ADFC Bonn/Rhein-Sieg - Ortsgruppe Rheinbach
ADFC-Radaktionstag erreichte viele Interessierte
Rheinbach. Sehr zufrieden zeigten sich die Aktiven der ADFC-Ortsgruppe Rheinbach mit der Resonanz auf den von ihnen organisierten Radaktionstag. Aufgrund der Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie hatten sich die Fahrradfreunde entschlossen, dezentral verschiedene Stationen aufzubauen, die zu verschiedenen Themen rund ums Radeln informierten oder zu Aktivitäten einluden. Verbunden wurden diese Punkte durch eine von Georg Wilmers entworfene Familien-Fahrrad-Quiz-Rallye, bei der auf einer Strecke von 4,5 km 35 Fragen zu lösen waren. Als Anerkennung gab es für die Teilnehmer am Ende der Runde eine Urkunde. Für die kleinsten Radler hatte eine Gruppe um ADFC-Mitglied Elke Klimmeck einen Hindernisparcours im Stadtpark aufgebaut, der entweder mit dem eigenen Fahrrad oder einem Laufrad bewältigt werden konnte. Viele Kinder, aber auch ein Bürgermeisterkandidat nahmen die Herausforderung an und testeten ihre Geschicklichkeit. Am Glaspavillon wurde auch die ältere Generation angesprochen. Die Rikscha des Seniorenheims „Haus am Römerkanal“ stand für Probefahrten zur Verfügung. Ziel dieser Rikscha-Ausflüge ist es, Menschen, die nicht mehr mobil sind, die Möglichkeit zu geben, weiter am öffentlichen Leben teilzunehmen. Ein weiterer Schwerpunkt an dieser Station war der Lastenradtreff. Hier wurde viel diskutiert, denn gerade für Lastenradfahrer ist eine gute Infrastruktur wichtig. „Die Breite der Wege und die Qualität des Straßenbelags sind für das sichere Fahren mit Lastenrädern, vor allem wenn Kinder an Bord sind, besonders wichtig“, erklärt Miriam Wüscht vom ADFC Rheinbach, die gerade ein Netzwerk der Lastenradfahrer aufbaut. Ein Fahrradhändler aus Odendorf stellte auch einige interessante Spezialräder am Glaspavillon vor.
An der Ecke Pallottistraße/Stadtpark hatte der ADFC Informationstafeln zum Thema „Blaue Straßen von Rheinbach“ aufgestellt, die von den Aktiven Georg Wilmers und Fritz Spiering erläutert wurden. „Die Blauen Straßen von Rheinbach“ ist ein von der Ortsgruppe entworfenes Konzept zur Trennung von Rad und Kfz-Durchgangsverkehr, bei dem die Führung des Radverkehrs auf von Autos weniger stark genutzte Nebenstraßen verlagert wird und diese Straßen dann, wenn nötig, fahrradfreundlich umgestaltet werden. „Die blaue Markierung wird nach Umsetzung des Konzepts eine klare Orientierung ermöglichen und Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer bringen“, ist sich Fritz Spiering vom ADFC Rheinbach sicher.
Auf der Pützstraße bot der ADFC auch erstmals eine Fahrradkodieraktion an, die schnell ausgebucht war. Die Kodierexperten Inge Mädler und Jürgen Hillerkus vom ADFC Meckenheim konnten in rund 30 Fahrräder einen Sicherheitscode gravieren. Außerdem befand sich ein paar Meter weiter ein allgemeiner Infostand der Ortsgruppe. Hier wurde über weitere Aktivitäten informiert, zum Beispiel über die regelmäßigen Touren der Ortsgruppe und über die am 20. September startende Aktion „Stadtradeln“. „Wir konnten heute neun neue Vereinsmitglieder gewinnen. Das zeigt, dass die Zahl der Bürger, die sich für mehr und sichereres Radfahren in Rheinbach einsetzen wollen, immer größer wird“, freut sich Dietmar Pertz, Sprecher der Rheinbacher Ortsgruppe.
Der Hindernisparcours für Kinder war auch mit dem Laufrad zu ewältigen.Foto: Elke Klimmeck
Am Infostand standen Mitglieder der Ortsgruppe Rede und Antwort. Foto: Dietmar Pertz
