Allgemeine Berichte | 14.08.2017

Pfadfindergruppe aus Thür nahm am 11. BdP-Bundeslager in Großzerlang teil

5.000 Pfadfinder- und Pfadfinderinnen erlebten und feierten Europa

Die 22 Mädchen und Jungen vom BdP-Stamm Drache machten es sich im Unterlager Katakana gemütlich

Eröffnungsfeier des Bundeslagers.Simon Vollmeyer

Großzerlang. Europa lebt! Das stellten kürzlich rund 5.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus Deutschland zusammen mit ihren Gästen aus der ganzen Welt unter Beweis. Auch der BdP-Stamm Drache aus Thür war dabei: 22 Mädchen und Jungen machten sich auf den Weg nach Großzerlang in Brandenburg, um hier am 11. BdP Bundeslager teilzunehmen. Der Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder e. V. (BdP) richtet alle vier Jahre ein großes Zeltlager aus, an dem rund 5.000 Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland und der Welt teilnehmen.

„Estonteco – Lebe den Kontinent“

Dort angekommen, durften sich die Drachen dann zehn Tage mit dem Thema Europa beschäftigen und den Kontinent mit seiner Vielfalt erleben. Denn das Bundeslager stand in diesem Jahr unter dem Motto: „Estonteco - Lebe den Kontinent“. Mit Workshops, Spielen und anderen Aktionen wollten die Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus Thür für sich selber erfahren, was Europa bedeutet. Denn gerade in einer Zeit, in der längst vergessene Vorurteile wieder laut werden und die Verantwortung der Europäer untereinander, aber auch gegenüber Menschen in Not heftig umstritten ist, ist es wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen Selbstständigkeit und Toleranz erfahren und sich aktiv mit dem Friedensprojekt Europa beschäftigen. Während des ganzen Lagers lebten die Gruppen in Zelten auf einer Wiese am See.

So entstand dort für die Zeit des Bundeslagers eine kleine Stadt aus großen und kleinen Zelten mit ca. 5.000 Teilnehmenden aus über 20 Ländern. Klar, dass das nicht komplett reibungslos abgeht - aber: „Wir raufen uns immer zusammen und haben einfach viel Spaß!“, sagt Anton Pung, der mit von der Partie war. Doch bevor der große Spaß losgehen konnte, waren allerlei Vorbereitungen zu treffen, erzählt Jonas Thiele stellv. Stammesführer. „Jeder Stamm bringt seine Zelte mit, die mussten wir zusammensuchen und packen. Und weil wir auf dem Bundeslager für uns selbst kochen, müssen wir auch Gaskocher, Töpfe, Pfannen und Schüsseln mitnehmen.“ Was jede Pfadfinderin und jeder Pfadfinder braucht, kommt natürlich nicht in den Rollkoffer, sondern in den Rucksack - zum Beispiel Schlafsack, Isomatte und das „Koschi“ (Kochgeschirr).“

Die Pfadfinder lebten in verschiedenen Unterlagern

Damit bei den 5.000 Pfadis niemand den Überblick verlor, war das große Zeltlager in verschiedene Unterlager aufgeteilt. Die Unterlager haben unterschiedliche Schwerpunkte zum Lagerthema Europa und die Gruppen konnten sich vorher ein Unterlager auswählen. Der Stamm Drache hat sich für das Unterlager Katakana (Bayern) entschieden. Alle Unterlager hatten innerhalb des Rahmenprogramms ein eigenes Programm und sogar ein eigenes Café. Und auf einem zentralen Marktplatz fanden die Teilnehmenden alles, was das Herz begehrte: Von der Markthalle bis zur Post, von der Eisdiele bis zum Kiosk. Auf gewisse Annehmlichkeiten mussten aber auch die Drachen verzichten: Statt komfortablem Badezimmer gab es auf dem Zeltlager umweltfreundliche Komposttoiletten und Waschzelte mit kaltem Wasser. Aber zum Glück lag direkt am Lagerplatz ein großer See. Zurück nach Hause ging es dann mit schönen Eindrücken, vielen Erfahrungen und neuen Freundschaften im Gepäck.

Eröffnungsfeier des Bundeslagers.Fotos: Simon Vollmeyer

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