Allgemeine Berichte | 21.01.2021

Kirchenkreis Wied nahm an der Landessynode teil

Abgeordnete vom Wahlausgang überrascht

Die Mitglieder der Landessynode aus dem Kirchenkreis Wied: Detlef Kowalski, Martin Haßler, Uwe Selzer und Marita Klose. (von links). Foto: privat

Kreis Neuwied. Mit vier Delegierten nahm der Evangelische Kirchenkreis Wied an der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland teil. Fünf Tage lang kamen rund 200 gewählte Vertreter der Kirchenkreise im evangelischen Rheinland zusammen, um gemeinsame Entscheidungen für ihre Zukunft zu treffen. Sie wählten unter anderem eine neue Kirchenleitung.

Anders als sonst üblich, tagte die Synode - das Kirchen-Parlament - ausschließlich als Video-Konferenz. Die Vertreter aus Neuwied arbeiteten vom Haus der Evangelischen Kirche in der Rheinstraße aus mit. Mitglieder aus dem Kirchenkreis waren Superintendent Detlef Kowalski, die Neumitglieder Uwe Selzer aus Neuwied, Marita Klose aus Dierdorf und Pfarrer Martin Haßler aus Niederbieber. Im Zentrum der Synode standen diesmal - neben dem Gesamthaushalt der Kirche über 500 Millionen Euro, Initiativen zum Flüchtlingsschutz und Klimaschutz in den Gemeinden - vor allem die Wahlen zur Kirchenleitung. Bereits im ersten Wahlgang entschied sich die Synode mit Mehrheit für Dr. Thorsten Latzel aus Darmstadt als Vorsitzenden (Präses) der Kirchenleitung.

Diese Wahl hatte Kowalski so nicht erwartet: „Für mich völlig überraschend war der Ausgang der Präses-Wahl. Ich bin sehr gespannt darauf, wie der neu gewählte Präses Thorsten Latzel in der EKiR ankommen wird.“ Für Uwe Selzer war die Wahl „überraschend eindeutig“. Der neue Präses bringt für ihn „viel Erfahrung von außerhalb in unsere Landeskirche ein.“

Neben dem Präses wurden unter anderem auch zwei erst 26-jährige Mitglieder der Synode neu in die Kirchenleitung entsandt. Ein Schritt, der von Pfarrer Haßler begrüßt wird: „Vor zwei Jahren haben wir die Beteiligung von jungen Menschen in allen Entscheidungsebenen unserer Kirche in den Blick genommen. Ein Ergebnis davon ist auch, dass jede Gemeinde nun mindestens einen Jugendlichen in die Gemeindeleitung berufen soll. Und Jugendausschüsse unserer Gemeinden müssen endlich mehrheitlich mit jungen Menschen besetzt werden.“

Die besondere Atmosphäre einer Video-Synode forderte die Abgeordneten heraus: „Vieles, gerade bei der Findung von Formulierungen, habe ich als anstrengend empfunden,“ so die Neu-Synodale Marita Klose. In vielen Momenten empfand sie ihre erstmalige Mitarbeit als „Stoß ins kalte Wasser, zusammen mit der Aufforderung: ‚Nun schwimm!‘“. Spannend war für Klose „die Vielzahl der Themen und der zukunftsorientierte Umgang damit.“ Ihr Superintendent ergänzt: „Ich habe den informellen Austausch und die wichtigen Gespräche beim Essen und nach „Feierabend“ vermisst. Dass wir als Wieder Synodale vieles, in unterschiedlichen Räumen im Haus der Evangelischen Kirche, aber doch gemeinsam erlebt haben, hat für mich etwas vom Synoden-Feeling gerettet.“ Uwe Selzer ist durch die Angelegenheiten der Synode „inspiriert, Themen wie z. B. Frieden und Klimaschutz auch in den Kirchenkreis und das Presbyterium einzubringen.“ Den Austausch der Neuwieder „im Haus der Kirche fand ich angenehm und sehr hilfreich.“ Er regt an, sich auch mit den Nachbar-Kirchenkreisen Koblenz und Altenkirchen in einen intensiveren Austausch zu begeben.

Der Kirchenkreis Wied ist in den Ausschüssen der Kirche in den nächsten vier Jahren ausgesprochen gut vertreten: In den Finanzausschuss wurde Marita Klose aus Dierdorf und in den Rechtsausschuss Dr. Marion Klaer-Cichon aus Horhausen gewählt. Außerdem wählte die Synode Superintendent Kowalski zum Mitglied im Innerkirchlichen Ausschuss und Pfarrer Haßler als Mitglied in den Bildungsausschuss. Diese Ausschüsse beraten und begleiten durchgehend die Themen, die die Kirche beschäftigen.

Die Mitglieder der Landessynode aus dem Kirchenkreis Wied: Detlef Kowalski, Martin Haßler, Uwe Selzer und Marita Klose. (von links). Foto: privat

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