„Mittwochsmänner“ ehrenamtlich im Einsatz in Kaisersesch

„Altes Wasserwerk“ erfolgreich zum Theater umfunktioniert

16.10.2020 - 09:13

Kaisersesch. Annähernd 7000 Arbeitsstunden haben die engagierten Akteure der sogenannten „Mittwochsmänner-Clique“ innerhalb der letzten fünf Jahre unentgeltlich geleistet, um dem „Alten Wasserwerk“ nicht nur ein neues Antlitz zu verleihen, sondern es auch zweckgebunden in eine Theaterunterkunft mit Spielraum und Kleinkunstbühne zu verwandeln. Im Jahr 2016 hatte der Theaterverein „Freilichtbühne am schiefen Turm e.V.“ in Kaisersesch besagtes Gebäude vom Kreis Cochem-Zell angekauft, um es in absehbarer Zeit als neue Unterkunft zu nutzen. Das rief dann alsbald die ehrenamtliche Truppe der „Mittwochsmänner“ auf den Plan, die sich seit Übernahme des Gebäudes jeden Mittwoch vor Ort zum Arbeitseinsatz treffen, woraus sich schließlich auch ihr Name ableitete. Waren sie bis dato während des Escher Theaterspielplans jeweils für den Bau sowie den Aufbau der zahlreichen Kulissen zuständig, so übernahmen sie nach erfolgtem Bauantrag mit anschließender Genehmigung jetzt die Verantwortung für eine echte Mammutaufgabe, die gleich mehrere Fachhandwerker erforderte. Diesbezüglich war und ist es für den agilen Verein ein Glück, dass die „Mittwochsmänner“ anhand ihrer früheren beruflichen Tätigkeit (mittlerweile sind alle im Ruhestand) die jeweils erforderlichen Fachkompetenzen aufwiesen. So galt es in der Folge mit hoher Eigenleistung und nur geringem Kostenaufwand für den Verein, das erworbene Gebäude von innen und außen neu und zweckgebunden zu gestalten. Nach Entkernung der Innenräume wurde zunächst das Dach des Anwesens neu isoliert. Im Anschluss wurden neue Fußböden und Fliesen verlegt, ein Kostümraum nebst Umkleide eingerichtet und eine professionelle Schminkecke mit Großspiegel und entsprechender Beleuchtung installiert. Dafür mussten diverse Wände und Decken neu eingezogen werden und auch für die Unterbringung von Bühnenelementen und Gerüstteilen wurden Lagerräumlichkeiten geschaffen. Dazu gesellte sich überdies ein benötigter Technikraum, ein neuer Eingangsbereich sowie moderne sanitäre Anlagen. „Ja, wie schafft man es, aus einem ausgedienten Zweckgebäude für den Wasserbau eine passende Theaterunterkunft zu machen?“ kommt von Einsatzkoordinator Helmut Mattern, langjähriger Regisseur der Kaisersescher Theateraktiven, auf Anfrage. Er schüttelt lachend den Kopf und gibt sich, nicht ohne Stolz in der Stimme, die Antwort selbst: „Indem man mit solch einer tollen und verlässlichen „Oldie-Truppe“ wie den „Mittwochsmännern“ zu Werke geht!“ „Sie alle haben maßgeblich dazu beigetragen, dass wir jetzt eine passende Unterkunft mit Spielraum haben, in welchem wir auch schon diverse Aufführungen einem begeisterten Publikum bieten konnten.“ Hervorheben möchte Mattern die Leistungen des Aktiven Willi Schrader, der sich mit seinen künstlerischen Malerarbeiten besonders hervorgetan hat. Im gleichen Atemzug nennt Mattern auch Klaus Junglas, der sämtliche anfallenden Elektroinstallationen professionell ausgeführt hat. „Natürlich haben wir mit den anderen Akteuren auch Leute mit kräftigen Händen für Abriss- und Aufbau und sonstige Facharbeiten dabei, wobei man schon von Beginn an effektiv und stets Hand in Hand gearbeitet hat und dass bis heute tut“, so Mattern abschließend. Derzeit sind die „Mittwochsmänner“ mit einer zweckmäßigen und ansehnlichen Gestaltung der Außenanlagen beschäftigt, wo in erster Linie Muskelkraft und ein grüner Daumen gefordert sind. Derweil fiebern die Bühnenaktiven des Vereins einer hoffentlich bald wieder möglichen Spielzeit mit entsprechendem Programmangebot entgegen, musste man doch die ganz großen Termine aufgrund der Corona-Pandemie, wie auch andere Vereine, leider absagen. Zu den ehrenamtlich tätigen „Mittwochsmännern“ gehören aktuell: Helmut Mattern, Uli Hesse, Matthias Schnitzler, Heinz Christ, Siggi Roscher, Klaus Junglas, Klaus Herris, Werner Lutz und Willi Schrader. te-

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Kommentare
Gabriele Friedrich:
Mit Panikmache und Drohungen kommt niemand weiter. Diese Berichte sind weder sinnvoll, noch bringen sie etwas.
Jean Seligmann:
Eine Expertengruppe von enommierten Medizinern und Gesundheits-Fachleuten warnt Bund und Länder davor die Bevölkerung mit immer neuen Drohungen darunter einen Lockdown zur Disziplin zwingen zu wollen. Sie fordern einen Kurswechsel. Es überwiege der Eindruck, „dass die Verantwortlichen auf den immergleichen Vorgehensweisen beharren und Maßnahmen sogar noch verstärken, an deren Wirksamkeit und Akzeptanz es aus wissenschaftlicher Sicht größte Zweifel geben muss“. Das führe zur „Abwendung und Flucht in falsche Heilslehren, aber nicht zu einer Verbesserung der Wirksamkeit der vorgeschlagenen bzw. angeordneten Maßnahmen“.
Karsten Kocher:
Eine hochnotpeinliche Pressemitteilung der AfD.
Stefan Knoll:
Wieder eine dieser lächerlichen Pressemitteilungen von Jan Bollinger. Wieviele Schulklassen gibt es in der Stadt Neuwied und wieviele Schulklassen im Landkreis Neuwied? Und wieviele Kino- und Theatersääle gibt es in Neuwied und Ungebung?
S. Schmidt:
Ihr "Superhelden", gegen die demokratische USA könnt ihr demonstrieren, aber wo ist eure Stimme für die vielen, Frauen und Männer, die im Namen der Religion im Iran hingerichtet werden? Wo eure Stimme für die, zumeist männlichen, Uiguren, die in chinesischen Lagern (Konzentrationslager) ihr Dasein fristen müssen? Wo für all die Hingerichteten, angeblichen Kollaborateure, im Gazastreifen oder "sonstigen" palästinensischen Gebieten?
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