Weinblütenfest Bad Hönningen 9. bis 11. Juni 2023
Alles dreht sich um den Rebensaft
Bad Hönningen. Was braucht man mehr für ein gelungenes Weinfest als schönes Wetter und - natürlich - Wein!
Wenn andere Ortschaften bis zum Herbst mit ihren Weinfesten warten, greifen die Bad Hönninger im Frühling schon einmal vor. Schon zum 50. Mal mit wenigen Pausen wurde in diesem Jahr in Bad Hönningen das Weinblütenfest gefeiert.
Weinkönigin Lea I. Kruse zog am Freitagabend an der Spitze des kleinen, aber feinen Umzugs mit ihren Prinzessinnen Dajana Owczarczak und Nathalie Jettner am Festplatz an der Marktstraße ein, im Gefolge die Weinhoheiten aus den umliegenden Ortschaften sowie die kommunalen Honoratioren, alles in allem eine hochkarätige Besetzung. Man hatte sich am Rebenwächter, früher Stadtweingut, zum Warm-up getroffen. Angeführt von der Musikkapelle Alte Garde, ging es dann zum Weindorf, wo sich bereits ein erwartungsvolles Publikum eingefunden hatte.
Stadtbürgermeister Reiner W. Schmitz sprach die ersten Grußworte und hieß die anwesenden Weinköniginnen und Weinprinzessinnen aus Bad Hönningen, Linz, Unkel, Rheinbrohl, Leutesdorf, Remagen und nicht zuletzt die amtierende Mittelrheinweinkönigin Verena Schwager aus Erpel willkommen; ebenso die angereisten Bürgermeister aus Linz, Neuwied, Unkel und Leubsdorf. Es war ein eindrucksvolles Bild, so viele Weinhoheiten gleichzeitig versammelt und nicht zu vergessen: eine Weinhex‘, Julia Lambrich aus Oberwesel. Alle trugen ihre jeweiligen Weinsprüche vor, wie sie jede Weinkönigin als Motto für die Dauer ihrer Regentschaft ausgibt. Auch Diana Göttes, die Organisatorin, sprach ein paar Worte zur Eröffnung. Die Band SAM legte bald los und heizte mit Live-Musik die Stimmung an.
Weinkönigin Lea I. war dann auch am Samstag und Sonntag mit ihrem Hofstaat anwesend. Sie ist im vierten Jahr in Bad Hönningen im Amt, auch weil die zweijährige Corona-Pause überbrückt werden musste. „Ich hoffe, dass es ein schönes Weinfest wird“ sagte sie, war dabei sehr zuversichtlich und fügte an, wie viel Spaß diese Zeit ihr bisher bereitet hätte. Am Samstag wurde das Weindorf bereits am frühen Nachmittag eröffnet. Der Alleinunteralter Manfred Düllberg sorgte in gewohnter Manier bis in die späten Abendstunden für gute Stimmung. Und am Sonntag ging es mittags weiter mit dem Kurkonzert des Musikvereins Bad Hönningen. Kleine Attraktion am Rande: Ein Korso des Young-Oldtimer-Clubs machte einen „Boxenstopp“ am Weindorf. Am späten Nachmittag ging dann das fast dreitägige Fest zu Ende.
„Die Stimmung war super, familiär, bis Mitternacht“, freute sich Diana Göttes, SPD-Stadträtin in Bad Hönningen, nach dem ersten Abend. Der Freitagabend sei der wichtigere Teil des Weinblütenfestes, eher für die Bürger. Für den Arbeitskreis Weinblütenfest organisierte sie das Fest, das finanziell von der Stadt Bad Hönningen unterstützt wurde. Hier aufgewachsen, macht sie das gefühlt schon immer. Es ist ihr ein wichtiges Anliegen, dieses Fest zu erhalten. Dabei verweist sie auf die Weinrebe im Hönninger Stadtwappen, was geradezu eine Verpflichtung bedeute. Hier und anderenorts ist ein „Feststerben“ zu beobachten, wogegen sie ankämpfen möchte. Und so war es ihr gelungen, das inzwischen verkleinerte Weinblütenfest mit drei Vereinen und einer privaten Anbieterin doch noch auf die Beine zu stellen. Der Erfolg des diesjährigen Festes gab ihr recht, wenn auch die Hitze tagsüber den einen oder anderen Besucher ferngehalten hatte.
V.l:. Dajana Owczarczak, Lea Kruse, Natalie Jettner.
V.l.: Natalie Jettner, Lea Kruse, Verena Schwager, Dajana Owczarczak.
