Allgemeine Berichte | 04.04.2018

Rheinbacher Unternehmer macht großzügige Spende

Alte Sorten bereichern die Streuobstwiese

Michael Firmenich stiftet anlässlich seines Firmenjubiläums zwölf Obstbäume

Michael Firmenich (l.) legte beim Einpflanzen des Walnussbaums mit Hand an. Mit dem Spender freuten sich dessen Tochter (2. v. r.), Bürgermeister Stefan Raetz (2. v. l.) und Stadtförster Christian Tölle.  EICH

Rheinbach. Der Anlass fiel bereits in den Herbst letzten Jahres, als es galt, das 120. Firmenjubiläum von Optik Firmenich zu feiern. Damals hatte Michael Firmenich die Idee, zwölf Obstbäume der Stadt Rheinbach zu schenken – für jede Dekade einen Baum. Damit sollte die Streuobstwiese hinter dem Forsthaus am Ölmühlenweg bereichert werden. Nach Rücksprache mit Förster Christian Tölle vom Forstamt der Stadt Rheinbach wurde das Pflanzen der Bäume auf das diesjährige Frühjahr verschoben, da seinerzeit keine Pflanzzeit war.

Am Gründonnerstag war es endlich soweit: Tölle hatte im Auftrag von Michael Firmenich zwölf Bäume in einem Baumschulbetrieb in Ramershoven ausgesucht und beschafft. Es sollten alte Obstsorten wie Birne, Kirsche, Apfel und Mirabelle, passend zur Streuobstwiese hinter dem Forsthaus, angepflanzt werden und ein Walnussbaum. „Die Bäume, die hier ausgesucht wurden, sind etwa vier Jahre alt und wurden, als sie noch sehr jung waren, veredelt. Alle Bäume bekommen einen Schutzzaun, damit sie vom Wild nicht beschädigt werden, vor allem von den Wildschweinen“, erklärte der Stadtförster. Der Pflanzort ist umgeben von alten, teils abgestorbenen Bäumen, was gewollt ist. „Hier halten sich gerne Siebenschläfer und Steinkauz auf“, so Tölle. Was nicht schwer zu verstehen ist, denn die Wiese war von Wildschweinen zerpflügt worden. Das Jahr über wird die Streuobstwiese von Biobauer Reuter bewirtschaftet, der dort vier bis fünf Rinder weiden lässt.

„Das hier ist ein nachhaltiges Projekt, das auch gerne von Kindern und Schulklassen besucht wird und veranschaulicht, wie die Natur funktioniert. Ich danke Michael Firmenich für die tolle Idee, der hier mit seiner Baumspende auch etwas für die Umwelt getan hat“ würdigte Rheinbachs Bürgermeister Stefan Raetz die Spende. Hier werde der Baumbestand verjüngt, wie es auch gerade bei der Familie Firmenich der Fall sei, fügte Raetz hinzu.

Firmenich, Tölle und Raetz griffen beherzt zur Schaufel, um den ersten Setzling, einen Walnussbaum, symbolisch in die Erde zu pflanzen. Mit dabei waren Michael Firmenichs Tochter Beatrice und Enkelin Carolina.

Firmenich, der auch Hilfsprojekte in Afrika betreut, wird die gleiche Anzahl an Bäumen in Togo pflanzen. Im Spätherbst dieses Jahres wird er wieder dort sein, um seine Togohilfe vor Ort zu unterstützen. „Da werden wir allerdings keine alten Obstsorten pflanzen. Einheimische Pflanzenarten wie Papaya, Mango, Ananas und Palmen werden vor Ort beschafft und dann dort gepflanzt“ erklärte Michael Firmenich.

Firmenich hatte bereits zu seinem Firmenjubiläum im letzten Jahr 1200 Euro an die Bürgerstiftung „Wir für Rheinbach“ und den gleichen Betrag an die Feuerwehr Rheinbach gespendet – ebenfalls angelehnt an das Jubiläum „120 Jahre Optik Firmenich in Rheinbach“.

Michael Firmenich (l.) legte beim Einpflanzen des Walnussbaums mit Hand an. Mit dem Spender freuten sich dessen Tochter (2. v. r.), Bürgermeister Stefan Raetz (2. v. l.) und Stadtförster Christian Tölle. Foto: EICH

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