Emotionale Jahreshauptversammlung der Prinzengarde Mayen
Achim Welsch folgt auf Hermann Wagner
Mayen. Normalerweise ist eine Jahreshauptversammlung eine nüchterne Angelegenheit. Bei der diesjährigen Versammlung der Prinzengarde Mayen wurde es jedoch sehr emotional. Der bisherige Präsident Hermann Wagner stand nach achtzehn Jahren an der Vereinsspitze nicht mehr zur Wiederwahl.
Wagner bedankte sich für achtzehn Jahre, in denen er diesen „unglaublich tollen Verein“ führen durfte. Mit diesem Schritt wollte Wagner einen Impuls für die Prinzengarde setzen, da er der Meinung ist, dass man nach einer gewissen Zeit an der Vereinsspitze Platz machen solle für neue Köpfe und Ideen.
Mit stehenden Ovationen bedankte sich die Mitgliederversammlung bei ihrem scheidenden Präsidenten. Sichtlich bewegt fiel es Wagner nach dieser spontanen Sympathiebekundung schwer, in der anstehenden Tagesordnung fortzufahren. Diese sah an der Stelle die Wahl des Präsidenten vor. Da Wagner auf eine weitere Amtszeit verzichtete, schlug er der Versammlung seinen bisherigen Geschäftsführer Achim Welsch vor. Ein Vorschlag, dem die Versammlung gerne folgte. Diese Wahl hatte natürlich ein gewisses Stühlerücken im Vorstand zur Folge. Den Part des Geschäftsführers übernahm der bisherige Quartiermeister Michael Schüler, dem seine Ehefrau Doris Schüler nachfolgte.
Wiedergewählt in ihren bisherigen Ämtern wurden Albert Portz (Abteilungsleiter Garde), Gitta Rausch (stv. Schatzmeister), sowie als Beisitzer Svenja Portz, Werner Conrad und Gerd Laux. Nicht mehr als Beisitzer zur Verfügung stand Oliver Nürnberg. Seinen Platz nahm Peter Berger ein.
Die überwältigenden Wahlergebnisse für die Kandidaten waren eine überdeutliche Zustimmung der Mitgliederversammlung für die bisherigen Aktivitäten.
Die Mitgliederentwicklung des Vereins ist nach wie vor positiv, sowohl im aktiven als auch im inaktiven Bereich. Besonders deutlich ist diese Entwicklung beim Tanzcorps festzustellen. „Mittlerweile sind wir neunzehn Tänzerinnen und haben Darüberhinaus auch zwei Tänzer in unseren Reihen“, wusste Yvonne Müller zu berichten. Begeistert quittierte die Versammlung diese Information mit Beifall.
Verein steht wirtschaftlich gut da
Auch wenn das Geschäftsjahr mit einem Minus abgeschlossen wurde, steht der Verein wirtschaftlich gut da. Die Tatsache, dass die Prinzengarde seit 2015 die Bierbude während der tollen Tage auf dem Markt nicht mehr betreiben darf, ist ursächlich für einen Fehlbetrag auf der Einnahmenseite. Gleichzeitig erforderliche Investitionen in das Vereinsheim und Uniformen durch die steigende Mitgliederzahl sorgten unter dem Strich für einen Fehlbetrag in der Gesamtrechnung. „Wenn im nächsten Monat die fälligen Mitgliederbeiträge eingezogen werden, relativiert sich das ganze auch wieder“, meinte Schatzmeisterin Petra Wagner, die zusätzlich anmerkte, dass es ja Ziel des Vereins sei, die erwirtschafteten Gelder in die Faasenaacht und das Vereinsleben zu reinvestieren. Eine Meinung, der sich die über vierzig stimmberechtigten Vereinsmitglieder anschlossen. Gerade die vielfältigen Möglichkeiten, die der Verein seinen Aktiven bietet, wurden von diesen als beispielhaft beschrieben. Aus diesem Grunde stimmte die Versammlung mit überwältigender Mehrheit für einen Antrag, die Beiträge der aktiven Mitglieder um 5,- Euro jährlich zu erhöhen.
Damit endete eine denkwürdige und harmonische Jahreshauptversammlung der Prinzengarde Mayen, in der der Verein in seinem Jubiläumsjahr wieder einmal die Segel neu setzte. BLA
Wechsel in der Führungsposition: Hermann Wagner stand nach achtzehn Jahren an der Spitze des Vereins nicht mehr zur Wahl. Der neue Präsident Achim Welsch (re.) blickt nach seiner Wahl noch ein wenig skeptisch drein.
Neue Ämter für gestandene Vereinsmitglieder: (V.l.) Michael Schüler (Geschäftsführer), Doris Schüler (Quartiermeisterin), Achim Welsch (Präsident), Peter Berger (Beisitzer).
