Allgemeine Berichte | 04.10.2024

Ausstellung und Vortrag in Rhein-Mosel-Fachklinik

Aktionen unter dem Motto „Angst weckt Mut“

Andernach. Die Sektion Depression und Trauma der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach beteiligt sich mit einer Ausstellung und einem Vortrag an der Woche der seelischen Gesundheit, die bundesweit vom 10. bis 20 Oktober stattfindet. Die Woche der seelischen Gesundheit hat das Ziel der Entstigmatisierung psychischer Erkrankung. Das Motto der von der Sektion organisierten Aktionen lautet „Angst weckt Mut“. Eine öffentliche Ausstellung und ein an die Öffentlichkeit gerichteter Vortrag werden an dieses Thema heranführen.

Die Vernissage der Ausstellung „Angst weckt Mut“ ist am Dienstag, 15. Oktober, 11 Uhr, im Foyer des Klinischen Zentrums der Andernacher Fachklinik. Die Ausstellung, die bis zum 5. November zu sehen sein wird, lädt ein, die ambivalente und komplexe Beziehung von Angst und Mut zu reflektieren. Die Gemälde stammen von Anna Chakhvadze, eine aus Georgien stammende Künstlerin und angehende Psychiaterin, die sich diesem Thema gewidmet hat. Seit 2022 arbeitet sie als Ärztin in der Psychiatrie der Rhein-Mosel-Fachklinik. Die Werke thematisieren die Auflösung der Angst in Aktion, aber auch das Zulassen und Aushalten der Emotion. Sie zeigen, dass Angst eine Quelle von Stärke und Wachstum sein kann.

Der Vortrag „Wenn Angst die Seele frisst: Entstehungsmechanismen und Bewältigungsstrategien bei Ängsten“ ist am Donnerstag, 17. Oktober, 18 Uhr, in der Rhein-Mosel-Akademie auf dem Gelände der Fachklinik. Referentinnen sind Dr. phil. Barbara Deimling, Leiterin der Sektion Depression und Trauma, und Anne Leber, leitende Psychologin der Klinik. Im Vortrag werden Entstehungsmechanismen und erste Bewältigungsstrategien thematisiert.

„Die Angststörung ist die häufigste psychische Erkrankung, die oft als Begleiterscheinung von anderen psychischen Erkrankungen auftritt“, sagt Barbara Deimling. „Daher wollen wir uns diesem Thema im Rahmen der bundesweiten Tage der seelischen Gesundheit widmen, um auf die Erkrankung hinzuweisen und mögliche Strategien im Alltagsleben vorzustellen.“

Laut Barbara Deimling ist Angst eine grundlegende Emotion, die tief in unserer menschlichen Natur verwurzelt ist. Sie habe dem Menschen seit Urzeiten geholfen, Gefahren zu erkennen und dadurch zu überleben. Doch Angst sei nicht nur eine Reaktion auf äußere Bedrohungen - sie könne auch in uns selbst entstehen, als Reaktion auf Unbekanntes und auf Veränderungen. Gerade in diesen Momenten werde Angst als negativ empfunden und kann lähmend werden.

Deimling sagt: „In der Emotion der Angst steckt jedoch auch ein enormes Potenzial zur Veränderung. Sie kann uns helfen Grenzen zu überwinden, uns neuen Herausforderungen zu stellen und auf diese Weise mutig zu handeln. Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern deren Begegnung und Überwindung. Dieser Mut erlaubt es uns, über uns hinauszuwachsen, sei es in kleinen, alltäglichen Situationen oder in großen, lebensverändernden Entscheidungen.“

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