DB Netz und die Ahrtalbahnfreunde besprachen Museumsprojekt
Ahrweiler Stellwerk
Ahrweiler. Ein Gespräch zwischen der Interessengemeinschaft Freunde der Ahrtalbahn e. V. und führenden Vertretern der DB Netz AG im Bahnhof Ahrweiler hat den Plänen für ein Eisenbahnmuseum neue Konturen verliehen. Die Vision der Ahrtalbahnfreunde konzentriert sich auf ein Museum, das sich vor allem der mechanischen Stellwerks- und Signaltechnik widmet – eine Technologie, die bis Ende des Jahres im Ahrweiler Stellwerk Anwendung findet, bevor sie durch digitale Systeme abgelöst wird.
Das Stellwerk in Ahrweiler diente als Treffpunkt für die Diskussion. Wolfgang Groß, Sprecher der Ahrtalbahnfreunde, und Edgar Steinborn, der für die Museumsprojekte zuständige Projektsteuerer, präsentierten gemeinsam das Vorhaben und notwendige Bedingungen für dessen Erfolg. Christian Sauer, Jonas Haffmann, Dirk van Kaathoven und Abdullah Alsafi vertraten die Deutsche Bahn AG.
Ein Schwerpunkt der Gespräche war die Suche nach einem geeigneten Standort. Das Ahrweiler Stellwerk wurde in Erwägung gezogen, vor allem weil die DB Netz AG angeboten hat, das Gebäude für das Museum der IG Ahrtalbahnfreunde zur Verfügung zu stellen. Erforderlich sind sowohl das Stellwerk selbst als auch Nebenräume, um die fesselnde Eisenbahngeschichte des Ahrtals zu dokumentieren. Beides ist in Ahrweiler verfügbar.
Laut Christian Sauer prüft die Bahn aktuell die Option, das Objekt nach Deaktivierung des mechanischen Stellwerks an den Verein zu vermieten. Zudem äußerte der stellvertretende Vorsitzende Ulrich Stumm den Wunsch des Vereins, diverse historische Exponate zu sichern. In einem offenen und konstruktiven Klima fand das Gespräch statt, und weitere Schritte wurden terminiert.BA
Bleibt die Technik mechanischer Stellwerke sichtbar? Darüber berieten (von links) Edgar Steinborn (IG Ahrtalbahnfreunde), Dirk van Kaathoven, Jonas Haffmann, Abdullah Alsali, Christian Sauer (alle DB Netz) und Wolfgang Groß (Ahrtalbahnfreunde) im Stellwerk Ahrweiler. Foto: Jürgen Görgler/Ahrtalbahnfreunde
