Katholische Kirchengemeinde Sankt Marien Wachtberg
Abschied und Neuanfang
Kaplane Thomsen und Miranda verlassen die Gemeinde - Pfarrer Michael Hoßdorf soll im Dezember die Position des leitenden Pfarrers übernehmen
Berkum. Ende und Neuanfang, Wehmut und Freude zugleich prägten die heilige Messe am Sonntag in der Pfarrkirche St. Maria Rosenkönigin in Berkum. Ging es doch zum einen darum, die beiden Kaplane Hector Miranda Uribe und Sven Thomsen zu verabschieden, zum anderen den künftigen leitenden Pfarrer Michael Hoßdorf zu begrüßen. Entsprechend war das Gotteshaus trotz großer Hitze übervoll.
Zwei Jahre lang hatte Kaplan Miranda in Wachtberg gewirkt, er wird im Rahmen seiner geistlichen Gemeinschaft, dem Neokatechumenalen Weg, eine Missionstätigkeit in den Niederlanden übernehmen. Nach drei Jahren Ausbildungszeit wechselt Kaplan Thomsen nach Bergisch Gladbach. Beide wurden mit tosendem Applaus und ansehnlichen Präsenten verabschiedet, doch der Abschied fiel besonders Kaplan Miranda sichtbar schwer.
Im Nu die Herzen der Menschen gewonnen
„Wir blicken dankbar auf die Jahre zurück, in denen die beiden Kaplane hier bei uns tätig waren“, lobte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Claudia Langen die Tätigkeit der beiden Geistlichen. Thomsen habe im Nu die Herzen der Menschen gewonnen, und Miranda habe nicht nur durch seine sportliche Aktivität geglänzt. Pfarrer Hoßdorf sei bereits seit 15. August offiziell zunächst als Pfarrvikar in Wachtberg tätig, um dann im Dezember die Position des leitenden Pfarrers von Dechant Hermann Josef Zeyen zu übernehmen. „Machen wir uns alle zusammen auf einen gemeinsamen Weg mit Jesus Christus an unserer Seite“, wünschte sie sich.
Pfarrer Michael Hoßdorf wurde 1965 in Odenthal im Bergischen Land geboren. Nach der Schulzeit begann er eine Ausbildung zum Bankkaufmann, anschließend nahm er ein berufsbegleitendes Studium der Theologie in Köln auf. Seine Diakonenweihe feierte er am 4. Mai 1991 im Kölner Dom. Zunächst arbeitete er einige Jahre hauptberuflich als Diakon und schloss ein weiteres Studium der Pädagogik in Köln ab. Doch dann wechselte er zunächst zurück in den Beruf des Bankkaufmanns und übte das Diakonat lediglich im Nebenberuf aus. Bis er sich 2010 erneut für den theologischen Weg entschied und ins Priesterseminar eintrat. Seine Priesterweihe nahm er am 15. Juni 2012 im Kölner Dom entgegen. Nach der Ausbildungspfarrei im Seelsorgebereich Zülpich wechselte Hoßdorf 2013 als Kaplan in den Seelsorgebereich der Stadt Bedburg, seit dem 10. August 2016 ist er Pfarrer in Wachtberg.
Die Spielchen der Erwachsenen
Die drei Protagonisten des Tages zelebrierten zusammen mit Dechant Hermann Josef Zeyen, Pfarrer i.R. Karl Adenäuer und Kaplan Pater Francis Xavier Antony die heilige Messe. In der Predigt bezog sich Kaplan Thomsen auf Kapitel 14 des Lukasevangeliums, in dem es um gesellschaftliche Konventionen und die Spielchen der Erwachsenen gehe. Doch diesen Dingen werde viel zu viel Wichtigkeit gegeben und damit falsche Prioritäten gesetzt. „In den Augen Gottes zählt das alles nicht“, machte er deutlich mit Verweis auf die Bibelworte: „Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht.“
Im Anschluss an den Gottesdienst gab es für alle Gemeindemitglieder noch einmal die Gelegenheit, im Familienzentrum persönlich von den beiden Kaplanen Abschied zu nehmen und den neuen Pfarrer kennenzulernen, was auch ausgiebig genutzt wurde. JOST
Im Dezember soll Pfarrer Michael Hoßdorf die Nachfolge von Hermann Josef Zeyen als leitender Pfarrer der katholischen Pfarrgemeinde Sankt Marien Wachtberg übernehmen. Foto: Volker Jost
