Allgemeine Berichte | 31.03.2022

Stadtwerke Neuwied

70.000 Bäume für den Klimaschutz

In den Forstrevieren HWG-Wald und Rodenbach wurden bereits 30.000 Bäume gepflanzt. (V.l.) Stefan Herschbach, Jan Einig und Uwe Hoffmann visieren an, dass 70.000 Bäume deutlich übertroffen werden. Foto: Stadtwerke Neuwied

Neuwied. „Wurzeln für alle“: Unter diesem Motto zeugen bereits große Plakatflächen von einem ambitionierten Projekt der Stadtwerke Neuwied (SWN) für den Klimaschutz in der Deichstadt und für den Neuwieder Wald. Mindestens 70.000 Bäume werden die SWN bis 2025 in den Forstrevieren HWG-Wald und Rodenbach pflanzen – und damit erhält jeder Neuwieder „seinen“ Baum. „Der Klimawandel ist längst zu einer Klimakrise geworden und zu einer echten Bedrohung für unsere Heimat“, erklärte Oberbürgermeister Jan Einig. „Wanderer und Spaziergänger sehen die massiven Schäden, die die Hitze und der Borkenkäfer hinterlassen: Unsere grüne Lunge ist auf weite Strecken grau, bereits zerstört oder stark geschädigt.“

Im November wurden die ersten 30.000 Bäume gepflanzt. Die SWN sponsern für die Stadt die Aufforstung im ersten Schritt mit 140.000 Euro. 2022 bis 2025 sollen jährlich weitere 80.000 Euro fließen: „Wir werden mehr als 50 Hektar wieder begrünen“, sagte Stefan Herschbach. „Die Bäume binden treibhausschädliche Gase wie CO2, pro Hektar jährlich rund 20 Tonnen. Somit gleichen wir langfristig also mehr als 1000 Tonnen der Emissionen aus, die wir in der Hafenstraße inklusive des Fuhrparks produzieren.“

Durchgeführt und fachlich begleitet werden die Arbeiten vom Forstamt Dierdorf. „Ein Mischwald mit insgesamt 40 Baum- und Straucharten soll entstehen“, erklärt Forstamtsleiter Uwe Hoffmann. „Unter anderem pflanzen wir Edelkastanien, Hainbuchen, Eichen, Spitzahorne und Elsbeeren sowie Libanonzedern, Zerreichen und Küstentannen. Zu 85 Prozent setzen wir Laubhölzer, der Rest sind Nadelbäume.“

Die Neuwieder Wälder leiden unter der aktuellen Klimakrise. „Der Wald mit all seinen Leistungen ist in Gefahr“, warnt Hoffmann und zeigt das an einer Buche: „Durch die Sonne ist das Gewebe direkt unter der Rinde völlig verbrannt. Käfer und Läuse gehen ins Holz, Schleim fließt aus. Das alles macht die Buche innerhalb kürzester Zeit kaputt.“ Die Buche nimmt im HWG-Wald 50 Prozent der Fläche ein, aber sie schwächelt. Mischwälder sind wichtig im Klimawandel, da sie große Mengen an Sauerstoff bilden, Kohlenstoff speichern und eine zentrale Funktion im Wasserkreislauf haben. Revierförster Ralf Winnen erläutert: „Die Bäume werden wir so pflanzen, dass tiefere Wurzeln mehr Bodenvolumen erschließen. Wenn es regnet, speichern die Bäume das Wasser und können es aus verschiedenen Bodenetagen beziehen. So können sie sich besser an trockene Phasen anpassen.“

Es ist ein großes Projekt für Neuwied, wie Einig und Herschbach betonen. Sie sagen aber auch: „Die Aufforstung darf nicht bloß ein Feigenblatt sein, sondern ein wichtiger Mosaikstein für den Klimaschutz.“ Laut SWN-Marketingchef Siegesmund Kunke gibt es in beiden Revieren daher eine ganze Reihe begleitender Maßnahmen, um für den Neuwieder Wald und den Klimaschutz zu werben: „Für Naturliebhaber, Wanderer wie Spaziergänger, aber gerade für Familien haben wir einiges vorbereitet.“ OB Einig setzt zudem auf Nachahmer: „Ich hoffe, dass sich viele der Initiative der SWN anschließen. Vielleicht schaffen wir dann 100.000 oder mehr Bäume. Das wäre großartig.“

Pressemitteilung

Stadtwerke Neuwied

In den Forstrevieren HWG-Wald und Rodenbach wurden bereits 30.000 Bäume gepflanzt. (V.l.) Stefan Herschbach, Jan Einig und Uwe Hoffmann visieren an, dass 70.000 Bäume deutlich übertroffen werden. Foto: Stadtwerke Neuwied

In den Forstrevieren HWG-Wald und Rodenbach wurden bereits 30.000 Bäume gepflanzt. (V.l.) Stefan Herschbach, Jan Einig und Uwe Hoffmann visieren an, dass 70.000 Bäume deutlich übertroffen werden. Foto: Stadtwerke Neuwied

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