Weltladen Linz
Aktion #fairwertsteuer zu Stärkung der Fair-Handels-Produzenten
Linz. Ab dem 1. Juli vergangenen Jahres wurde der Mehrwertsteuersatz für ein halbes Jahr von 19 auf 16 Prozent und von 7 auf 5 Prozent gesenkt. Ziel war es, den Konsum zu stärken und der Konjunktur in der Corona-Pandemie neuen Schub zu geben.
Am 1. Juli vergangenen Jahres startete der Weltladen-Dachverband gemeinsam mit den ihm angeschlossenen Weltläden, der bundesweiten Fair-Handels-Beratung sowie dem Forum Fairer Handel die aktion #fairwertsteuer. Sie zielte darauf ab, die Mehrwertsteuer-Absenkung nicht an die Kunden, sondern an Fair-Handels-Produzenten im Globalen Süden weiterzugeben. „Die Produzenten in Afrika, Asien und Lateinamerika sind besonders stark von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen. Viele von ihnen konnten und können wegen der Ausgangssperren nicht in ihren Werkstätten und auf den Feldern arbeiten, sie erhalten kein Material, fertig produzierte Ware kann teilweise nicht verschifft werden und der Verkauf im Inland ist zum Erliegen gekommen“, erläutert Steffen Weber, Geschäftsführer des Weltladen-Dachverbandes. Gleichzeitig können sie laut Weber am wenigsten mit staatlicher Unterstützung rechnen.
„Für uns als Weltladen Linz war schnell klar, dass wir uns an der aktion #fairwertsteuer beteiligen werden“, erklärt die Bereichsleiterin Einkauf des Weltladen Linz, stellv. Vorsitzende Annette Förster. „Mit der aktion #fairwertsteuer ist es uns möglich, die Produzenten zu stärken, damit sie und ihre Organisationen die Krise hoffentlich gut überstehen und die Weltläden auch künftig mit fair gehandelten Produkten beliefern können“, so Annette Förster weiter. Die Mehrwertsteuer-Absenkung macht nach ihren Angaben bei Einkäufen im Weltladen in der Regel nur wenige Cent aus. Jedoch könne aufgrund der Vielzahl der Weltläden, die sich an der Aktion beteiligen, im Laufe eines halben Jahres ein nennenswerter Betrag generiert werden, der für Handelspartner im Süden einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung ihrer Organisationen leisten kann.
Der Faire Handel der Weltläden trägt durch höhere Erlöse für die Produzenten sowie die Beratung und weitere Leistungen dazu bei, die Organisationen der Handelspartner zu stärken. Verlässliche Einnahmen sind nach wie vor von besonderer Bedeutung für die Produzenten.
„Wir werden uns für die kommenden Monate, wenn der Weltladen wieder geöffnet bleiben kann, einige Aktionen überlegen, mit denen wir auf die Vielzahl unserer fair gehandelten Produkte aufmerksam machen wollen“, kündigt Vorsitzender Hans-Joachim Schmitz an. Immerhin verfügt der Weltladen Linz mit seinem Sortiment an Lebensmitteln, Textilien und Kunsthandwerk über ein Angebot von mehr als 300 Artikeln, die alle aus Fairem Handel stammen. Die Firmen, die den Weltladen beliefern, arbeiten direkt mit den Produzenten in Asien, Lateinamerika und Afrika zusammen. Schmitz: „Die kurze Lieferkette ist von Vorteil vor allem für die Hersteller im globalen Süden. Ein guter Grund, öfter mal im Weltladen vorbeizuschauen.“
Wenn alles wieder in geordneten Bahnen verläuft, ist der Weltladen Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 16 Uhr durchgehend geöffnet.
Bis dahin, aber auch wenn der Weltladen wieder geöffnet ist, bietet der Weltladen einen Bestell- und Lieferservice für sein Angebot an Lebensmitteln, Textilien und Kunsthandwerk an. Der Bestell-und Lieferservice kann kostenfrei genutzt werden entweder über die Mailadresse bestell@weltladen-linz.de oder über die Telefon-Nummern von Annette Förster (01 77 5 66 20 07) und Jutta Dietrich (01 57 34 66 99 33)
Pressemitteilung
Eine-Welt Linz e.V.
Annette Förster, stellv. Vorstandsmitglied und Bereichsleiterin Einkauf, würde sich freuen, wenn die Menschen auch in den Wochen, wo der Weltladen wegen Corona geschlossen bleiben muss, vom Angebot an fair gehandelten Produkten Gebrauch machen. Möglich ist dies über den kostenfreien Bestell- und Lieferservice. Information im Internet unter weltladen-linz.de Foto: Weltladen Linz
