Premiere: Salonabend in der StadtGalerie
An Parkinson erkrankte Schriftstellerin Lilli di Gernand liest
Neuwied. „Salonabend“ – mit diesem neuen Angebot lockt die StadtGalerie erstmals am Donnerstag, 25. April, Kunstinteressierte in ihre Räume. Was ist das Besondere am neuen Format? Galerieleiterin Benita Roos erläutert: „Beim Salonabend werden Künstler und Künstlerinnen unterschiedlicher Genres auftreten, die entweder aus Neuwied stammen, hier wohnen oder eine engere Verbindung zur Deichstadt haben. Termin ist immer der letzte Donnerstag eines Monats; es sei denn, der ist ein Feiertag.“
Die Premiere Ende April bestreitet die 1954 in Neuwied geborene Schriftstellerin Ute Gernun-Decker alias Lilli di Gernand. Nach ihrem Abitur studierte sie in Marburg und Gießen Rechtswissenschaften, arbeitete mit jugendlichen Strafgefangenen, arbeitete als Rechtsanwältin in Hamburg und absolvierte zudem eine Ausbildung zur Mediatorin. Im Jahr 2003 diagnostizierten die Ärzte bei ihr Morbus Parkinson; ein Schicksal, das di Gernand mit 420.000 Menschen in Deutschland teilt. Die Folge: Die Juristin zieht es nach Italien, um dort „intensiver und bewusster zu leben“. Sie hat sich nach eigenen Worten immer mit den Fragen an das Leben auseinandergesetzt, zumeist unter Verwendung literarischer Mittel und denen der bildenden Kunst. Di Gernand veröffentlicht in der Folge das Buch „Hokus Fokus Parkinson“. Darin schreibt sie sich, oft in Gedichtform, Angst und Trauer von der Seele. Bei ihren Lesungen nimmt sie die Zuhörer mit auf eine sehr emotionale Reise. Die Historikerin und Fernsehjournalistin Sigrid Faltin spricht einleitende Worte.
Die Lesung beginnt um 19 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf in der Tourist Information und in der StadtGalerie in der ehemaligen Mennonitenkirche aus dem Jahre 1768. Der nächste Salonabend ist für den 23. Mai geplant.
Pressemitteilung der
Stadtverwaltung Neuwied
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