Ahrweiler Autorin verlagert ihren Lebensmittelpunkt ins Münsterland
Kreis Ahrweiler. „Jana dachte seitdem noch energischer über ihren weiteren Lebensweg nach. Und wie sie so über das Tal blickte, fühlte sie sich endlich bereit für etwas Neues“. So endet Karin Joachims vierter Ahrkrimi „Juwelennächte“ mit der Tatortfotografin Jana Vogt. Als die Autorin das Manuskript für diesen Roman schrieb, hatte die Flutwelle noch nicht das Ahrtal verwüstet und so viel Leid zu den Menschen gebracht. Der Roman erschien einige Wochen nach der Katastrophe, einen weiteren Krimi stellte Karin Joachim, selbst von den Ereignissen traumatisiert, im Herbst 2021 fertig. Dass sie diesen Kraftakt mental bewerkstelligte, ist für sie im Rückblick ein wahres Wunder. Er kam unter dem Titel „Eine Nacht im Juli“ im Sommer 2022 auf den Markt. Im Frühling 2023 überraschte die Autorin ihre Leserinnen und Leser dann mit einem Band krimineller Kurzgeschichten („Abgründiges Ahrtal“), in denen sie die Besonderheiten des Ahrtals noch einmal aufleben lässt. Man spürt die Verbundenheit der Autorin mit der Kultur und Natur sowie der Geschichte ihrer Heimat. Aber warum verlässt Karin Joachim diese nun?
„Die Flut war nicht der Auslöser für diesen Schritt“, schreibt sie freimütig auf ihrem Social-MediaProfil. „Für mich war es gut, nach der Überflutung unseres Hauses und dem Aufenthalt in der Eifel noch einmal zurück zu kehren. So konnte ich in den beinahe zwei Jahren erleben, wie die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler wieder zu einer gewissen Normalität zurückkehrte. Ich habe mich zum Glück in unserem Haus jederzeit wohl und sicher gefühlt. Ich weiß, dass es bei vielen anders war“, bekennt sie.
„In unserem Leben hat sich dennoch so viel verändert, weshalb wir uns frohen Herzens dazu entschlossen haben, an einem anderen Ort einen Neuanfang zu wagen.“ Karin Joachim, ihr Mann und ein Border Terrier fanden in einer Kleinstadt im Münsterland ein passendes Zuhause, das sie während der letzten Monate behutsam modernisierten. Unter dem Dach konnte sie sich ein kleines Atelier einrichten, in dem sie fortan mehr Zeit mit ihrer Malerei verbringen wird. Wie es für sie als Schriftstellerin weitergeht, wird die Zukunft zeigen. Eine Fortsetzung der Ahrkrimi-Reihe mit Jana Vogt und Hauptkommissar Clemens Wieland ist vorstellbar, aber auch Ideen für neue Bücher gibt es bereits. „Das Münsterland ist eine Region, in der sich Sehenswürdigkeit an Sehenswürdigkeit reiht, und mit der Weite der Landschaft viel Raum für Kreativität lässt“, erklärt die Autorin.
Ihr Dank gilt den Fans ihrer Bücher sowie all jenen, die sie in ihrer langen Zeit im Ahrtal unterstützt haben. Echte Freundschaften werden die räumliche Entfernung überstehen, da ist sie sich sicher. Für Lesungen z.B. wird die Autorin ohnehin in die Region Ahr-Rhein-Eifel zurückkehren. Planungen für 2024 gibt es bereits.
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