Verwaltungsgebäude der Verbandsgemeinde Cochem eingeweiht – Tag der offenen Tür
Alle unter einem Dach - kurze Wege, schnelle Lösungen
Cochem. Die größte Verbandsgemeinde im Kreis Cochem-Zell hat jetzt ein neues beziehungsweise erweitertes Verwaltungsgebäude. Dieses wurde in der Ravenéstraße ab Mai 2017 in das bereits vorhandene Gebäude baulich integriert und kürzlich im Rahmen einer Einweihungsfeier und einem Tag der offenen Tür offiziell seiner Bestimmung übergeben. Die Erweiterung war nach Fusionen mit der Stadt Cochem ab 2009 und Teilen der Verbandsgemeinde Treis-Karden in 2014 erforderlich geworden, musste man doch bisher neben dem Hauptsitz noch zusätzlich Gebäude beziehungsweise Räumlichkeiten anmieten, um die gesamte Verwaltung unterzubringen. Dies war mit Mehrkosten für die Kommune und weiteren Wegen für die Bürger verbunden, was man mit der deutlichen Erweiterung des bisherigen Verwaltungsgebäudes jetzt abstellen konnte. Alle unter einem Dach und kurze Wege schnelle Lösungen, hieß daher auch das Motto des parallel zur Einweihung angebotenen Tages der offenen Tür, wo alle Bürger der Verbandsgemeinde einmal den neuen Verwaltungsbau (auch bei einer Führung) in Augenschein nehmen und sich ein Bild über den modernen Komplex an seinem bewährten Standort machen konnten. „Gute Arbeit braucht ein gutes Umfeld“, sagte Landrat Manfred Schnur bei seiner Begrüßungsansprache bei der Einweihungsfeier und er fuhr fort: „Die moderne Erweiterung des Verwaltungsgebäudes war nach dringender Erforderlichkeit eine Investition in die Effizienz!“ Dies sah auch Hausherr und Verbandsbürgermeister Wolfgang Lambertz so: „Nach Ausräumung diverser Probleme im Planungsvorfeld sowie bei der späteren Baumaßnahme, wurde eine der Zeit angepasste Unterkunft errichtet, die man nicht nur kostengünstig, sondern, analog der Vorplanung, abschließend auch weitgehend kostendeckend realisiert hat. Aufgrund großer finanzieller Unterstützung durch das Land, blieb unter dem Strich für die Kommune eine Investition von 600.000 Euro stehen. Im Rahmen des Förderungsantrags bei der ADD Trier im Oktober 2015 wurden die zu erwartenden Baukosten auf 3,2 Millionen Euro geschätzt. Diese wurden mit 1,3 Millionen Euro aus Landesmitteln des I-Stocks, 500.000 Euro aus liquiden Mitteln (der sogenannten Hochzeitsprämie des Landes), 200.000 Euro Kostenanteil des Eigenbetriebs Abwasserwerk Cochem, dem erwarteten Verkaufserlös des Rathauses Treis-Karden von 600.000 Euro, und letztlich mit einem kreditfinanzierten Eigenanteil von rund 600.000 Euro getragen. Die Gesamtheit einiger Probleme bei der Gebäudeplanung führte laut dem Hausherr dann aber doch schon zu Bauverzögerungen vor der Baugenehmigung im Dezember 2015. Diesbezüglich schlugen die Planungsänderung der Dachkonstruktion (Anpassung an das Stadtbild) sowie die Änderung der geplanten Gebäudeheizung, von der ursprünglich vorgesehenen Luft-Wasser-Wärme-Pumpe zum Anschluss an das EVM-Nahwärmenetz, zu Buche. Anfang Juni 2016 begannen dann die erforderlichen Abrissarbeiten der involvierten Gebäude um in der Folge, nach öffentlicher Ausschreibung für insgesamt 38 Einzelgewerke, im Mai 2017 mit den Rohbauarbeiten beginnen zu können. Während diese Arbeiten durch Zimmerer, Dachdecker und Klempner zeitgerecht erfolgten, kam es bei der Erstellung der Außenfassade zu unerwarteten Verzögerungen. Diese erfolgten durch widrige Umstände beim Fensterbau sowie den Isolierungs- und Verputzarbeiten, sodass die Gesamtbaumaßnahme erst einen Tag vor der Eröffnung abgeschlossen werden konnte. Einige zusätzliche Restarbeiten wie Pflasterarbeiten, Natursteinverblendung und Kunst am Bau, erfolgen laut Wolfgang Lambertz noch bis zum Ende diesen Monats. Die zu erwartenden Baukosten werden nach Abschluss aller Maßnahmen rund 3,3 Millionen Euro betragen und bedingt durch die aufgetretenen Verzögerungen außerplanmäßig Mehrkosten von geschätzten 140.000 Euro aufweisen. TE
Bürgermeister Wolfgang Lambertz und seine Mitarbeiter freuen sich über die neue und zeitgemäße Unterkunft. Fotos: TE
Das neue Verwaltungsgebäude der Verbandsgemeinde Cochem wurde kürzlich seiner Bestimmung übergeben.
