Allgemeine Berichte | 29.09.2020, 15:04 Uhr

Jodokuswallfahrt der Fritzdorfer Bruderschaft

„Abgesagt aber nicht ausgefallen“

Die Pilger kurz vor dem Barbara-Kreuz. Dieses Kreuz ist von 1727 und wurde von Jacob Schuz gestiftet. Es wurde 2005 im Auftrag von Altbürgermeister Peter Schmitz restauriert.Fotos: privat
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Fritzdorf. „Abgesagt aber nicht ausgefallen“ – so könnte man die diesjährige Wallfahrt überschreiben. Relativ früh kam die Absage der Wallfahrt aus Langenfeld/St. Jost.

Das Fritzdorfer Team der Jodokus-Bruderschaft hat gemeinsam überlegt, was man unter „Corona-Bedingungen“ alternativ umsetzten kann. Das, was ausgearbeitet wurde, war ein Versuch, die Wallfahrt nicht zu ersetzen, sondern eine kleine würdige Alternative zu bieten. In der Hoffnung, dass es im nächsten Jahr wieder heißt: Heiliger Jodokus zu dir kommen wir, deine Fürbitte erflehen wir.

Vor Kurzem trafen sich die angemeldeten Pilger an der Kirche in Fritzdorf zu einem Spaziergang durch die Fritzdorfer und Arzdorfer Fluren. An den jeweiligen Stationen, die auf dem Weg lagen, gab es einen Impuls: am Georgskreuz, Kreuz am Wald, am Barbarakreuz, Kreuz am Arzdorfer Wald und am Friedenskreuz in Arzdorf.

Am Heiligenhäuschen zelebrierte Kaplan Joseph mit über 70 Teilnehmern gegen 12 Uhr eine Heilige Messe. Alle Anwesenden fanden dort eine Sitzgelegenheit. Nach der Messe ging es dann noch gemeinsam zurück nach Fritzdorf, wo traditionell als Abschluss der Wallfahrt Nussecken verteilt wurden.

Die Veranstaltung wurde Corona-Konform ausgerichtet. Was selten geschah, es meldeten sich vorher fast alle Teilnehmer telefonisch an.

Ein besonderer Dank galt Pfarrer Maxeiner für sein Angebot, eine Heilige Messe am Heiligenhäuschen zu halten. Diese Unterstützung ist nicht selbstverständlich.

Sämtliche Aktivitäten in St. Jost sind in diesem Jahr abgesagt worden. Am Wallfahrtsgottesdienst in der Pfarrkirche St. Quirinus zu Langenfeld am 3. Oktober nehmen drei registrierte Mitglieder, Brudermeister und zwei Vertreter, der St. Jodokus-Bruderschaft Fritzdorf teil.

Messe am Heiligenhäuschen. Das „Sommersberger“ Heiligenhäuschen wurde um 1568 erbaut. 1907 kam es auf dem Erbweg in den Besitz der Familie Wachendorf, die es Ende der 1950er Jahre der Kirchengemeinde schenkte.

Messe am Heiligenhäuschen. Das „Sommersberger“ Heiligenhäuschen wurde um 1568 erbaut. 1907 kam es auf dem Erbweg in den Besitz der Familie Wachendorf, die es Ende der 1950er Jahre der Kirchengemeinde schenkte.

Die Pilger kurz vor dem Barbara-Kreuz. Dieses Kreuz ist von 1727 und wurde von Jacob Schuz gestiftet. Es wurde 2005 im Auftrag von Altbürgermeister Peter Schmitz restauriert.Fotos: privat

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