Freiwillige Feuerwehr Rheinbach
746 Stunden gelernt fürs Ehrenamt
Rheinbach. In den vergangenen drei Wochen gab es bei der Freiwilligen Feuerwehr Rheinbach wieder zwei erfolgreiche Lehrgänge. 23 Kameraden nahmen am Sprechfunkerlehrgang. Überschneidend damit lief der Lehrgang Absturzsicherung mit zehn Teilnehmern. Der Sprechfunkerlehrgang gehört zu den Ausbildungen, die jeder Feuerwehrangehörige absolviert. Die Kommunikation im Einsatz findet zumeist über Funk statt, weshalb dies jeder beherrschen muss. Nach Möglichkeit wird der Lehrgang direkt nach dem ersten Teil der Feuerwehr-Grundausbildung absolviert. So sind die Einsatzkräfte für die kommenden Einsätze und die weitere Ausbildung gerüstet. Nach der praktischen Prüfung konnte Jörg Kirchhartz, stellvertretender Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Rheinbach, allen 23 Teilnehmern mitteilen, dass sie den Lehrgang bestanden hatten. „Auch wenn ihr am Anfang vielleicht manchmal Fehler beim Funken macht, eins ist wichtig: kommuniziert im Einsatz miteinander“, gab Kirchhartz den frisch gebackenen Sprechfunkern mit auf den Weg. Schwerpunkt der Ausbildung zum Sprechfunker ist neben den theoretischen Grundlagen vor allem die praktische Abwicklung des Sprechfunkverkehrs sowie die Möglichkeiten der Störungsbehebung, wenn es zu Funkproblemen kommt. In den praktischen Übungen wird sowohl der Umgang mit dem analogen Funk, dem sogenannten „Einsatzstellenfunk“, als auch mit dem digitalen Funk, dem „Fahrzeugfunk“, geübt.
Parallel zum Prüfungswochenende des Funkerlehrgangs startete der Lehrgang Absturzsicherung. Hierbei handelt es sich um einen Speziallehrgang, der nicht von jedem Feuerwehrangehörigen besucht wird. Die Feuerwehr Rheinbach verfügt über eine Absturzsicherungsgruppe, deren Personal sich aus Einsatzkräften der Löscheinheiten Rheinbach, Queckenberg und Flerzheim rekrutiert. Um die Personalstärke der Absturzsicherung weiter zu verbessern, wurde in diesem Jahr noch einmal ein Lehrgang Absturzsicherung angeboten. Alle zehn Teilnehmer haben die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Der Bereich der Absturzsicherung ist in den vergangenen Jahren im Feuerwehrdienst immer wichtiger geworden. Einsätze zur technischen Hilfeleistung, gerade Sturmeinsätze, bei denen auch auf Dächern Gefahren beseitigt werden müssen, nehmen kontinuierlich zu - und damit auch Einsätze im absturzgefährdeten Bereich. Um hier adäquat, schnell und vor allem sicher helfen zu können, werden Kompetenzen im Bereich der Absturzsicherung benötigt. Im Absturzsicherungslehrgang lernten die Teilnehmer den richtigen Umgang mit dem Gerätesatz Absturzsicherung. Hierzu gehört das korrekte Anlegen des Auffanggurts, saubere Seilführung, richtiges Sichern und auch der Vorstieg in der Vertikalen und Horizontalen. Nach dem theoretischen Unterricht folgte die praktische Ausbildung am Gerät. Hier wurden unter anderem an einem Silo und einem Kran verschiedene Techniken geübt. Zudem stand die Sicherheit im Umgang mit der Ausrüstung im Mittelpunkt.
