Ollheimer KG Bubbelsbröder starten umfangreiches Sanierungskonzept
Alte Schule wird wieder in neuem Glanz erstrahlen
Ollheim. Was lange dauert, wird richtig gut. Diese Weisheit könnte man auch auf die Planungen und schwierigen Verhandlungen bezüglich der alten Dorfschule in Ollheim beziehen. Schon vor Jahren sollte eine Lösung gefunden werden, wie es mit dem alten Schulgebäude weitergehen sollte. „Hierzu waren lange Diskussionen und Unterredungen mit der Dorfgemeinschaft Ollheim und auch mit der Verwaltung notwendig. Aber auch Gesetzmäßigkeiten, die zu berücksichtigen waren“, so die Bürgermeisterin der Gemeinde Swisttal, Petra Kalkbrenner. Bevor das Gebäude an die Dorfgemeinschaft verkauft werden konnte, galt es die unterschiedlichen Interessen auszuloten. Dabei wurde die Entscheidung getroffen, dass der Ollheimer Karnevalsverein das Gebäude übernehmen sollte mit der Maßgabe, dass alle Vereine einen Teil des alten Gebäudes, das nicht vermietet werden sollte, mitnutzen durften. So wie es bereits auch schon mit dem angrenzenden Dorfhaus praktiziert wird. Bei den nun beginnenden Kernsanierungsarbeiten werden auch gleichzeitig Umbauten vorgenommen. In der alten Schule sollen in Zukunft zwei Wohnungen entstehen in der Größe von 100 und 50 qm, die dann ab Sommer dieses Jahres vermietet werden sollen. Bereits Anfang des letzten Jahrhunderts befand sich in dem ehemaligen Schulgebäude außer dem Klassenraum eine Lehrerwohnung.
Gesamtkosten von 250 000 Euro sind geplant
Bevor die Bauarbeiten starten konnten, musste die Finanzierung geklärt werden. Hier zeichnete sich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Kreissparkasse Köln, vertreten durch Regional-Direktor Bernd Weber aus der Rheinbacher Niederlassung, ab. Das gesamte Bauvorhaben soll nach Plan mit 250 000.- Euro abgeschlossen werden. „Geplant war eine weitere Wohnung von ca. 50 qm über den darunterliegenden Gemeinschaftsraum, der zu dem Dorfhaus gehört. Dort entsteht nun eine Gewerbefläche, die als Büro genutzt werden könnte. Denn da die Schalldichte zu der oberen Etage nicht gegeben ist, kann hier keine Wohnung entstehen“, erläutert der Vorsitzende der KG, Paul Bison. Der Start der umfangreichen Baumaßnahmen war letzte Woche, im Beisein der beauftragten Baufirmen, des Vorstandes der KG und Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner. Es ist geplant bei der Grundsanierung nicht nur neue Fenster, Bäder und eine Heizung einzubauen, sondern es soll ein besonderes Augenmerk auf die energetischen Belange des Gebäudes gelegt werden. Da die Planung schon 2017 begann und damalige Angebote der beteiligten Firmen mittlerweile veraltet waren, musste hier nach kalkuliert werden. Unterstützung bekam das Planungsteam von der E-Regio, da das Haus nach der Sanierung mit Gas beheizt werden soll.
Feuerwehrsirene mitgekauft
„Gute Ausstattung und zeitgemäße Sanierung bringt auch eine angemessene Miete. Das muss jetzt so durchgeführt werden, dass in den nächsten 25 Jahren Ruhe ist“, erklärt Bison. Alle Gewerke des Projekts seien an Swisttaler Unternehmen gegangen. „Vielleicht bleibt ja nach Jahren etwas Geld aus der Mietung übrig mit dem wir dann auch das Dorfhaus sanieren könnten“, hofft der Vorsitzende der KG. Auch die Bürgermeister der Gemeinde Swisttal, Petra Kalkbrenner zeigte sich zuversichtlich. „Ich freue mich, dass dieses historische und erhaltenswerte Gebäude in ehrenamtliche Hände kommt und die Baumaßnahmen jetzt mit ganz viel Engagement in Angriff genommen werden. Auch wenn es länger gedauert hat, bis alles unter Dach und Fach war, so können wir heute von einem gelungenen Start sprechen für Ollheim aber auch für die ganze Gemeinde.“ Eine Besonderheit hat die alte Schule, die von dem Karnevalsverein mitgekauft werden musste. „Wir sind der einzige Karnevalsverein, vielleicht sogar bundesweit, der eine Feuerwehrsirene auf ihrem Vereinsgebäude hat“, erklärte Bison. Und der Präsident der KG „Olleme Bubbelsbröder“ Wilfried Hein brachte es auf den Punkt: „Die alte Schule hatte in der Vergangenheit eine große Bedeutung in unserem Dorf und wird sie jetzt wieder erlangen. Alle Vereine können sich freuen, dass dieses Gebäude nun im Besitz der Karnevalsgesellschaft ist. Für die KG ist dies ein Jahrhundert-Werk“, konstatierte Hein.
Was die Einweihungsfeierlichkeiten im Sommer angehen würde, so werde noch zu einer separaten Feier eingeladen.
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