Sektion Bad Neuenahr-Ahrweiler der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP)
„America First“ und die Folgen für Europa
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Am Montag, den 16. März 2026, um 19:30 Uhr, findet im Hotel zum Weinberg, Hauptstraße 62, in Bad Neuenahr-Ahrweiler ein Vortragsabend statt, der parallel auch als Zoom-Webinar übertragen wird. Herr Dr. Florian Böller wird zu dem Thema „Die Rückkehr der imperialen Präsidentschaft: Eine transatlantische Bilanz nach einem Jahr Trump II“ sprechen.
Seit Beginn seiner zweiten Amtszeit verfolgt Donald Trump eine nationale, unilaterale und interventionistische Außen- und Sicherheitspolitik nach dem Motto „America First“. Aggressive Zollpolitik, militärische Aktionen gegen Venezuela und Iran, Drohungen gegenüber Verbündeten wie Kanada und Dänemark, Austritte aus internationalen Organisationen und Abkommen sowie eine auffällige Nähe zu autoritären Führern wie Russlands Präsident Putin verdeutlichen nicht nur eine Abkehr von der Politik seines Vorgängers. Trumps Vorgehen untergräbt die verbliebenen Strukturen der liberalen Weltordnung, während Kongress und Supreme Court ihm bisher kaum Grenzen setzen. Die imperiale Machtausdehnung Trumps übertrifft dabei selbst Vorgänger wie Richard Nixon oder George W. Bush. Im Vortrag werden die Handlungsoptionen Europas, mittel- und langfristige Folgen für die transatlantischen Beziehungen, insbesondere die NATO, sowie die Wahrscheinlichkeit der Durchsetzung seiner Politik nach den Zwischenwahlen im November 2026 beleuchtet.
Dr. Florian Böller ist Senior Lecturer für Politikwissenschaft am Heidelberg Center for American Studies. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf der US-Politik, insbesondere Außen- und Sicherheitspolitik, transatlantischen Beziehungen und der Rolle von Vertrauen in der internationalen Politik. Forschungsaufenthalte führten ihn unter anderem an die University of Wisconsin-Madison und das Center for European Studies der Harvard University. Er studierte Politische Wissenschaft, Volkswirtschaftslehre und Geschichte an den Universitäten Heidelberg und Kopenhagen, promovierte in Politikwissenschaft an der TU Kaiserslautern und habilitierte an der Universität Heidelberg.
Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Angehörige, Freunde und Interessierte sind ebenfalls eingeladen. Wer nicht persönlich teilnehmen kann, erhält in der Einladungsmail oder auf der Homepage Informationen zur Anmeldung für das Zoom-Webinar.BA
