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Theater in der Vallendarer Pallottikirche

„Abgerungen.“

Ein-Personen-Theaterstück über das Leben von Pater Richard Henkes feierte Uraufführung

27.08.2019 - 10:26

Vallendar. Am Ende stand das Gebet Henkes' für Kraft, Ausdauer und Zuversicht bevor er sich im Block 17 des Konzentrationslagers Dachau freiwillig in den Dienst der Typhuserkrankten stellte, wo er sich nach etwa achtwöchigem Einsatz selbst infizierte und am 22. Februar 1945 starb.

Dafür, dass er in der Zeit des Nationalsozialismus kein Blatt vor den Mund nahm und sich am Ende ganz in den Dienst erkrankter Menschen stellte, wird der Pallottinerpater am 15. September um 14 Uhr durch Kardinal Kurt Koch im Dom zu Limburg selig gesprochen. Er hat sich öffentlich und argumentativ – auch in der Gegenwart von Nazispitzen - zu seinem katholischen Glauben bekannt und damit nach Aussage der Zeugen vielen Katholiken Halt im Glauben gegeben. Die SS nannte seine Predigten „Missbrauch der Kanzel“ und isolierte ihn daher in Dachau.

Die einzelnen Station seines Lebens und Wirkens, über welche bereits berichtet wurde, kann man im Internet online auf pater-richard-henkes.de nachlesen.


Ein Theaterstück zur Seligsprechung


In Vorbereitung auf die Seligsprechung entstand die Idee, sich mit einem Theaterstück der Geschichte des Pater anzunehmen. Hierfür konnten Pater Prof. Hubert Lenz SAC und Sonja Kirst Boris Weber, bekannt von der Freien Bühne Neuwied als Autor und Regisseur gewinnen, welcher dann seinerseits wiederum den Schauspieler Frank Musekamp für die Uraufführung in Vallendar und die weiteren bislang acht feststehenden Vorstellungen begeistern konnte. Gegebenenfalls noch weitere ergänzende Termine im Zeitraum bis Ende Oktober können der Internetseite glaube-hat-zukunft.de der WeG-Initiative Vallendar entnommen werden.

Nach dem bereits genannten Gebet am Ende des Stückes fällt eine Gefängnistür laut hallend ins Schloss und dann ist erst einmal absolute Ruhe in der Pallottikirche. Jedem Theaterbesucher war klar, dass das Stück zu Ende ist, aber eine ganze Zeit lang ist es mucksmäuschenstill, keiner traut sich zu applaudieren. Die Zuschauer sind zu beeindruckt und ergriffen vom Inhalt des Stückes, aber auch von dessen Umsetzung. In gut 40 Minuten begegnete ein scheinbar ausgeflippter Jungautor der Lebensgeschichte von Pater Richard Henkes. Mit Irokesenschnitt, Springerstiefeln und „Panik-Pirat“-T-Shirt nähert er sich der Aufgabe etwas über den Pallottinerpater zu Papier zu bringen. Und je mehr er sich mit dessen Leben befasst und in die Geschichte eintaucht, ist er ergriffen und fasziniert von der Lebensleistung des Paters.

Musikalisch unterlegt spricht er Predigten nach, die zwar nicht dem Original entsprechen, die man sich aber wohl genau so vorstellen mag. Er liest Briefe Henkes' an seine Familie aus dem Konzentrationslager vor und nimmt das Publikum immer weiter mit auf eine Begegnung, die für ihn eine echte Herausforderung darstellt. Anfängliche Zweifel „will ich das überhaupt“ weichen immer mehr der Begeisterung und Faszination.

Fragen an das Publikum lassen keine Antworten zu. Die Sache ist rund und das Ein-Personen-Theaterstück, welches von Boris Weber und Frank Musekamp auf die Bühne gebracht wird, ist eine nahe Begegnung mit dem Pallottiner, der kein Blatt vor den Mund nahm.:„Einer muss die Wahrheit sagen“. Mit allen Konsequenzen..


Besondere Begegnungen


Die WeG-Initiative Vallendar lädt immer wieder zu besonderen Begegnung mit Pater Richard Henkes ein. So mit diesem Theaterstück, aber auch mit der Erlebnisausstellung „Mehr Leben entdecken“. Dazu gibt es eine intensive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Predigtimpulse und es werden Vorschläge zur Gottesdienstgestaltung und Liedpläne zu Leben und Seligsprechung angeboten.

