„Rulemicher Jungspunde“ bekommen viel Unterstützung für ihr Event auf der Rodenbacher Höhe
Almfest auf 310 Höhenmetern
Rodenbach. Der Ort liegt auf einer Höhe von 310 Metern über dem Meeresspiegel. Alpine Verhältnisse sind das noch nicht unbedingt. Dennoch wurde hier von der Dorfjugend zum dritten Mal das Rodenbacher „Almfest“ organisiert. Das ist ein origineller Titel und hat auch in gewisser Weise seine Berechtigung, denn immerhin liegen Sportplatz und Blockhütte, wo das Fest stattfindet, auf der Höhe über der mehr im Tal angesiedelten Ortschaft.
Dem Motto des Festes entsprechend kommen die meisten Gäste in origineller Trachtenmode, die männlichen in Lederhosen, die weiblichen in adretten Dirndln. Da kommt schnell Stimmung auf. Bestärkt wird die gute Laune der Almfestbesucher durch die farbige Beleuchtung des Festzelts, die fetzige Musik von DJ Alex Emde und das schmackhafte Festbier der Westerwälder Brauerei.
Jonas Asbach ist Mitglied der Dorfjugend von Rodenbach, die sich „Rulemicher Jungspunde“ nennen, und hat die Veranstaltung mit Unterstützung seiner Vereinskameraden organisiert. Der Vorsitzende Marvin Wengenroth wurde voriges Jahr Vater und war deswegen mit anderen Dingen beschäftigt, als der Vorbereitung eines Almfests. In diesem Jahr konnten sich die Rodenbacher über eine weitere Mithilfe besonders freuen: Die Dorfjugend von Oberdreis hat sich zur Verfügung gestellt, bei den Vorbereitungen und der Durchführung des Festes zu helfen. Das ist sozusagen ein Geschäft auf Gegenseitigkeit, denn vorausgegangen war dem Almfest-Projekt die Mithilfe der Rodenbacher bei der Maifeier der Dorfjugend in Oberdreis.
Sprecher der Oberdreiser Dorfjugend und engagierter Helfer bei der zweitägigen Veranstaltung in Rodenbach ist Maximilian Baier. Zu „BLICK aktuell“ sagte er: „Wir haben uns in diesem Jahr zum ersten Mal mit den Rodenbachern zusammengesetzt und angefangen mit der gemeinsamen Ausrichtung des 1. Mai-Festes in Oberdreis. Sozusagen als Gegenleistung, weil die uns geholfen haben, unterstützen wir die Rodenbacher Dorfjugend bei der Ausrichtung des Almfests.“ Jonas Asbach fügt hinzu: „Der Grund ist auch, weil die Jugendlichen, die sich für die Allgemeinheit engagieren, immer weniger werden. Deshalb wollen wir uns zusamenschließen, damit wir gemeinsam mehr Leute haben, um etwas auf die Beine zu stellen.“ Die Oberdreiser Dorfjugend war beim Almfest mit zehn Helfern vertreten. Die Rulemicher Jungspunde sind aktuell 22 Mitglieder stark. Eintreten können Mädchen und Jungen ab einem Alter von 16 Jahren. Besonders engagiert für das diesjährige Fest haben sich laut den Worten von Jonas Asbach seine Vereinskolleginnen und -kollegen Tabea John und Pascal Müntjes. Dankbar ist er auch für die Unterstützung durch den heimischen Sport-Westerwaldverein. Die eindrucksvollen Leuchtcontainer für das Partyzelt hat der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Oberdreis zur Verfügung gestellt. Wie man sieht, ist das Rodenbacher Almfest bereits eine tolle Gemeinschaftsleistung der beiden benachbarten Orte Rodenbach und Oberdreis.
Angefangen hat das Almfest als eintägige Veranstaltung, wurde aber bereits im zweiten Jahr auf zwei Tage ausgedehnt. Der Sonntag wird als Familientag gestaltet, mit Frühschoppen, Hüpfburg und mittags Steaks und Würstchen vom Grill. In diesem Jahr waren zum ersten Mal zwei größere Zelte für die Besucher aufgestellt, falls die Witterung trockene Unterstellmöglichkeiten erforderlich machen sollte. Das war aber nicht der Fall und selbst die Temperaturen am Samstagabend ermöglichten noch ein langes Verweilen im Außenbereich des Events. Überhaupt war das Wetter in diesem Jahr der größte Unsicherheitsfaktor bei der Vorbereitung gewesen.
Große Beachtung fand am Samstagabend die kleine Ansprache von Ortsbürgermeister Werner Wenzel, der schon nach wenigen Worten den wohlklingenden Satz sagte: „Ich habe ein Fäßchen Bier mitgebracht und spendiere es den Jungspunden.
Ortsbürgermeister Werner Wenzel, VG-Bürgermeister Volker Mendel und Helfer stoßen an auf den Erfolg des dritten Rodenbacher Almfests der Dorfjugend.
Für die bunte Beleuchtung im Partyzelt hatte der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Oberdreis gesorgt.
