-Anzeige- Rastal-Fachmarktzentrums in Höhr-Grenzhausen vorgestellt
80 Prozent der Flächen sind vermietet
Höhr-Grenzhausen. Die Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen beschäftigt sich seit einiger Zeit mit Fragen der Einzelhandelsentwicklung im Gemeindegebiet. Vor allem die Versorgung mit Waren des kurzfristigen Bedarfs sowie die Bereitstellung und Sicherung von Angeboten des mittelfristigen Bedarfs spielen hierbei eine herausragende Rolle.
Potenzial nutzen
Die Versorgungsstruktur in Höhr-Grenzhausen ist im Wesentlichen in die beiden Themenkomplexe Lebensmittel und Sonstiges aufgeteilt, die Möglichkeit des One-Stop-Shoppings besteht kaum. Die Stadt Höhr-Grenzhausen muss demnach das vorliegende Entwicklungspotenzial nutzen und sich als Mittelzentrum auch in der Konkurrenz gegen umliegende Zentren behaupten, klar positionieren und ihr Zentrenkonzept entsprechend ausgestalten. Die fehlenden Einkaufsmöglichkeiten in den Bereichen Drogerie- und Baumarktartikel sowie Bekleidung und Schuhe müssen abgedeckt werden, damit Kaufkraft in der Stadt verbleibt und dazu beiträgt, neue Arbeitsplätze zu schaffen und bestehende zu erhalten.
Die nötige Änderung des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen durch den Wegfall des Metzeler/Trelleborg-Areals und die Hinzunahme der Rastal-Flächen, einem Alternativareal zwischen Autobahnzubringer und dem Rastal-Werksgelände, als Standort für ein Einkaufs-Center wurde sowohl im Stadt- als auch im Verbandsgemeinderat beschlossen.
Mit der Firma Gesellschaft für Immobilien-Projektentwicklung und Unternehmensberatung (GPU) aus Dernbach, der Familie Sahm und Stefan Buschner hat sich eine solvente Investorengruppe gefunden, die auf dem etwa 25.000 Quadratmeter großen Grundstück ein neues und modernes Fachmarktzentrum mit Büro- und Arztpraxen mit einer Investitionssumme von rund 20 Millionen Euro errichten wird.
Noch Kapazitäten
Unter dem Motto „In Zukunft Höhr-Grenzhausen“ stellte Lutz Lakomski, Geschäftsführer der GPU, das geplante Projekt an Ort und Stelle der Öffentlichkeit vor: „Wir haben schon etwa 80 Prozent der Fläche vermietet, für moderne Arztpraxen und Büroräume sind noch Kapazitäten frei. Mit den Großmietern sind wir bereits in bauliche Details eingestiegen, parallel dazu läuft das Genehmigungsverfahren zum Bebauungsplan. Wir gehen davon aus, dass wir in einem Jahr Baurecht haben und dann mit den Bauaktivitäten beginnen können. Wir erwarten, dass bereits 2018 das Weihnachtsgeschäft hier stattfinden kann.“
Laut Geschäftsführer Lakomski soll auch der zukünftigen Entwicklung der Motorisierung Rechnung getragen werden, so ist der Bau von Stromzapfsäulen auf dem großzügigen Parkplatzgelände des Centers geplant. Lakomski: „Der Kunde kann dann sein Auto mit Strom betanken, während er einkaufen geht. Wir wollen den neuesten Stand hier etablieren.“
In seiner Begrüßungsrede ging Verbandsbürgermeister Thilo Becker auf die Anfänge der Planungen ein. So wurden nach der Schlecker-Pleite 2012 die Stimmen in der Bevölkerung immer lauter, die einen Drogerieladen in Höhr-Grenzhausen forderten, doch die Ladenbesitzer in der Stadt konnten die Flächenwünsche der Drogeriemarktketten nicht erfüllen. Zusammen mit Stadtbürgermeister Michael Thiesen und der Verwaltung wurden Gespräche mit der Kreisverwaltung geführt. Im Jahr 2013 wurde beschlossen, ein Einzelhandelskonzept für die Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen zu erlassen, wodurch der Rahmen für ein schlagkräftiges Einzelhandelszentrum geschaffen wurde, das den Kunden und Bürgern der Verbandsgemeinde gerecht wird.
Der Bürgermeister lobte die konstruktive Zusammenarbeit mit den Investoren und führte aus: „Ich wünsche mir für dieses Projekt wirklich, dass wir die Kaufkraft in Höhr-Grenzhausen verstärken und binden können, dass die Produktpalette vergrößert wird, dort, wo wir entsprechend einen nachgewiesenen Bedarf haben. Ich bin überzeugt davon, dass wir mit dem Einzelhandelskonzept eine gute Entwicklung angestoßen haben, um den Einzelhandel in Höhr-Grenzhausen langfristig positiv auszurichten.“
Private Investoren
Nach Aussage von Thilo Becker wird das Projekt von privaten Investoren getragen, die Stadt ist hier nicht involviert und gewährt ihnen auch keinerlei Vorteile. Im Gegenteil, der zu erstellende Bebauungsplan wird von der Investorengruppe bezahlt, weil es ein sogenannter vorhabenbezogener Bebauungsplan ist.“
Zum Abschluss hoffte Lutz Lamkowski für die Investorengruppe, die Bürger und Gäste in einem Jahr zu dem ersten Spatenstich wieder begrüßen zu können und eröffnete dann das umfangreiche Buffet, was von den Anwesenden auch gern genutzt wurde.
