Allgemeine Berichte | 20.09.2016

RAT&TAT Koblenz e. V.

Ängsten fundiertes Wissen entgegensetzen

Angebot von Schulpräventionsveranstaltungen zu den Themen sexuelle Gesundheit/ Übertragung von HIV und sexuell übertragbare Infektionen

Auch wenn HIV eine nicht mehr zwingend tödliche Infektion ist, ist es nötig, darüber Bescheid zu wissen. privat

Koblenz. Ist HIV/AIDS in der heutigen Zeit noch ein Thema? Fragt man Freunde, Bekannte, die eigene Familie oder hört man sich auch in Bildungseinrichtungen um, scheint dies größtenteils nicht mehr der Fall zu sein. HIV/AIDS, aber auch andere sexuell übertragbare Infektionen sind bei vielen Menschen aus dem Bewusstsein verschwunden. Das Wissen über präventive Maßnahmen, wie zum Beispiel den Gebrauch von Kondomen und die Ansteckungswege der einzelnen Infektionen ist frappierend gering. Seit HIV nicht mehr eine zwingend tödliche Infektion ist, ist das Interesse darüber in der Bevölkerung dramatisch gesunken. Der Grat zwischen Panikmache auf der einen und Ausblenden und Totschweigen der Infektionen und ihrer Risiken auf der anderen Seite ist schmal. Es geht nicht darum, Ängste aufzubauen, sondern sie im Gegenteil mit fundiertem Wissen obsolet werden zu lassen. Gleichzeitig muss heute die Thematik wieder mehr in den Fokus der Gesellschaft gerückt werden.

Präventionsarbeit ist ein großes Anliegen

Mit dieser Überzeugung bietet RAT&TAT Koblenz e. V. (ehemals AIDS-Hilfe Koblenz e. V.) Schulpräventionsveranstaltungen zu den Themen HIV und andere sexuelle übertragbare Infektionen (STIs) an allen weiterführenden Schulen des nördlichen Rheinland-Pfalz an. Unterstützt wird RAT&TAT Koblenz e. V. dabei seit Kurzem von einem Team ehrenamtlicher Studenten und Studentinnen, denen die Präventionsarbeit ebenfalls ein großes Anliegen ist und die sich durch Fortbildungen für die Durchführung der Veranstaltungen qualifizieren. Speziell werden auch die Koblenzer Schulen eingeladen, das Angebot wahrzunehmen und es beispielsweise in ihren Biologie-, Ethik- oder Sozialkundeunterricht einzubetten. Eine Präventionsveranstaltung dauert in der Regel zwei Unterrichtsstunden und beginnt mit einem interaktiven theoretischen Teil der Wissensvermittlung. Im anschließenden offenen Gespräch mit einer HIV-positiven Frau oder einem HIV-positiven Mann können zudem persönliche Fragen gestellt und somit das Leben mit HIV veranschaulicht werden. Dies trägt in der Regel zu einer besseren Nachhaltigkeit und zu größerem Verständnis aufseiten der Schülerinnen und Schülern bei. Denn was wäre sinnvoller, als mit der Aufklärung dort anzusetzen, wo Sexualität gerade beginnt ein Thema zu werden: Bei den Jugendlichen. Sie entdecken sich diesbezüglich neu und können etwas Unterstützung und Wissen in dieser schönen, aber auch ernst zu nehmenden Angelegenheit gut brauchen. Spaß an der Sache haben und verantwortungsvoll mit der eigenen Sexualität umgehen, das ist das, was RAT&TAT Koblenz e. V. vermitteln möchte. Interessierte können sich an den Verein wenden, dort werden gerne detaillierte Informationen zur Vorgehensweise und den Inhalten der Präventionsveranstaltungen gegeben.

Auch wenn HIV eine nicht mehr zwingend tödliche Infektion ist, ist es nötig, darüber Bescheid zu wissen. Foto: privat

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