Allgemeine Berichte | 28.03.2020

Initiative in Andernach will ältere Menschen vor einer Ansteckung mit Covid-19 schützen

Andernach hilft: Einkaufsservice für Senioren ins Leben gerufen

Symbolbild. Foto: Pixabay

Andernach. Freiwillige aus Andernach haben unter dem Namen „Andernach hilft„ einen kostenlosen und bargeldfreien Einkaufsservice für Senior*innen ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist es, ältere Menschen vor einer Ansteckung mit Covid-19 zu schützen, indem der Weg zum Supermarkt von jungen Menschen übernommen wird. Unterstützt wird die Initiative von vielen ehrenamtlich arbeitenden Menschen, der Pfarreiengemeinschaft Andernach und ansässigen Unternehmen. Covid-19 hat Deutschland immer noch fest im Griff. Für viele Mitbürgerinnen und Mitbürger ist diese Situation eine große Herausforderung und vor allem ältere Menschen sind nun auf Hilfe angewiesen. Denn einerseits wird ihnen auf Grund der drastischen Erkrankungsverläufe dringend empfohlen, zuhause zu bleiben, andererseits haben sie aber auch häufig niemanden, der jetzt an ihrer Stelle für sie einkaufen gehen könnte. „Andernach hilft„ hat deswegen einen Einkaufsservice für Senior*innen und Menschen mit  Vorerkrankungen organisiert, um diese vor einer möglichen Ansteckung mit Covid-19 zu schützen. Der Service ist kostenlos und läuft aus Gründen des Infektionsschutzes vollkommen ohne Bargeld ab.

Wo können sich Senior*innen melden?

Menschen, die zur oben genannten Risikogruppe zählen und niemanden haben, der für Sie einkaufen gehen kann, können sich im Pfarrbüro der Pfarreiengemeinschaft Andernach unter der Telefonnummer 02632/4998750 oder unter der extra eingerichteten  Email-Adresse: info@andernachhilft.de melden. Das Pfarrbüro nimmt die Daten dann in eine Liste aufund koordiniert die Einkäufe. Voraussetzung ist, dass eine Einverständniserklärung unterschrieben und ein SEPA-Lastschriftmandat erteilt worden ist.

Wie funktioniert es?

Die Kreissparkasse Mayen hat ein Treuhandkonto eingerichtet, Steuerberater Clemens Helf ist der Treuhänder. Mit diesem Konto ziehen wir nach erklärtem Einverständnis und erteiltem Lastschriftmandat von den Senior*innen einmalig 100 Euro ein. Diese 100 Euro sind das Einkaufsguthaben, mit dem wir einkaufen gehen. Nach dem Einkauf erfolgt ein weiterer Geldeinzug in Höhe des Einkaufswertes, damit das Guthaben wieder bei 100 Euro liegt. Wenn die Hilfe des Einkaufservices nicht mehr benötigt wird, wird der Anfangsbetrag von 100 Euro wieder an die die Kunden zurücküberwiesen. „Andernach hilft„ macht also keinen Gewinn. Damit der ganze Prozess wirklich ganz ohne Bargeld abläuft, werden die Freiwilligen an der Kasse kontaktlos mit EC-Karte bezahlen. Der Betrag wird nach Erledigung des Einkaufs noch am selben Tag von dem Treuhandkonto an die Freiwilligen zurück überwiesen. Alle Helfenden werden nach Unterzeichnung einer Einverständniserklärung registriert und erhalten einen Ausweis mit Stempel der Pfarreiengemeinschaft Andernach.

Zusammen sind wir stark!

„Andernach hilft„ wird maßgeblich unterstützt von folgenden Einrichtungen: der Pfarreiengemeinschaft Andernach, die alle Einkäufe koordiniert und die Ausweise für die Freiwilligen ausstellt, dem REWE-Markt Nico Grunert, der für alle Freiwilligen Kartons und Kühltaschen bereitstellt, der Kreissparkasse Mayen, die kostenfrei ein Treuhandkonto für die Initiative eingerichtet hat und Steuerberater Clemens Helf, der sich um die Finanzen kümmert. Wir freuen uns über weitere Einkaufshelfer*innen unter info@andernachhilft.de und bitten darum, diesen Service bei älteren Menschen in Ihrer Nachbarschaft bekannt zu machen.

Pressemitteilung Andernach hilft

Symbolbild. Foto: Pixabay

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