Allgemeine Berichte | 18.09.2017

„555er“ spazieren in Hadamar

555 Schritte führen in die Vergangenheit

Gedenkstätte für die Opfer der Nazi-Euthanasie ist Ausflugsziel

Mahnmal der Gedenkstätte. Privat

Buchfinkenland. Vor über 72 Jahren erreichten amerikanische Truppen Hadamar und befreiten viele Patienten der damaligen Landesheilanstalt. Tausende waren zuvor dort ermordet worden. Die „555er“ aus dem Buchfinkenland besuchen am Mittwoch, 4. Oktober die heute dort bestehende Gedenkstätte und wollen dadurch auch an die Opfer erinnern, von denen viele auch aus dem Westerwald kamen. Nach einer kurzen Führung durch die Räume der Gedenkstätte und die Ausstellung kehren die Gäste nebenan im Klostercafé besinnlich zu Kaffee und Kuchen ein. Bei Ankunft in Hadamar steht zunächst eine kurze Führung durch die schöne Liebfrauenkirche auf dem Programm. Dieses sakrale Kleinod gilt als Kunstdenkmal nationalen Ranges.

Folgender Ablauf ist geplant: 13.45 Uhr Abfahrt des Busses im Buchfinkenland; 14.40 Uhr Kurzer Einblick in die Liebfrauenkirche; 15.20 Uhr Besuch mit Führung in zwei Gruppen in der Gedenkstätte (mit Sitzgelegenheiten); 16.20 Uhr Kaffee und Kuchen im Kloster-Café; 17.15 Uhr Rückfahrt ins Buchfinkenland. Hier die Zusteigemöglichkeiten für den Bus: 13.45 Uhr Hübingen, am Ortseingang; 13.50 Uhr Gackenbach, Bushaltestelle Nähe Altenheim (auch für die Teilnehmenden aus dem Ignatius-Lötschert-Haus); 14 Uhr Horbach, Bushaltestellen Haus Sanner und Brunnenplatz.

Wer darf mitfahren? Wie immer bei den 555ern gilt: Besonders willkommen sind Bewohner des Horbacher Altenheimes und „Buchfinken“, die möglichst das neunte Lebensjahrzehnt schon begonnen haben. Aber auch Senioren ab 75 Jahre, die nicht mehr zu den allerfittesten gehören, können gerne teilnehmen. Schön, dass in den letzten Monaten immer auch Ü-80-Senioren aus umliegenden Dörfern wie Niederelbert, Daubach, Stahlhofen oder Ettersdorf bei uns mitmachen und sich wohlfühlen. Diese sind natürlich auch diesmal willkommen.

Wichtig: Das Tempo der 555 Schritte richtet sich auch bei Ausflugfahrten immer nach den Langsamsten! Im Bus kann gerne bei Bedarf ein Rollator mitgenommen werden. Die 555er fahren auch bei nicht optimalem Herbstwetter, also auch wenn es regnet!

Was ist zu bezahlen? Es ist ein Kostenbeitrag von je mindestens zehn Euro für die Busfahrt, Eintritt und Führung in die Gedenkstätte und die Liebfrauenkirche sowie den Nachmittagskaffee mit Kuchen abgedeckt. Es entstehen für die Reisenden keine weiteren Kosten. Wer will, kann aber gerne auch etwas mehr beitragen, dann ist das Defizit für den Förderverein nicht so groß.

Muss man sich anmelden? „555er“ und Gäste müssen sich für diesen Ausflug nicht anmelden. Weitere Infos gerne im Altenheim (Tel. 890) oder bei den Organisatoren per E-Mail unter uli@kleinkunst-mons-tabor.de. Auch die Mitorganisatoren Franz-Josef Jung, Harry Krawinkel und Hans-Jürgen Merfels sind gerne ansprechbar und helfen auch dabei, pünktlich an der jeweiligen Bushaltestelle zu sein.

Mahnmal der Gedenkstätte. Privat

Mahnmal der Gedenkstätte. Foto: Privat

Mahnmal der Gedenkstätte. Foto: Privat

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