Allgemeine Berichte | 16.08.2017

Die Trinitatiskirche Unkel bildete in den Ferien wieder junge Zirkusartisten aus

Abschlussvorführung mit dem Zirkustheater „StandArt“ begeisterte die Zuschauer

Per Pantomime führten die Nachwuchsartisten zunächst ihr Können wie etwa Jonglieren vor.DL

Unkel. Wie schon seit zwölf Jahren hatte Wolfgang Plöger vom Referat „Inklusive Arbeit“ des evangelischen Kirchenkreises Wied zusammen mit dem dem Kinder- und Jugendreferenten der Unkeler Trinitatisgemeinde, Volker Silter, in den Sommerferien Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren zu einem einwöchigen Zirkus-Workshop eingeladen. 50 Nachwuchsartisten waren bei Tobias Kirsten und David Lorenz vom Zirkustheater „StandArt“ aus Köln im ehemaligen Freibadgelände in die Lehre gegangen. Zeigen, was sie in dieser Ferienfreizeit so alles gelernt hatten, konnten sie dann während einer großen Zirkus-Show.

Spaß stand im Mittelpunkt

„Die ist nicht der Höhepunkt, sondern nur der Abschluss unseres Zirkus-Workshops. Höhepunkte hat jeder Teilnehmer fast jeden Tag erlebt“, so Volker Silter. Im Gegensatz zu vergleichbaren Zirkusschulungen hätten die Kindern nämlich nicht nur Kunststücke an ein oder zwei Geräten erlernt, vielmehr hätten alle Teilnehmer alle Sparten durchlaufen, sodass jeder beim Ausprobieren gemerkt habe, dass er zu Dingen in der Lage ist, die er sich vorher nie zugetraut hätte, erklärte der Jugendreferent kurz vor Beginn der Aufführung das Konzept des Workshops. Unabhängig von diesen Erfolgserlebnissen habe aber die ganze Woche über der Spaß im Mittelpunkt gestanden. Und der kam bei aller Nervosität der jungen Artisten auch bei der Vorführung rüber,

Für die war die frühere Kleiderannahme zum „Zirkuszelt“ umfunktioniert worden. In einem lang gezogenen Halboval grenzten Sitzbänke und Tische die „Manege“ ein, wobei diese bei Weitem nicht ausreichten, um allen Zuschauern Platz zu bieten. Entsprechend wichen Spät-Eintreffende hinter die Abgabemauer aus, um über die Sitzenden hinweg das Geschehen im Stehen Zeuge der Kunststücke zu werden. Noch aber hatten die beiden „Zirkusdirektoren“, die von sieben ehrenamtlichen Helfern, darunter die äußerst Zirkus-erfahrenen Gemeindeglieder, Emma und Louise Kessel, alle Hände voll zu tun, die 50 Nachwuchs-Artisten zu bändigen, die auf Matten an den beiden Schmalseiten ungeduldig ihren Auftritten entgegenfieberten.

Woche hat enorm viel Spaß gemacht

„Auch uns hat die Woche enorm viel Spaß gemacht, vor allem weil hier mit so viel Kreativität gearbeitet wird, dass ich und mein Kollege beinahe arbeitslos geworden wären“, versicherte David Lorenz. Von nicht zu unterschätzendem Wert sei angesichts des wenig einladenden Wetters natürlich auch, dass man hier im Freibad ein festes Dach über dem Kopf habe, von der hervorragenden Verpflegung durch Wolfgang Plöger ganz zu schweigen, lobte er die professionelle Organisation, um dann zunächst den beliebtesten Zirkusartisten, den Clowns Platz zu machen. Denen waren ihre viel zu großen Hüte zu weit über die Augen gerutscht, dass sie nicht nur bei ihren Versuchen, durch Reifen zu springen, unweigerlich zusammenstoßen und umfallen mussten. Natürlich waren auch ihre drolligen Bemühungen zum Scheitern verurteilt, sich gegenseitig an den Beinen wieder hochziehen.

Dann entführten fünf junge Artistinnen gekonnt Hula-Hoop-Reifen un ihre Taillen schwingend in die 50er Jahre, bevor ein anderes Quintett nicht nur im Stehen Teller auf dünnen Stäben tanzen ließ, sondern sogar über diese hinüber steig oder die Stäbe samt kreisendem Teller an den Nebenmann weiterreichte, der nur wenig später bewies, dass er den Teller-Dreh sogar im Liegen drauf hatte. „Tipptop, das ist allerhand“, stimmten die begeisterten Zuschauer den Brugger-Brüdern, Beau Frost und Olli Parton, zu, angesichts der unterschiedlichen Jonglage-Kunststücke, der rasanten Einrad-Fahrten und der Darbietungen mit Diabolos, die hoch in die Luft geworfen wurden, um nach ihren Höhenflug wieder geschickt mit dem dünnen Seil zwischen den beiden Führungsstöckchen aufgefangen zu werden.

„Hoffentlich kommen David und Tobi nächstes Jahr wieder nach Unkel“ wünschte sich ein kleiner Artist mit vor Aufregung immer noch hochroten Wangen nach den Abschlussverbeugungen. Die waren von frenetischem Beifall begleitet worden, nachdem die restlos begeisterten Zuschauer schon nach jeder einzelnen Darbietung der jungen Zirkuskünstler nicht mit Applaus gespart hatten. DL

Auch der Teller-Tanz auf dünnen Stäben begeisterte das Zirkuspublikum.

Auch der Teller-Tanz auf dünnen Stäben begeisterte das Zirkuspublikum.

Per Pantomime führten die Nachwuchsartisten zunächst ihr Können wie etwa Jonglieren vor.Fotos: DL

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