Projektwochen in der Kindertagesstätte Château-Renault
Afrika, Tiere, Forscher und Theater
Mülheim-Kärlich. Die angehenden Schulkinder aus der Maulwurfgruppe der Kita Château Renault starteten in die Projektphase vor dem Schulbeginn. Nach der Wahl der Themen, die von den Kindern selbst durchgeführt wurden, begannen die lang erwarteten Abschlussprojekte der Maulwurfgruppe. Das erste Projekt behandelte das Thema „Afrika“. Den Einstieg in dieses fantastische Thema wurde den Kindern mit der Geschichte „Sag mir wie ist Afrika“ ermöglicht. Erzählerisch wurden so erste Informationen, wie zum Beispiel die Lebensart und Rituale der dort lebenden Menschen vermittelt. Zudem erlangten die Kinder Wissen darüber, welchen Stellenwert das Trommeln in der afrikanischen Kultur hat und dass zu diesem oft gesungen, gegessen und getanzt wird. Dann durften die Kinder eigene Trommeln basteln und natürlich in einem original afrikanischen Trommelkonzert ausprobieren. Hier wurden gemeinsam rhythmische Übungen gemacht und im schnellen Takt musiziert. Sensomotorik und kreatives Denken sowie das Gemeinschaftsgefühl wurden bei den täglichen Trommelkonzerten gefordert und gefördert. An den Folgetagen erfuhren die Kinder etwas über die bunten Gewänder der Afrikaner, den Bubu’s, und erhaschten einen Einblick in die mythische Welt der Medizinmänner nebst selbst gebasteltem Medizintäschchen. Auch die kulinarische Seite von Afrika kam nicht zu kurz und die Abschlussfahrt führte zu einem afrikanischen Trommler, wo gemeinsam musiziert wurde. Nach dieser aufregenden Woche in Afrika ging es direkt ins Tierprojekt. Am ersten Tag des Tierprojektes, welches Bauernhoftiere behandelte, erfuhren die Kinder etwas über die einzigartigen Eigenschaften, das Gewicht und die Nahrung und den Nutzen der Tiere für den Menschen. Das Ergebnis wurde auf einem großen Plakat festgehalten und allen Maulwurfkindern erklärt. Abschließend wurde ein Steckenpferd gebastelt und benannt. An weiteren Tagen lernten die Kinder noch Tiere aus Afrika und die Meeresbewohner kennen. Sogar ein eigenes Aquarium, natürlich mit Plastikfischen, wurde gebastelt. Die Abschlussfahrt ging in den Zoo Neuwied. Dort wurde durch eine umfangreiche Führung der Wissensdurst der Kinder gestillt.
Das Forscherprojekt
Das vorletzte Projekt war das Forscherprojekt. Hier erkundeten die Kinder die Welt der Naturwissenschaft und Technik. Wie funktioniert der Wasserkreislauf? Wie dick ist die Erdkruste? Wo und wann entstehen Tornados und welche Arten von Wirbelstürmen gibt es? All diese Fragen und noch mehr, wurde in den ersten drei Tagen geklärt. Durch ein Wetter-Diorama, einem selbst gebastelten Tornado und einem eigenen Wasserkreislauf, wurde es von den Forscherkindern für die anderen Kinder der Kita veranschaulicht. Am vorletzten Tag ging es dann in den Technik- Bereich. Hier wurde gerätselt, warum Raketen fliegen können und welche Möglichkeiten es für den Menschen gibt, im Weltall zu leben. Aus Flaschen, Fahrradventilen und viel Pappe wurden sogar Raketen gebaut und mithilfe von Druckluft und Wasser in die Luft geschossen. Den Abschluss hatte die Gruppe im Odysseum in Köln. In diesem Erlebnis-Museum haben Kinder und Erzieher viel erlebt und ausprobiert. So ging auch dieses Projekt mit einer tollen Abschlussfahrt zu Ende.
Das Theaterprojekt
Das letzte Projekt drehte sich um das Thema Theater. Hier gab es einen besonderen Einstieg in das Projekt, nämlich den Besuch der Kulturfabrik in Koblenz. Die Kinder schauten sich gemeinsam mit den Erzieherinnen das Stück „Der Regenbogenfisch“ an und durften nach der Aufführung sogar hinter die Kulissen schauen. Gestärkt von diesem tollen Erlebnis haben sich die Kinder am darauffolgenden Tag dazu entschlossen, selbst ein Theaterstück zu entwerfen und aufzuführen. Nach der Verteilung der Rollen und der Absprache der Kostüme und Requisiten begannen auch schon die schwierigen Proben. Denn viel Zeit blieb nicht bis zum Ende der Projektwoche. In den nächsten Tagen wurde also fleißig geübt und gewerkelt. Am Vortag der großen Aufführung, zu der sogar die Eltern der Kinder eingeladen waren, bekam die gesamte Maulwurfgruppe das Stück schon früher zu sehen. Die Kinder waren sichtlich begeistert von der dargebotenen Leistung der Theatergruppe. Am Tag der Hauptaufführung waren alle Kinder sehr aufgeregt. Das Stück lief aber ohne Probleme und die Kinder ernteten einen donnernden Applaus. So endeten die spannenden Projektwochen erfolgreich. Und die angehenden Schulkinder werden nun mit der Erfahrung, dass das Lernen durchaus Spaß machen kann, bestens vorbereitet in die Schulzeit entlassen.
