Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr-Ahrweiler hat neuen Computertomographen erhalten
Äußerst präzise Bilder bei geringer Strahlenbelastung
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Es ist ein hochmoderner, sehr leistungsfähiger Computertomograph (CT), den das Krankenhaus Maria Hilf neu angeschafft hat. Das Gerät verfügt über zwei Strahlenquellen und Detektoren, die äußerst präzise Bilder bei geringer Strahlenbelastung liefern. „Wir nutzten das Gerät, das im Rahmen der Technologiepartnerschaft mit Siemens Healthineers erworben wurde, für sämtliche Untersuchungen von Oberkörper, Bauch, Becken und Extremitäten“, sagt Dr. Dipl. Phys. Felix Schoth, Chefarzt der Diagnostischen und Interventionellen Radiologie des Klinikums. „Wir führen mit diesem CT auch Radiofrequenzablationen zur Behandlung von Tumoren durch und können Gefäße untersuchen.“ Dabei arbeiten Dr. Schoth und sein Team eng mit den Kolleginnen und Kollegen der verschiedenen Abteilungen zusammen. Eine Kooperation besteht auch zu Dr. Jens Rudolph, dem Chefarzt der Gefäßchirurgie am Gemeinschaftskrankenhaus Bonn, der im MVZ des Krankenhauses Maria Hilf eine gefäßchirurgische Sprechstunde anbietet. Patientinnen und Patienten können so in der Abteilung für Diagnostische und Interventionelle Radiologie im selben Haus notwendige weitere Untersuchungen und Behandlungen durchführen lassen.
Zusätzlich bietet der neue CT sämtliche Voraussetzungen für spezielle Herz-Untersuchungen. „Er liefert präzise Schnittbilder des Herzens und der Herzkranzgefäße. Wir können damit eine Koronare Herzkrankheit oft schon im frühen Stadium diagnostizieren“, erläutert Dr. Tim Mödder, Chefarzt der Kardiologie, internistischen Intensivmedizin und Schlaganfalleinheit. Während der CT-Untersuchung erfolgt zeitgleich ein EKG, das mit dem CT gekoppelt ist. So kann sich der CT auf den Herzschlag des Patienten einstellen. Aus den Daten, die der CT aufnimmt, erstellt ein Computer durch komplexe Berechnungen Bilder, die nahezu lebensecht wirken und ein plastisches Abbild des bewegten Herzens und seiner Gefäße liefern. „Mit dieser bildgebenden Untersuchungsmethode können erste Gefäßveränderungen frühzeitig entdeckt werden. Die Patientinnen und Patienten werden dann entsprechend behandelt, damit es erst gar nicht zu einem Verschluss der Herzkranzgefäße und so zu einem Herzinfarkt kommt“, erklärt Dr. Mödder. Er freut sich, dass die Herzuntersuchung im CT seit kurzem auch von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt wird.
Wird ein Patient jedoch mit einem akuten Koronarsyndrom ins Krankenhaus eingeliefert und die Ärzte vermuten, dass er einen Herzinfarkt oder eine fortgeschrittene Koronare Herzkrankheit hat, wird er nach wie vor direkt im Herzkatheterlabor des Klinikums untersucht. Denn bei diesem invasiven Eingriff können die Ärztinnen und Ärzte die verengten Herzkranzgefäße wieder aufdehnen und Stents, also Gefäßstützen, einsetzen, die dafür sorgen, dass der Herzmuskel wieder gut mit sauerstoffreichem Blut versorgt wird.
Die Abteilung für Diagnostische und Interventionelle Radiologie im Krankenhaus Maria Hilf verfügt über einen Sitz als Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ). Deshalb können hier seit vielen Jahren auch ambulante Patientinnen und Patienten mit einer Überweisung je nach Erkrankung im CT oder auch im MRT untersucht werden. Eine CT-Untersuchung der Herzkranzgefäße kommt nun neu hinzu und wird nach Zustimmung der kassenärztlichen Vereinigung möglich werden. „Da der Antrag bereits gestellt ist, hoffe ich, dass diese Untersuchungsmodalität mit dem neuen Gerät bald auch ambulant möglich wird“, sagt Dr. Schoth.
Pressemitteilung
Marienhaus Kliniken GmbH
