Finale bei „The biggest Emser“
And the winner is ... Marius Böttcher!
Vier schwere Jungs haben insgesamt „mehr als eine Trainerin“ abgespeckt
Bad Ems. Vier Bad Emser im Gesamtgewicht von satten 575(!) Kilogramm einte ein gemeinsames Ziel: Schwitzen für die eigene Vereinsjugend! Innerhalb von drei Monaten sollten mit dem Wellpeak-Betreuungsprogramm der Emser Therme die Pfunde schmelzen und der Fitnesszustand erhöht werden. Marius Böttcher ging seit dem 13. Februar für den Judoverein in den Wettkampf, Bodo Wieseler hielt die VFL-Fahne hoch, Jens Clos startete für die Feuerwehr und Willi Willig vertrat den Bartholomäusmarktverein. Im „Pott“ lagen rund 1.700 Euro von diversen Sponsoren - der „Beste“ erhält den Wetteinsatz für die Jugendabteilung seines Vereins.
Und seit Kurzem steht fest: Der eindeutige und überragende Sieger des Wettbewerbs ist Marius Böttcher – beziehungsweise: Die Jugendabteilung des Judo Clubs Bad Ems! Der 48-jährige Kadenbacher hat „das Ding in allen Kategorien gewuppt“. Satte 23,4 Kilogramm hat Böttcher im Wettbewerb abgenommen. „Ganz wichtig: Dabei hat er zwar zunächst auch Muskelmasse verloren, die aber durch konsequentes Training wieder aufgebaut und sogar noch leicht erhöht“, lobt Abteilungsleiterin Alice Augenstein vom FitnessPanorama in der Emser Therme. Die Emser Therme hat den Wettbewerb durch vier Mitgliedschaften im hauseigenen FitnessPanorama mit individuellem Training, persönlicher Beratung und einem Beitrag zum Gesamttopf unterstützt.
Doch zurück zum „Biggest Emser“: Viel wichtiger für die Gesamtbeurteilung und für die Gesundheit als die reine Gewichtsabnahme ist das „gesunde“ Abnehmen. Marius hat in den 90 Wettkampftagen 23,7 Kilo Körperfett abgebaut, ganz besonders viel davon im Bereich des so genannten „Viszeralfetts“, des „schlechten“ Bauchfetts. Und: Er hat den Anteil des Körperwassers – wie übrigens alle Kontrahenten – gesteigert und damit verbessert. Obendrein staubt Böttcher aber auch noch die Fleißnote ab – satte 69 Mal hat er die Trainingsmöglichkeiten genutzt.
Ähnlich fleißig war da nur noch der Feuerwehrmann Jens Clos, der insgesamt 16,2 Kilo abgespeckt hat und dabei auch grade mal 10,9 Kilogramm reines Körperfett, also - um mal einen Vergleich zu bemühen - rund 22 Pakete Butter, bei 57 Trainings gelassen hat. An der Stelle muss natürlich noch bemerkt werden, dass Jens runde zwei Wochen später in den Wettkampf eingestiegen ist – Hut ab!
Von der Trainingshäufigkeit folgt dann der Marktmeister des Bartholomäusmarktvereins Willi Willig, der bei „nur“ 37 Trainingseinheiten 13,1 Kilo gesamt, und davon 9,5 Kilo Körperfett, verloren hat.
Am effektivsten ist das Verhältnis Trainings zu Erfolg beim VFL-Vertreter Bodo Wieseler: Mit nur 12 Trainingseinheiten in drei Monaten hat er 10,6 Kilo Körperfett und dank dezentem Muskelaufbau 9,5 Kilo gesamt verloren. „Den Bodo hat als jüngsten Teilnehmer sein sehr aktiver Stoffwechsel gerettet – nicht auszudenken, was da passiert wäre, wenn er sich an den Trainingsplan gehalten hätte“, schmunzelt Trainerin Alice Augenstein. Natürlich sind die vier Kontrahenten unter verschiedensten Voraussetzungen ins Rennen gegangen, die auch ihre Berücksichtigung finden müssen. Das Lebensalter spielt in diesem Zusammenhang genauso eine Rolle, wie zum Beispiel die Relation zum Eingangsgewicht. Doch auch die prozentuale Betrachtung unterstreicht das überragende Ergebnis von Marius, der in 90 Tagen 15,1 Prozent seines Körpergewichts verloren hat. Es folgen Willig mit minus 10,9 Prozent, Clos mit 9,1 Prozent weniger und der vergleichsweise eher leichte Wieseler mit 8,3 Prozent weniger Gewicht.
Am Ende des dreimonatigen Wettbewerbs haben die vier Biggest Emser gemeinsam über 62 Kilo abgenommen, was – normalerweise nennt man das Gewicht einer Frau ja nicht, aber in diesem Fall ist die Relation entscheidend - ein wenig mehr als dem Gewicht der Cheftrainerin entspricht. Die ist übrigens mit ihren Schützlingen, mit dem einen mehr, mit dem anderen etwas weniger, zufrieden: „Eigentlich haben alle Vier gewonnen. Sie haben in den drei Monaten einiges für ihre Gesundheit getan. Alle vier haben deutlich Gewicht reduziert und alle vier haben den Fitnesszustand ihres Körpers deutlich verbessert. Jetzt muss sich nur noch zeigen, ob sie den „inneren Schweinehund“ auch dauerhaft bezwingen können und weiter am Ball bleiben.“
Willi Willig
