Allgemeine Berichte | 17.11.2018

Das Grundschulprojekt „Hospiz macht Schule“ stellt sich vor

Abschiede und Trauer gehören zum Leben

Hannelore Bermel, Dorothee Schünemann-Diederichs, Babette Thomsen, Brigitte Stern, Dr. Irmtraud Pudelko-Groh und Gabi Theisen beteiligen sich ehrenamtlich am Projekt. privat

Andernach. Die Jahresplanung für das bundesweit bekannte und renommierte Grundschulprojekt „Hospiz macht Schule“ steht in den Startlöchern. Ein Team von ehrenamtlich tätigen Hospizhelferinnen freut sich schon auf die kommenden Projektwochen mit Dritt- oder Viertklässlern. Nach einer zusätzlichen pädagogischen Schulung weiterer Ehrenamtler ist das Team nun so groß, dass Anfragen weiterer Schulen angenommen werden können. Das Abschiednehmen von einem geliebten Menschen, der Tod eines Haustieres, der Umzug in eine andere Stadt, der Wechsel in eine neue Schule oder die traurige Trennung von Eltern bedeuten für Kinder Lebenssituationen, die es zu bewältigen gilt. „Wie gehe ich mit meiner Trauer, mit meinem Traurigsein um?“ „Wie finde ich Trost, wie kann ich trösten?“ „Auf welche existenziellen Fragen suche und brauche ich eine Antwort?“ Die Projektwoche eröffnet den Kindern Raum und Möglichkeiten, sich offen einzubringen, in ihren Bedürfnissen ernst genommen zu werden und kindgerechte Angebote zu bekommen. Durch aufeinander aufbauende Handlungssituationen, die für die Kinder ein hohes Identifikationspotenzial haben, werden sie in Kleingruppen emphatisch im Projekt begleitet. Seit fünf Jahren wird das Projekt an Grundschulen in Andernach und in der Pellenz erfolgreich durchgeführt. Nicht nur die Rückmeldung der Kinder ist äußerst positiv. Die Eltern haben die Erfahrung gemacht, dass das Vertrauen in das Projekt und die Ehrenamtler in keiner Weise enttäuscht wurde. Das Projektteam freut sich, dass auch im kommenden Jahr die Kinderärztin Dr. Irmtraud Pudelko-Groh sachkompetent die Fragestunde begleiten wird. Der Förderverein Hospizbewegung Andernach - Pellenz unterstützt die Grundschulen finanziell und übernimmt wie immer alle Materialkosten. Dorothee Schünemann-Diederichs, ehemals in der Lehrerausbildung tätig, stellt klar heraus: „Durch dieses Konzept werden den Kindern Chancen zu einer stimmigen Lebensbewältigung erschlossen. Die Themen Abschiednehmen und Trauer werden im Projektunterricht qualifiziert, sensibel und grundschulgemäß behandelt. Die Kinder gehen gestärkt aus dieser Woche, weil sie Wege des Trostes und der Zuversicht erfahren konnten. Ein Baustein zur Lebensbewältigung ist gewonnen.“ Alle interessierten Lehrkräfte und Eltern können sich über das Projekt auch auf der Internetseite www.hospizmachtschule.de informieren.

Die Kunst bietet für die Kinder einen Zugang zu den Themen Trauer und Abschied.

Die Kunst bietet für die Kinder einen Zugang zu den Themen Trauer und Abschied.

Hannelore Bermel, Dorothee Schünemann-Diederichs, Babette Thomsen, Brigitte Stern, Dr. Irmtraud Pudelko-Groh und Gabi Theisen beteiligen sich ehrenamtlich am Projekt. Fotos: privat

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  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
  • Andi-RLP: Hallo Herr oder Frau Bastian, Sie haben Recht, die Kommentarantwort von mir war falsch ausgedrückt. Das Wort "vertrauensvoll" steht natürlich im Bericht. Jedoch habe nicht ich den vertrauensvollen Abstimmungsprozess...
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