Dreikönigskonzert in der Pfarrkirche St. Remaclus Waldorf
Abwechslungsreiche Musikbeiträge begeisterten die Besucher
Waldorf. Das Dreikönigskonzert der Kirchenchöre der Pfarreien St. Remaclus in Waldorf und St. Viktor in Oberbreisig gehört seit nunmehr drei Jahren zum festen Veranstaltungskalender im Vinxtbachtal. Gemeinsam mit dem Männergesangverein 1877 Eintracht Westum und dem Projektchor Cantemos hatte man jüngst in die Pfarrkirche St. Remaclus in Waldorf eingeladen. Viele Zuhörer waren der Einladung gefolgt, um auch nach den Feiertagen noch einmal bei festlicher Musik die Weihnachtstage und den Jahreswechsel zu beschließen. Sie alle waren von den Darbietungen der Chöre wie auch der Solisten beeindruckt und spendeten am Ende des Konzertes lang anhaltenden Beifall.
Der Vorsitzende des gastgebenden Kirchenchores „Cäcilia“ Waldorf, Paul Weber, konnte zu Beginn des Konzertes neben den Chören und ihrer Dirigentin Andrea Ernst auch Ortsbürgermeister Hans Dieter Felten sowie Pfarrer i. R. Lothar Brucker willkommen heißen. In der Folge präsentierte man ein melodisch ausgewogenes Konzert, das neben dem Chorgesang auch Solisten wie auch Instrumentalisten beinhaltete.
Die beiden Kirchenchöre aus Oberbreisig und Waldorf eröffneten das diesjährige Konzert mit „Adeste fideles“ (Satz: A. Kupp) und dem feierlichen „Transeamus“ (von Joseph Ignaz Schnabel), begleitet von Sonja Gentz auf der Querflöte.
Mit dem sehr melodischen „Angels Carol“ (von John Rutter) trat anschließend der MGV Eintracht Westum in Aktion. Ihm ließen die Sänger das englische Weihnachtslied „Hört die Botschaft nah und fern“ folgen, wobei Günter Monien auf der Trompete begleitete.
Erstmals wirkte beim diesjährigen Dreikönigskonzert der Projektchor Cantemos mit. Begleitet von Miguel Esteban (Gitarre) und Susanne Nachtsheim (Blockflöte) trugen die Sängerinnen und Sänger zwei rhythmische und fröhliche Weisen aus Bolivien vor, bevor Paul Weber (Tenor) das „Weihnachtslied“ von L. Greger erklingen ließ und Sonja Gentz erneut auf der Querflöte aktiv wurde, wobei sie „Gesu Bambino“ (von P. A. Yon) gekonnt vortrug.
Ein Männerensemble, gebildet aus den teilnehmenden Chören, wusste im Anschluss mit der alpenländischen Weise „Es blühen die Maien“ zu gefallen. Beim vom Ensemble dargebotenen „Harfenklänge, Himmelstöne“, eine Weise aus Slowenien, setzte Rudi Ebeling mit sonorer Bassstimme die Akzente.
Helmut Schuld (Tenor) erklomm mit dem englischen Weihnachtslied „O Bethlehem, du kleine Stadt“ danach wieder die höheren Töne.
Helle Kinderstimmen erklangen bei der aus Spanien stammenden Weise „Gatatumba“. Das Kinderensemble wurde von Miguel Esteban und Susanne Nachtsheim auf der Gitarre und der Flöte begleitet.
Die beiden Kirchenchöre trugen sodann „Knäblein, gegrüßt sei mir“ (D. Scarlatti), das „Weihnachts-Wiegenlied“ (John Rutter) und „Gegrüßet seist du Himmelskind“ (H. F. Müller) vor, wobei Gertrud Fritsche (Sopran) und Paul Weber (Tenor) die Solopartien übernahmen.
Der Männergesangverein Eintracht Westum ließ im Anschluss „Wer ist das Kind“ (engl. Satz: L. Chapman/B. Heidenreich) ertönen.
Bei dem Lied „Wo Liebe ist, wird Frieden sein“ konnte Detlef Schäfer seine Tenorstimme im Solo erklingen lassen, bevor der MGV den „Friedenskanon“ (nach Pachelbel, arr. P. Liebergen) sang.
Mit klarer Tenorstimme brachte Wolfgang Haberneck „Süßer die Glocken nie klingen“ zu Gehör und Rudi Ebeling ließ mit seiner sonoren Bassstimme „Es ist ein Ros entsprungen“ erklingen und leitete damit zum gemeinsamen Vortrag aller Chöre und Solisten über.
Mit dem fröhlichen Lied aus Frankreich „Dieser Tag ist ein Freudentag“ begannen zunächst die Kinder, dann alle Chöre gemeinsam. Natürlich durfte das „Stille Nacht“ (J. Mohr/F. Gruber) nicht fehlen. Die erste Strophe wurde dabei vom MGV gesungen, die zweite Strophe von den Solisten und bei der dritten Strophe stimmten alle Sängerinnen und Sänger in den großen Chor ein.
Lang anhaltender Applaus der Zuhörer und Standing Ovations belohnten die Darbietungen der Akteure.
Paul Weber lobte alle Aktiven und besonders die Dirigentin Andrea Ernst, die in vielen Proben das Programm mit den Chören und Solisten einstudiert hatte, und überreichte ihr einen Blumenstrauß. Da für das Konzert kein Eintrittsgeld erhoben wurde, wies der Vorsitzende auf die Möglichkeit einer freiwilligen Spende hin, die den Kindergärten in Oberbreisig und Waldorf zu Gute kommen soll.
Den Schlusspunkt eines großartigen Konzertes bildete schließlich das „O du fröhliche“, in das alle, Solisten, Chöre und Konzertbesucher, einstimmten und einen tollen Abschluss unter ein herrliches Konzert setzte.
WER
Der Projektchor Cantemos wirkte erstmals beim Dreikönigskonzert mit.
