Traditionelles Adventskonzert der Musikfreunde Lantershofen
Akustische Reise durch Schnee und Eis
Konzert war zugleich Abschluss der Kirchenjubiläumsfeier
Lantershofen. Wenn die Musikfreunde Lantershofen kurz vor Weihnachten zum alljährlichen Adventskonzert bitten, ist pünktliches Erscheinen in der St. Lambertus Kirche von Vorteil, denn die ist zu diesem weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannten Musik-Event immer bis auf den allerletzten Platz besetzt. Das war natürlich auch heuer wieder der Fall, als sich die Musikfreunde ganz den winterlichen Naturereignissen „Schnee und Eis“ widmeten und mit ihrem Konzert zugleich den krönenden Schlusspunkt der Feierlichkeiten zum 50. Jubiläum der St. Lambertus Kirche setzten, die passend zum Motto geschmückt war. Mit dem Stück „Kachebells Canon“ zogen die Musiker von mehreren Seiten zum Auftakt Richtung Bühne, so dass ein beeindruckender Surround-Klang entstand. Schließlich platzierte sich das Gros der Musikfreunde wie immer mittig auf der großen „Altarbühne“. Doch damit nicht genug, denn im rechten Kirchenbereich direkt neben der Orgel hatte sich mit der „Bläserklasse“ eine weitere Instrumentalisten-Formation eingefunden. Die „Bläserklasse“ gibt es erst seit einigen Monaten innerhalb der Musikfreunde. Sie setzt sich aus 42 Musikern im Alter von 20 bis 70 Jahren zusammen, die ohne musikalische Vorkenntnisse miteinander musizieren und unter großem Beifall beim Adventskonzert erstmals live ihr Können zeigen durften.
Von der „Petersburger Schlittenfahrt“ zum „Polar Express“
Dann folgte unter dem perfekten Dirigat von Manfred Sebastian ein musikalisches Schnee- und Eis-Highlight nach dem anderen. Ob „Es schneit“ von Rolf Zuckowski, die tongewordene „Petersburger Schlittenfahrt“ von Richard Eilenberg oder das schmissige „The Polar Express“ von Glen Ballard/Alan Silvestri – es war eine abwechslungsreiche, akustische Reise durch die kalten Elemente, gespickt mit Film-Soundtracks wie „My Heart will go on“ („Titanic“) und „Heigh Ho“ („Schneewittchen“). Spielfreudige Bläser, taktsichere Perkussionisten – ein Rädchen griff im wahrsten Sinne des Wortes ins andere. Zwischen den einzelnen Kompositionen wurden kurze Gedichte vorgetragen, die sowohl nachdenklich als auch humorvoll daherkamen. Mit der obligatorischen Zugabe „White Christmas“ und jeder Menge stimmungsvoller Wunderkerzen verabschiedeten sich die Musikfreunde von ihrem begeisterten Publikum, das sich längst zu lang anhaltenden Ovationen erhoben hatte.
Die voll besetzte St. Lambertus Kirche war stimmungsvoll illuminiert und geschmückt.
