Türkischer Elternbund Bendorf
Abdulkadir Göl und seine Musiker
Türkische Kunstmusik am 19. November in der Stadthalle
Bendorf. Der Türkische Elternbund Bendorf e.V. präsentiert am Samstag, 19. November ab 19 Uhr den ersten Verein für Türkische Kunstmusik Ludwigshafen e.V. in der Stadthalle in Bendorf.
Im Jahre 1988 schloss sich eine Gruppe von Musikliebhabern der türkisch-klassischen Kunstmusik unter der Schirmherrschaft der Arbeiter Wohlfahrt Ludwigshafen zusammen, aus der die noch heute bestehende Gemeinschaft von Musizierenden hervorging. Der erste Verein für Türkische Kunstmusik Ludwigshafen wurde dann elf Jahre später gegründet. Hier hat man es sich zum Ziel gesetzt, die türkische Kunstmusik in Deutschland bekannt zu machen und in ihren verschiedenen Facetten vorzustellen. Die Musiker möchten Interesse für diese besondere Musikart wecken und gleichzeitig eine musikalische Brücke zwischen der türkischen und westlichen Musik schlagen. Daher freut sich das Team des Türkischen Elternbundes Bendorf auch über ein multikulturelles Publikum.
Seit neun Jahren wird der Chor von Herrn Abdulkadir Göl geleitet. Die Klassische Türkische Musik basiert auf der „Diwan-Poesie“, deren Motive beispielsweise Liebe, Rose, Nachtigall, Wein und Trennung sind. Das Serail und seine Umgebung waren eifrige Förderer der Klassischen Türkischen Musik. Ihren Ursprung hat sie aus der islamischen Mystik und religiösen Gesängen. Anstelle der Moll- und Dur-Tonleitern der westlichen Musik hat die Klassische Türkische Musik Vierer- und Fünfer-Tonketten. Durch Zusammensetzung dieser festen Tonketten entstehen die Tonleitern bzw. Modi, die im Türkischen „Makam“ heißen, und deren Anzahl in die Tausende gehen können. Etwa 450 davon sind heute im Gebrauch.
Der Einfluss der Klassischen Türkischen Musik auf die europäische Musik findet sich auch in dem „Türkischen Marsch“ von Mozart, und in den Melodien der letzten Teile der 9. Sinfonie von Beethoven. Die Klassische Türkische Musik hat auch heute ihre Popularität nicht verloren. Vor allem in jüngster Zeit kann man ein wachsendes Interesse beobachten, und gerade auch junge Menschen lernen wieder die alten Meister schätzen und lieben. Der Eintritt zum Konzert kostet fünf Euro, Karten können beim Türkischen Elternbund unter Tel. (01 78) 4 58 21 72 reserviert werden oder sind erhältlich bei Epinow C. Ünal in Bendorf, bei Huseyin Ocar (AWO Koblenz oder dem TDF Neuwied. -PS-
