Are-Gymnasium stellt sich auf Hygienevorschriften ein
Abitur während der Coronapandemie
Schülerinnen und Schüler des Are-Gymnasiums haben die ersten Prüfungen abgelegt
Bad Neuenahr. Am Donnerstag, den 30. April, fanden an allen G8-Ganztagsschulen in Rheinland-Pfalz die ersten schriftlichen Abiturprüfungen statt.
Den Anfang machten die Leistungskurse des Faches Deutsch, am Are-Gymnasium also immerhin 61 der 138 angehenden Abiturientinnen und Abiturienten. Eine von ihnen ist Neele Senscheid, die nach sechs Schulstunden konzentrierten Arbeitens sichtlich erleichtert ist: „Ich habe mich für den Vergleich der Gedichte „In Danzig“ von Joseph von Eichendorff und „Die Stadt“ von Georg Heym entschieden und es lief echt ganz gut.“ Angst sich anzustecken hatte sie nicht: „Die Sicherheitsvorkehrungen waren sehr gut. Zwischen den Tischen lagen zwei Meter, es befanden sich maximal 12 Schülerinnen und Schüler im Prüfungsraum und an den Eingängen des Gebäudes gibt es Spender mit Desinfektionsmittel. Außerdem wurde ein Einbahnstraßensystem installiert, damit man sich auf den Gängen nicht entgegenkommt. Da ist das Risiko einer Ansteckung an anderen Orten viel höher.“ Nina Pfeil, die stellvertretende Schulleiterin sieht dies genauso: „Alle Prüflinge waren anwesend. Die umfangreichen Hygiene- und Verhaltensregelungen und die besonderen Abstandsvorkehrungen haben dafür gesorgt, dass sich unsere Abiturientinnen und Abiturienten — auch die, die zu einer Risikogruppe gehören — an den Prüfungen teilgenommen haben, die bis zum 11. Mai andauern werden. Auch die Schülervertretung ist froh: „Fast alle Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs waren nach der Unsicherheit und Nervosität der letzten Wochen erleichtert, dass die Abiturprüfungen wie geplant stattfinden konnten. Wir können jetzt mit Stolz in die Zukunft schauen, da wir diese Hürde bald hoffentlich alle gemeistert haben, so Denis Ukehaxaj.
Auch die Zehnt- und Elftklässler kehren zurück
Nach der langen Schulschließung seit dem 16. März sind die Schülerinnen und Schüler sowie das Kollegium des Are-Gymnasiums nun sehr gespannt, denn seit dem 4. Mai sind die die Zehnt- und Elftklässler wieder in die Schule zurückgekehrt. Um den Hygieneplan einhalten zu können, wurden die Jahrgänge jeweils in zwei Gruppen eingeteilt, die im Wochenwechsel im Präsenz- und Onlineunterricht angeleitet werden. Die zeitgleiche Versorgung beider Gruppen mit Unterrichtsmaterialien stellt für die unterrichtenden Kolleginnen und Kollegen eine besondere Herausforderung dar, der sie sich aber kreativ und mit großem Einsatz gerne stellen. Mit der Cloud des Mailbox-Mailprogramms steht dem Are-Gymnasiums ein ideales Instrument zur Verfügung, um auch die unteren Jahrgangsstufen weiterhin online zu unterrichten.
Für die Schulleitung und das ganze Kollegium am Are-Gymnasium ist es in dieser schwierigen Zeit besonders wichtig, die individuellen Schwierigkeiten der Eltern und Kinder zu erkennen. So haben beispielsweise nicht alle Kinder zur gleichen Zeit und in gleichem Umfang digitale Medien zur Verfügung und auch die sozialen Voraussetzungen sind jeweils unterschiedlich. Außerdem gilt es, eine klare Kommunikation zu gewährleisten und für einige Schüler individuelle Lösungen zu finden. Daher gibt es tägliche Newsletter der Schulleitung für die Elternschaft und das Kollegium, sowie wöchentlich stattfindende Sitzungen mit dem Schulelternbeirat sowie der Schülervertretung. Die Lehrerinnen und Lehrer sind nicht nur per E-Mail, sondern auch über den WebUntis-Messenger erreichbar und in besonderen Fällen kann die Notbetreuung wahrgenommen werden. Alle freuen sich nun sehr, die Schülerinnen und Schüler nach und nach wieder am Are-Gymnasium willkommen heißen zu können, da Nachrichten und Videokonferenzen zwar eine tolle Ergänzung zum Unterricht sind, den persönlichen Kontakt von Angesicht zu Angesicht aber einfach nicht ersetzen können.
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