Dr. von Ehrenwall´schen Klinik – für alle Fälle gerüstet
Aktionstag „Sicheres Krankenhaus“
Ahrweiler. Am vergangenen Donnerstag stand in der Dr. von Ehrenwall’schen Klinik erstmals eine ganztägige Weiterbildungsveranstaltung für alle Mitarbeiter auf dem Plan.
Dabei wurde mit einem Rotationsverfahren sichergestellt, dass alle Patienten weiter versorgt werden konnten. Neben einem umfangreichen Angebot an Vorträgen zu den Themen wie „Datenschutz, Brandschutz, Arbeitssicherheit und interne Gefahrenlagen“, gab es auch Stationen, an denen praktisches „Handanlegen“ gefragt war. Unter den wachsamen Augen von Patrick Bröscher von der Firma Baltes hatten die Mitarbeiter den Auftrag, im Park des alten Badehauses einen Brand zu löschen, hierzu hatte Bröscher einen entsprechend Aufbau vorbereitet und die „Feuerstelle“ variabel durch Propangas gespeist. Wie Rolf Thelen, technischer Controller der Klinik feststellte, „reicht es nicht aus, zu wissen, wo der nächste Feuerlöscher hängt, man muss ihn auch bedienen können“. Nach einer kurzen Einweisung waren dazu auch alle Mitarbeiter sehr wohl in der Lage und konnten die Flammen binnen kürzester Zeit kontrolliert löschen. Davon konnte sich um die Mittagszeit auch die Klinikleitung um Dr. Smolenski überzeugen. In einer weiteren Station wurde die Rettung von immobilen Patienten mithilfe einer Matratze und Evakuierungsdecke vorgeführt und anschließend auch geübt, was den Mitarbeitern sichtlich Freude bereitete, wie Krankenschwester Petra Pohl anmerkte, war es für die Kollegen sehr wertvoll, zu erfahren, dass sie im Gefahrenfall Patienten auch alleine ohne weitere Hilfe mit dieser Evakuierungsdecke problemlos in Sicherheit bringen können. Heike Heideck referierte in einem Grundsatz-Vortrag über den Datenschutz, dabei kam es ihr vor allem darauf an, die Mitarbeiter sowohl für den Schutz von Patientendaten als auch in den Zeiten der sozialen Netzwerke für den Umgang mit eigenen Daten zu sensibilisieren. Frau Heideck meinte hierzu: „gerade in der Psychiatrie muss der Patient darauf vertrauen können, dass mit seinen persönlichen Daten mehr als sorgsam umgegangen wird.“ Aufgelockert wurde dieser wichtige Aktionstag mit einer Schnitzeljagd durch die Klinik, bei der die Mitarbeiter unter anderem mithilfe von Laufkarten, wie sie die Feuerwehr im Einsatz benutzt, verschiedene Stationen anlaufen und sich dort einen Stempel abholen und mit der Stempelkarte an einer Verlosung teilnehmen. Birgit Bertram, Verwaltungsleitung, die den Aktionstag mithilfe einer Projektgruppe ins Leben gerufen hatte, meinte: „ich habe zwar gehofft, aber nicht damit gerechnet, dass so viele Mitarbeiter an diesem Tag teilnehmen“, dem konnte sich der Geschäftsführer, Christoph Smolenski, nur anschließen: „Es war uns wichtig, unseren Mitarbeitern, aber auch unseren Patienten zu zeigen, dass wir das Thema „Sicherheit“ mit all seinen Aspekten sehr ernst nehmen.“
Einweisung in der Station „Brandbekämpfung“.
Patienten-Evakuierung ist, dank der Evakuierungsdecke, durch eine Person möglich.
