Allgemeine Berichte | 09.11.2016

Winninger Weinkeller verwandelte sich in Hexenkessel

Amerikaner feierten „Halloween“ an der Mosel

Bunt gemischt - deutsche und amerikanische Gäste feierten gemeinsam an „Halloween“ im Hexenkessel WWK.privat

Winningen. Dem Anlass entsprechend, zogen am Abend des 31. Oktobers u. a. als Hexen und Gespenster verkleidete Kinder durch die Straßen von Winningen, um an den Türen der Häuser nach dem Ruf „Süßes oder Saures“ etwas zu erhalten - heißt: Entweder wurde ihnen geöffnet und ließ sie auf Süßigkeiten verschiedener Art hoffen - oder sie standen vor verschlossenen Pforten und waren darüber - sauer! Das dem Kindesalter entwachsene feierfreudige Publikum zog es an diesem Abend in die Winninger Unterwelt. So erschienen nicht nur grauslig anmutende Widergänger, sondern auch verführerisch weibliche Teufelchen und sowie einige Gruftis in den thematisch dekorierten WWK (Winninger Weinkeller), einer an der Untermosel bekannten Musik- und Event-Location. Wie es der Zufall wollte ankerte taggleich ein Flusskreuzfahrtschiff in Winningen. Ein Teil der Passagiere und Besatzungsmitglieder - allesamt amerikanische Staatsbürger - nutzten die Gelegenheit - natürlich einem ihrer „höchsten Feiertage“ angepasst - kostümiert - hier mit den deutschen „Halloweennachkömmlingen“ zu feiern.

Es war teilweise erstaunlich, welche Mühe einige der Feiernden aufgewendet hatten, um sich ein originelles Kostüm auszudenken, um sich für diesen Mottoabend zu verkleiden. Mochte man doch dem ein oder anderen der Gäste in dieser Aufmachung nicht in einer dunklen Gasse begegnen wollen. Bis in die frühen Morgenstunden wurde (friedlich) miteinander getanzt, getrunken und gesungen. „It`s a wonderful Party“, so der uneingeschränkte Konsens der amerikanischen Gäste. Für sie war der Besuch im WWK eine gelungene Veranstaltung, über die sie nach ihrer Rückkehr in die Staaten positiv zu berichten wissen. Ausserdem bestätigt es wieder, das „Mosel-Kreuzfahrer“ auch durch das „All-Inclusive-Angebot“ an Bord, sich nicht davon abhalten lassen auch örtliche Lokalitäten zu besuchen.

Historie

„Halloween“ werden Volksbräuche genannt, welche in der Nacht vom 31. Oktober zum 1. November eines Jahres gefeiert werden. Dieses Brauchtum stammt, wie angenommen wird, ursprünglich aus Irland und wurde durch Einwanderer in die USA mitgebracht. Vermutet wird der tatsächliche Ursprung allerdings weit früher in Riten aus der Mythologie der Kelten. Der Religionstheologe James Frazer nennt in einem seiner Werke von 1922 Halloween als „altes heidnisches Totenfest mit einer dünnen christlichen Hülle“! ... denn, dass das Fest ein Dorn im Auge der Kirche war und ist, ist leicht nachvollziehbar. Seit den 1990er Jahren verbreiten sich die Halloweenfeiern auch hier. Leider oft mit einem schalen Nachgeschmack bzgl. der mit dem Feiern verbundenen Vandalismus und den z. Zt. in den gleichen Sack zu steckenden Gruselclowns. Doch alle diejenigen, welche - nicht nur zu diesem Anlass - friedlich und aggressionsfrei und ohne Frage nach Herkunft miteinander feiern wollen, sollten sich von solch üblen Aus- wüchsen nicht beeinflussen lassen.

Bunt gemischt - deutsche und amerikanische Gäste feierten gemeinsam an „Halloween“ im Hexenkessel WWK.Foto: privat

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