Schützengilde Raubach lud zum großen Volksfest ein
Altes Brauchtum und fetzige Klänge
Schützen hatten ein dreitägiges Programm vorbereitet, das Jung und Alt gleichermaßen ansprach
Raubach. Das 66. Schützenfest richtete die Schützengilde Raubach 1951 e.V am vergangenen Wochenende in Raubach aus. Nachdem sich die Neuerung, das Fest von insgesamt vier Tagen auf drei Festtage von Freitag bis Sonntag zu verkürzen, im letzten Jahr bewährt hatte, startete das diesjährige Fest wieder am Freitagabend um 20 Uhr mit dem traditionellen Antreten der Schützen in der Gaststätte Frantzmann, um sich dann gemeinsam auf den Weg zum Festplatz zu machen. Mit dem Fassanstich wurde das Schützenfest offiziell eröffnet. Begleitet wurden die Schützen und ihre Gäste vom Blasorchester Stebach und Maischeid, das dem Ganzen den würdigen festlichen Rahmen verlieh.
Fortgesetzt wurde der Abend mit „Just the Best“, die die größten Hits der letzten Jahrzehnte mit Musikvideos auf der Großleinwand präsentierten und natürlich auch im Laufe des Abends zahlreiche Musikwünsche der Gäste erfüllten. So entstand ein abwechslungsreicher Mix aus Klassikern, Hits zum Mitsingen und Feiern und Tanzmusik. Letztlich war für absolut jeden etwas dabei, und das bunt gemischte Publikum hatte bis in den frühen Morgen Spaß.
Am Samstag um 19 Uhr begann der große Festumzug durch das Dorf mit der anschließenden Königsparade am Schmiedeplatz, der von vielen Zuschauern gesäumt wurde. Musikalisch begleitet wurde der Umzug vom Musikverein Siershahn, den Spielmannszügen aus Kleinmaischeid und Heimbach-Weis sowie dem Blasorchester Maischeid und Stebach, das schon zum zweiten Mal aufspielte.
Ab 21 Uhr startete die Sommer-Nacht-Party mit der Schlagersängerin Nora Louisa und den Wolpertinger Buam. Für den Abend, der unter dem Motto „Bayerischer Abend“ stand, hatten sich viele Gäste traditionell in Dirndl und Lederhosen gekleidet, sodass ein tolles, farbenprächtiges Bild im Festzelt entstand. Die Musiker hatten ein breitgefächertes Programm mitgebracht, und die vielen Gäste ließen sich nicht lange zum zünftigen Feiern auffordern. So dauerte es nicht lange, bis auf der Tanzfläche und auf den Bänken gerockt und getanzt wurde. Insbesondere die Raubacher Dorfjugend sorgte für Stimmung und machte beim Sirtaki angefangen bis zu Liegestützen auf der Tanzfläche alles mit.
Der Sonntag begann für die Mitglieder der Schützengilde schon früh, denn nach dem gemeinsamen Frühstück gingen sie um 10 Uhr zum Festgottesdienst bei Pastor Wolfgang Eickhoff in die evangelische Kirche in Raubach. Der Gottesdienst wurde musikalisch vom Musikverein Siershahn mitgestaltet, der die Schützen danach zum Ehrendenkmal am Schmiedeplatz begleitete, wo der 1. Vorsitzende und Major Sascha Vohl einen Kranz für die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege und ein Gesteck für die verstorbenen Mitglieder niederlegte. Nach seiner kurzen Ansprache spielte der Musikverein zum Abschluss noch die Nationalhymne, bevor sich alle gemeinsam auf den Weg ins Festzelt zum Frühschoppenkonzert machten. Im Rahmen des Konzerts fanden auch die Ehrungen der verdienten Mitglieder und Sieger des Pfänderschießens vom Wochenende zuvor statt.
Ab 13 Uhr begann bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen das Königsschießen auf den Holzadler und gegen 17 Uhr stand mit Hans Jörg Hoffmann der neue Schützenkönig fest. Erster Ritter wurde Dietrich Romich, den Titel des Zweiten Ritters konnte der 1. Vorsitzende Sascha Vohl für sich beanspruchen. Um 19 Uhr wurde der neue Schützenkönig zu Hause abgeholt und in einer festlichen Prozession zum Festzelt geleitet. Dort zog er – eskortiert von den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr mit Fackeln – zur offiziellen Königsproklamation ins Zelt ein, wo ihm zu Ehren der Große Zapfenstreich gespielt wurde, bevor ab 21 Uhr der gemütliche Teil des Abends mit der Band Vinnie Cooper begann und die zahlreichen Gäste das dreitägige Fest ausklingen ließen.
Die Schützengilde Raubach kann auf ein schönes Fest zurückblicken, dessen Wiederholung im nächsten Jahr ansteht.
Beim Sirtaki auf der Tanzfläche kam Stimmung auf.
Die Schützen gedachten der Toten der Weltkriege und ihrer verstorbenen Mitglieder.
Der Fassanstich durch Schützenkönig Martin Backhaus eröffnete das Fest am Freitagabend.
