Allgemeine Berichte | 25.11.2024

Veranstaltungsreihe „Marzellinus-Musik“

Adventliche Orgelmusik

Johann Schmelzer  Foto: privat

Vallendar. Der Advent stellt nicht nur die sehnsuchtsvolle Erwartung nach dem Kommen Jesu in den Mittelpunkt, sondern markiert ebenso den Beginn eines neuen Kirchenjahres und hat insofern einen eröffnenden, musikalisch betrachtet durchaus auch einen „ouvertürenhaften“ Charakter. Auch wenn das im Trubel der kommerzialisierten Adventsmärkte unterzugehen droht, geht es im Advent vor allem um Besinnung und Neuanfang. Die Adventsveranstaltung im Rahmen der regelmäßigen Reihe Marzellinusmusik, die am Ersten Adventssonntag, 1. Dezember 2024 um 18 Uhr in der mit Kerzenschein erleuchteten Pfarrkirche Vallendar (Kirchstr. 27) stattfinden wird, will genau dabei helfen.

Unter dem Leitwort „Maranatha – Komm, Herr!“ bringt der Kantor der Pfarrei Vallendar Johann Schmelzer Orgelmusik zu Gehör, die einen Bogen vom norddeutschen Barock über den galanten Stil und Mozartsche Klassik bis hin zur deutschen Orgelromantik spannt.

Einen besonderen Akzent setzt dabei der Choral „Nun komm der Heiden Heiland“, der in drei unterschiedlichen Stilen und Formen den inhaltlichen Rahmen bildet. Die norddeutsch barocke Choralfantasie von Nikolaus Bruhns macht den Auftakt, gefolgt von Bachs Eingangschor der Kantate Nr. 61 „Nun komm der Heiden Heiland“, der bezüglich der Form und musikalischen Sprache einer französischen Ouvertüre entspricht. Den Schlusspunkt setzt die romantische Choralfantasie über den gleichnamigen Choral aus der Feder des österreichisch-deutschen Komponisten Heinrich von Herzogenberg.

Flankierend erklingen die „Suite du premier ton“ des deutsch-französischen Komponisten Jean Adam Guilain, das „Allegro“ aus dem Cembalokonzert von Wilhelmine von Bayreuth, Wolfang Amadeus Mozarts „Adagio in h-moll“ (KV 540) sowie die Choralbearbeitung „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ von Gottfried August Homilius.

Pfarrer Martin Laskewicz wird mit einem spirituellen Impuls das musikalische Geschehen abrunden und vertiefen.

Der Eintritt ist frei, um eine freiwillige Spende bei der Türkollekte wird gebeten.

Johann Schmelzer Foto: privat

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