Allgemeine Berichte | 24.01.2025

Faszinierende Einblicke in die Welt der Esskultur im römischen Rheinland

„Andernach in aller Munde!“

Unter dem Titel „Ernährung im römischen Rheinland - Zu Tisch im Andernach der Römerzeit!“ wurde die erfolgreiche Vortragsreihe des Andernacher Stadtmuseums am vergangenen Freitag fortgesetzt. Foto: Dr. Seebert / Stadtmuseum Andernach

Andernach. Unter dem Titel „Ernährung im römischen Rheinland - Zu Tisch im Andernach der Römerzeit!“ wurde die erfolgreiche Vortragsreihe des Andernacher Stadtmuseums am vergangenen Freitag fortgesetzt. Für den jüngsten Vortrag konnte mit Frau Dr. Tanja Zerl eine international renommierte Wissenschaftlerin aus dem Fachbereich „Archäobotanik“ gewonnen werden. Die Archäobotanik untersucht pflanzliche Reste aus archäologischen Befunden, so zum Beispiel Kerne, Schalen, Körner und Pollen. Aus diesen eigentlich unscheinbaren Sachzeugen können mithilfe wissenschaftlicher Untersuchungsmethoden wichtige Erkenntnisse über die Lebenswelt der Vergangenheit gewonnen werden. Dr. Tanja Zerl arbeitet am Labor für Archäobotanik an der Universität Köln und gehört zu den international renommiertesten Wissenschaftlern auf diesem Gebiet.

In ihrem kurzweiligen Vortrag stellte die Referentin nicht nur die wichtigsten Erkenntnisse ihrer Forschungen vor, sondern auch die bedeutendsten Kulturpflanzen der Römer: Neben Wein brachten die Römer Ende des 1. Jahrhunderts v.Chr. unter anderem auch das Kulturobst, zahlreiche Würzkräuter und den intensiven Anbau von Dinkel ins Rheinland. Zur Getreideernte verwendeten die Römer auch in unserer Region bereits vor fast 2.000 Jahren „vallus“ genannte Erntemaschinen. Bald schon war auch in unserer Region für die, die es sich leisten konnten, eine gehobene Tischkultur nach römischem Vorbild eingezogen: Über das ausgeklügelte Fernhandelsnetz wurden zum Beispiel in großen Mengen Feigen, Oliven und Mandeln aus dem Mittelmeerraum an den Rhein importiert. Auch exotische Gewürze wie z.B. der in Indien wachsende Pfeffer waren im Rheinland während der Römerzeit schon bekannt und für die gesellschaftlichen Eliten erhältlich.

Fast 100 Besucherinnen und Besucher besuchten den Vortrag im voll besetzten Gewölbesaal des Historischen Rathauses der „Essbaren Stadt“. Auch in Andernach waren im Rahmen der Grabungen auf dem ehemaligen Weissheimer-Gelände (heute Historischer Garten) sowie auf dem Schumacher-Gelände (heute Parkgarage am Runden Turm) vor einigen Jahren ebenfalls viele organische Befunde freigelegt worden.

Wer sich weiter über die faszinierende Esskultur im römischen und frühmittelalterlichen Andernach informieren möchte, dem sei der neue Andernacher Beitrag „Andernach in aller Munde“ empfohlen, der im Stadtmuseum sowie im regionalen Buchhandel erhältlich ist.

Unter dem Titel „Ernährung im römischen Rheinland - Zu Tisch im Andernach der Römerzeit!“ wurde die erfolgreiche Vortragsreihe des Andernacher Stadtmuseums am vergangenen Freitag fortgesetzt. Foto: Dr. Seebert / Stadtmuseum Andernach

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Boomerang : In Güls wird ein Bäumchen gepflanzt das dann Generationen brauch um was für die Umwelt zu tun. Dafür klopft man sich dann selbst auf die Schulter, um davon abzulenken das gegenüber 35 in (Worten FÜNFUNDDREI?IG)...
  • Boomerang : Die Demokratie schützen in dem man Meinungen zensiert, Parteien verbieten will, die Bevölkerung spaltet, anders denkende diffamiert, den Willen einer Mehrheit missachtet und für demokratiefeindlich erklärt, Berichterstattung nur einseitig zulässt.

Bahnhof Engers wird barrierefrei

  • Gitta Meyer: Und wenn nur 2 ode 3 Menschen leicht an dem Zug ran und reinkommt ist es das wert. Ich habe einen Mann ,der behindert ist,und im Rollstuhl sitzt. Da sind mir die Mäuse egal. Es kann sich keiner vorstellen ,wenn.man nicht selbst betroffen ist.
  • Hildegard DÖTSCH : Wurde im Vorfeld geprüft, wieviel beeinträchtige Menschen täglich den Bahnhof/ die Züge nutzen würden/wollen? Die Rodung bringt eine Vielzahl an Vögel, die in den Birken lebten in Bedrängnis. Auch Kleintiere, Eidechsen, Mäuse etc.
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Gesundheitsexperten in Bad Neuenahr-Ahrweiler
Holz Loth-Entsorgung
Eröffnungsanzeige - für WZ, AS
Wir helfen im Trauerfall
Wir helfen im Trauerfall
Wir helfen im Trauerfall
Stellenanzeige Klimaschutzmanager
Wahlanzeige 2 von 6
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Sonderseite Gesundheitsexperten Bad Neuenahr-Ahrweiler
Imageanzeige
Dauerauftrag 2025
Dienstleistungen
Dauerauftrag 2026
Daueranzeige (Februar 26)
Närrische Preise
Innovatives aus der VG Weißenthurm
Sachbearbeiter
Veilchendienstag & Aschermittwoch - Heringsessen
Titelanzeige
Stellenanzeige Disponent
Stellenanzeige
Titelanzeige "Torsten Welling"