Anlage Mülheim-Kärlich: Der Abriss des Kühlturms startet sichtbar
Abbruchgerät befindet sich einsatzbereit in Startposition
Technik wurde eigens für diese Arbeiten weiterentwickelt
Mülheim-Kärlich. Die Vorbereitungen für den Abbruch des Kühlturms mit einem erstmals zum Einsatz kommenden Spezialgerät sind fast komplett abgeschlossen. Der Abriss des 162 Meter hohen Kühlturms kann jetzt auch für die Region sichtbar beginnen.
Das Abbruchgerät befindet sich einsatzbereit in Startposition. Alle im Vorfeld erforderlichen Hilfsgerüste und -einrichtungen werden beziehungsweise sind schon wieder demontiert.
Aufwendige erste Runde
Die erste Runde des Abbruchgerätes gestaltet sich aufwendig: Da der obere Kranz des Kühlturms in Form eines U gestaltet ist, kommt in dieser Runde unterstützend noch ein kleineres Gerät zum Einsatz. Dieses Gerät fährt vorweg und meißelt den begehbaren Betontrog so zurecht, dass das Spezialgerät direkt auf der Kühlturmschale seine Runden drehen kann.
RWE-Projektleiter Olaf Day betont: „Die Arbeiten auf der Krone des Kühlturmes stellen Mensch und Technik vor außergewöhnliche Herausforderungen. Dabei geht Sicherheit vor Schnelligkeit. Wind und Wetter geben das Tempo vor.“
Für den Abriss des Kühlturms setzt RWE auf ein Verfahren, dessen Basistechnologie bislang nur bei Industrieschornsteinen zum Einsatz kam. Das Spezialgerät wurde zusammen mit vielen der Hebe- und Montagevorrichtungen eigens für Mülheim-Kärlich daraus weiterentwickelt. Im Einsatz fährt das mechanisierte Abbruchgerät GPS-überwacht auf der Turmkrone. Dabei trägt es pro Runde etwa drei Meter Höhe ab. Den Greifarm und das Fahrwerk des Gerätes steuern je zwei Maschinenführer per Funk. Während der Arbeiten sitzen sie in einem von zwei Kontrollständen, die jeweils auf der gegenüberliegenden Seite der Turmkrone angeordnet sind. Die Maschinenführer verfolgen jede Bewegung in Echtzeit auf ihren Kontrollbildschirmen.
Abbruch führt zu Lärm- und Staubentwicklung
Da mit den Abbrucharbeiten Lärm- und Staubentwicklung verbunden sind, hat RWE ein Beschwerdetelefon eingerichtet. Unter der Telefonnummer 02637 / 64-4211 können sich betroffene Anwohner melden und ihr Anliegen äußern.
Pressemitteilung
RWE Nuclear GmbH
Die erste Runde gestaltet sich aufgrund der Form des oberen Kranzes besonders schwierig.
