Allgemeine Berichte | 07.12.2016

Partnerschaftsverein Wachtberg e.V. on tour

Aale Kowelenzer Geschichtche

Wachtberg/Koblenz. Bevor der Weihnachtstrubel in alle Haushalte einkehrt, hatte der Partnerschaftsverein der Gemeinde Wachtberg das schöne Wetter genutzt, um mit Mitgliedern und interessierten Wachtberger/- innen einen Ausflug ins benachbarte Rheinland Pfalz zu unternehmen. In Anlehnung an den diesjährigen Erwachsenenaustausch mit Frankreich und Italien besuchte die Gruppe Koblenz. Bereits während die Teilnehmer mit dem Bus am Rhein entlang auf das Deutsche Eck zusteuerten, erhielten sie einen Vorgeschmack auf die geschichtsträchtige Stadt nebst Umgebung, durch den stellvertretenden Vorsitzenden Fritz Oettler und dem waschechten Koblenzer Schängel W. Schulz. In Koblenz angekommen, erwartete eine perfekt vorbereitete und gut gelaunte Stadtführerin die Gruppe, um ihr die Schätze ihrer Wahlheimat zu erklären und näherzubringen.

Der Tag begann mit Peters ‚Hochwasserstuhl‘. Einem steinernen Denkmal in Form eines Stuhles. Zu Ehren Peter Altmeiers, des ehemaligen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten wurde er 1981 errichtet. Die Koblenzer nutzten ihn inzwischen auch, um die Hochwasserstände zu messen. Weiter ging es zum ‚Honsschwanz‘. So hieß das Areal des Deutschen Ecks im Koblenzer Volksmund. Viel gab es zu berichten über das Wahrzeichen der Stadt mit seinen 85 Stufen und seiner über 60t schweren Statue des Kaiser Wilhelms. Mit der Gondel schwebten die Wachtberger über den Rhein zum nächsten Besichtigungsziel. Koblenz zu Füßen, erstrahlte auf der anderen Rheinseite die auf einem 118m hohen Felsplateau gelegene Festung Ehrenbreitstein. Sie ist ein Teil der Festung Koblenz und eine der größten ihrer Art in Europa. Nicht umsonst gehört sie seit 2002 zum UNESCO Welterberbe. Die Fremdenführerin spann geschickt den Faden zwischen den Wehrbauten der Römer, den Burgen der Ritter bis hin zur preußischen Festungsanlage. Durch ihre interessanten Erzählungen wurde die Geschichte rund um den 5000 Jahre alten Ehrenbreitstein wieder lebendig. Nicht nur einige deutsche Redewendungen wurden anschaulich erklärt, wie z.B. ‚Mach dir nicht ins Hemd‘. Auch eine besondere Art der deutsch-französischen Freundschaft in Bezug auf den berühmten ‚Vogel‘ Greif, wurde der Gruppe näher gebracht.

Es handelte sich dabei um eine im Jahre 1524 gegossene Kanone, die im Laufe verschiedener Kriege von den Franzosen erbeutet und nach Frankreich „verschleppt“ und immer wieder von den Deutschen zurückgeholt wurde. Den letzten „Urlaub“ in Frankreich machte sie von 1946-1984. Dann hatte der damalige französische Präsident Francois Mitterand ein Einsehen und brachte sie während eines Staatsbesuches wieder nach Ehrenbreitstein zurück. Dort kann man sie, fünf Meter lang und 1000 kg schwer, noch heute bewundern. Zurück ging es per Gondel in die heutige Zeit, zu einem leckeren Mittagessen direkt an der Rheinpromenade. Den Nachmittag widmeten die Reiseteilnehmer der Stadt Koblenz. Die Fremdenführerin hatte auch hier viel Wissenswertes zu berichten und der Bezug zu Frankreich und Italien wurde immer wieder in die Erklärungen mit eingebunden. Sie machte die Gruppe auf viele Details aufmerksam. Vom fast unsichtbaren Kreuz eines Ritterordens aus dem 13. Jahrhundert, ging es zur ‚basilika minor‘, zur Hygieia, den rollenden Augen des Raubritters Johann Lutter, um nur einige Besichtigungspunkte zu nennen. Zwischen dem Görresplatz mit der Historiensäule zur 2000 Jahrfeier der Stadt und dem Münzplatz, der Ende des 18. Jahrhunderts durch die Franzosen zu einem Gemüsemarkt umgestaltet wurde, in dem sie einfach einige Gebäude abrissen, stärkte sich die Gruppe dann noch mit einem Eis. „Getauft“ vom ‚Kowelenzer Schängelcher‘ und erfüllt mit vielen ‚aale Kowelenzer Geschichtche‘, waren sich die Teilnehmer einig, als sie abends wieder zurück nach Wachtberg fuhren: Koblenz, war und ist eine Reise wert!

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Doppelseite PR/Anzeigen
Koblenz blüht
First Friday Anzeige März
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
Unterstützeranzeige
Wohnträume
Empfohlene Artikel
Vom 6. bis 8. April 2026 machte das Infomobil des Deutschen Bundestages Station auf dem Himmeroder Wall in Rheinbach. Foto: Stadt Rheinbach
14

Rheinbach. Vom 6. bis 8. April 2026 machte das Infomobil des Deutschen Bundestages Station auf dem Himmeroder Wall in Rheinbach. Der 17 Meter lange und 26 Tonnen schwere Promotion-Truck tourt jährlich durch rund 60 Städte in ganz Deutschland. Ziel ist es, die Arbeit des Parlaments anschaulich zu vermitteln. Im Laufe von zwei Wahlperioden sollen so alle 299 Wahlkreise besucht werden.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf.
54

Im Foyer des Rathauses in der Rosengasse liegt ein Kondolenzbuch aus, in das sich Bürgerinnen und Bürger eintragen können

Stadt Mayen trauert um Mario Adorf

Mayen. Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf, der am 8. April 2026 im Alter von 95 Jahren verstorben ist.

Weiterlesen

Pfarrer Jörg Meyrer. Foto: privat
14

Sie ist gerade nicht besonders verlässlich. Kriege, Krisen, harte Worte in der Politik. Vieles ist in Bewegung, manches gerät aus den Fugen. Für uns Erwachsene ist es schon nicht einfach, alles zu verfolgen – und erst recht nicht, alles zu verstehen. Und zu begreifen, warum die Mächtigen ihre Gewalt- und Kriegsspiele treiben. Wie machen Kinder das?

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag 2026
Dienstleistungen
Wir helfen im Trauerfall
Holz Loth-Entsorgung
Rund ums Haus
Fahrer gesucht (m/w/d)
Kleinanzeigen
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Ostergruß
Stellenanzeige
Stellenanzeige
  WÄRMEPUMPE ÖL/GASHEIZUNG
Veranstaltung 15.April
Wohnträume
Blütenfest
Leiter/in (w/m/d)