„Offene Bücherschränke“ im E-Center wieder offen
Ab sofort kann wieder geschmökert werden
Wachtberg-Berkum. Weit über ein Jahr waren die beliebten „Offenen Bücherschränke“ im E-Center in Berkum wegen Corona geschlossen. Das Ordnungsamt der Gemeinde hatte sie damals während der ersten Lockdown-Phase vorsorglich aus dem Verkehr gezogen. Mehr als verständlich, denn zu diesem Zeitpunkt war noch niemand geimpft, die Gefahrenlage unklar, mögliche Ansteckungswege noch unerforscht.
Inzwischen hat sich doch vieles in diesen Bereichen geändert, nicht zuletzt auch dank der Impfbereitschaft von so vielen Wachtberger Bürgerinnen und Bürgern und auch dank deren umsichtigen und verantwortungsvollen Verhaltens in der Krise bisher, sodass nun einer „Öffnung nichts mehr im Wege steht“, so Herr Jan Schatton, Leiter des Ordnungsamtes der Gemeinde Wachtberg. Und somit geht der Dank des Büchereiverbundes Wachtberg nicht nur an ihn, sondern auch an die Filialleiterin des EDEKA-Marktes in Berkum, Frau Melisa Duhera, die freundlicherweise nun den Vorraum ihres Supermarktes für die beiden Schränke am bekannten Ort „gerne und selbstverständlich“ wieder zur Verfügung stellt: einer ausschließlich für die Kinder- und Jugendliteratur, der andere für die Erwachsenen!
Ab sofort kann man also wieder dort ein Buch seiner Wahl entnehmen - und als Gegenleistung möglichst ein anderes attraktives Buch wieder einstellen, um auf diese Weise einer neuen Leserin eine sehr preiswerte Freude zu bereiten. Dieses interessante, spannende und so tolle Buch sollte aber bitte möglichst gut erhalten sein, damit man es auch „ästhetisch“ genießen kann: Eselsohren und Fettflecken, persönliche Anmerkungen und Rotweinspuren schrecken da doch sehr ab. Dieses Exemplar würde dann traurig bis zum Sankt Nimmerleinstag dort stehen. Auch sollte es möglichst aktuell und für ein breite(re)s Publikum interessant sein, damit eine gewisse Fluktuation gewährleistet ist. Also bitte keine Schullektüre (Reclamhefchen u.ä.!), keine Fachliteratur und Zeitschriften, keine überholten Reiseführer und Bundestagsprotokolle, keine alten Schmöker und Ladenhüterinnen (Konsalik, Fischer, Simmel, Danella u.ä.) einstellen, da diese sicher einstmals ungemein aktuellen und so kostbaren Werke die Regale dann ganz schnell überquellen lassen, denn niemand entleiht sie, weil man sie selbst ja schon in grauer Vorzeit gelesen hat und selbst nicht weiß, wohin damit. Auch bitte, bitte nicht ganze Regalmeter Bücher in Kisten und Kartons aus Omas Nachlass dort abstellen, die landen dann leider sofort im Container! Antiquariate oder Universitätsbibliotheken sind hierfür eher sinnvolle Anlaufstellen.
Merke: Offene Bücherschränke sind keine bequeme Alternative zum Altpapiercontainer!
