der in der Eifel in der Nähe von Prüm geboren wurde, in Trimbs und darf sich somit nach Aussage des Ortsbürgermeisters „Trimizzer“ nennen. Freuen durften sich auch die übrigen „Trimizzer“, denn für Kinder-, Jugend- und Seniorenprojekte in Trimbs kamen durch das Benefizkonzert 4500 Euro zusammen.
Alle kamen am Dienstagabend auf ihre Kosten, den Musikern war die Freude an ihrer „Arbeit“ förmlich anzusehen. Und die „Trimizzer“ und „Trimizzerinnen“ bewiesen, dass sie es immer wieder mit ihrem Leitspruch halten: „Es liegt ein Dorf in Rheinland-Pfalz, es liegt nicht weit von Mayen. Und es versteht wie überall, die Feste froh zu feiern.“
Eine faszinierende Stimme: Sängerin Claudia Breuer.
Der Trimbser Ortsbürgermeister Peter Schmitt richtete im Vorfeld einige Worte an die Zuhörer.
Der Polcher Stadtbürgermeister Gerd Klasen, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Maifeld, Maximilian Mumm, und SPD-Stadtbürgermeisterkandidat Hans-Georg Ziesemer.
Der 35-jährige Stefan Kickertz hatte ein Heimspiel.