Professor P. Dr. Hubert Lenz SAC ist Gesamtleiter der WeG-Initiative und freute sich über die große und vor allem ausnahmslos positive Resonanz nach der Uraufführung. In der Vorbereitung war Sonja Kirst die verantwortliche Veranstaltungsorganisatorin, welche zusammen mit Pater Lenz auch den Autor Boris Weber für die Inszenierung gewann. Ihr zur Seite standen verschiedene Helferinnen und Helfer in der Organisation, Vorbereitung und am Premierenabend.

Zu Beginn und zur Einstimmung des Abends spielten Florian Jakob (Querflöte) und seine Mutter Sabine Neuß (Klavier) den ersten Satz der „Homburger Sonate“ von Carl Philipp Emanuel Bach und die „Elégie-Etude“ von Johannès Donjon.

Nach der Aufführung gab es nicht nur reichlich Applaus für die Akteure, sondern Boris Weber und Frank Musekamp gaben zunächst im Gespräch auf der Bühne, dann aber auch noch in vielen Einzelgesprächen beim Sektempfang Einblicke in ihre Arbeit und somit in eine jeweils ganz persönliche Begegnung mit Pater Richard Henkes.

Am 1. und 2. September sind Aufführungen in Montabaur, am 9. und 12. September gastiert das Stück insgesamt drei Mal in Limburg sowie am 30. Oktober in Erbach (Rheingau).

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Kommentare
juergen mueller:
Frau Esken u.Erfahrung? Die SPD u.gute Umweltentwicklungen u.sozial verträglicher Klimaschutz schon "immer" eine Herzensangelegenheit? Seit wann das denn?Schon mal besser gelogen. Es ist nicht zu fassen,mit welcher Abgebrühtheit man sich hier noch als glaubhaft verkaufen u.aus dem roten Scherbenhaufen noch ein einigermaßen ansehnliches Puzzel machen will.Anstatt sich die Glaubensfrage selbst zu stellen,wird weiter lustig polarisiert u.an für die mit sozialen Unwahrheiten zu fütternde Bevölkerung gearbeitet.Sozial u.christlich sollte die SPD aus ihrem Wortschatz einfach streichen.
Uwe Klasen:
Schon zweimal startete der Sozialismus in Deutschland " ... in die neue Zeit" und endete Tragisch!
juergen mueller:
Bei all dieser Lobhudelei wird wohl vergessen,dass durch SchuWi Koblenz in eine Schuldenfalle geraten ist,von der sie sich bis dato u.bis in die Zukunft nicht erholen wird.Auch unvergessen sollte sein,dass er Widerstände aus der Bevölkerung als "Blödsinn" abgetan hat.Und ja,zu seiner Zeit als OB durchgeboxte Projekte haben Koblenz auch geschadet.Apropo Umweltamt - eine Phantombehörde,deren Berechtigung über Jahrzehnte man als überflüssig bezeichnen kann,da sie in Sachen Umwelt total versagt hat.Vermessen u.voreingenommen ist zu behaupten,in seiner Amtszeit habe eine wohltuende/offenherzige Identifikation der Koblenzer Bevölkerung mit ihrer Heimatstadt stattgefunden.Ich finde,dass hier ein Mensch seine Arbeit gemacht hat nach dem Motto:"Mein Wort ist Gesetz",nach seinen Vorstellungen,keine Widerstände duldend,schon garnicht aus der Bevölkerung.Unter "etwas besonderes u.unverzichtbar" stelle ich mir etwas anderes vor.Es fehlt nur noch,dass Hofman-Göttig ebenfalls Ehrenbürger wird.
Christian S.:
Ich lebe seit Jahren in den USA. Eigentlich wollte ich zurückkehren nach Deutschland. Aber mir wird himmelangst bei diesen Entwicklungen. Ich fühle mich nicht mehr sicher bei meinen Besuchen in Deutschland. Es wird immer meine Heimat bleiben, doch eine die ich nicht wiedererkenne.
Karl:
Ein Deutschland in den wir gut und gerne leben!!!! Es kotzt einen an. Es wird einfach alles hingenommen!
Donald Trump:
An solche Vorfälle müssen wir uns erinnern, wenn wir auf dem Weg zur Wahlurne sind.
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