Allgemeine Berichte | 14.05.2013

19. Austauschfahrt des Vinzenz-Pallotti-Kollegs Rheinbach nach Ungarn

"Anders aber gut!"

Ungarische und deutsche Schülerinnen und Schüler am Imre Nagy Denkmal in Budapest. privat

Rheinbach. „Hier sind die Schlaglöcher noch tiefer und noch zahlreicher als bei uns”, spürten Ann Dänner (9a) und Silvia Waldinger (9d) bereits bei der Anreise zum Piaristen-Gymnasium ins ungarische Kecskemét Ungewohntes. Und Lukas Voos (9b) als auch Racine Wolber (9a) bemerkten unüberhörbar die Existenz von befahrenen Eisenbahnlinien: „Die Züge hupen dauernd, sind äußerst laut und wackeln sehr.”

Authentische Landeskunde

Um die authentischen landeskundlichen Erfahrungen der deutschen Delegation des Vinzenz-Pallotti-Kollegs und des St. Joseph-Gymnasiums aus Rheinbach unter der Leitung von Andreas Fiedel und Bernhard Vogt während des diesjährigen Schüleraustausches mit dem Piaristen-Gymnasium in Kecskemét weiter zu vertiefen, hatte Jószef Talmácsi, Deutschlehrer und Chefkoordinator in Personalunion, ein anspruchsvolles und umfangreiches Arbeits- und Besichtigungsprogramm zusammengestellt. Vormittags berichteten die deutschen Schülerinnen und Schüler im regulären Deutsch- und Englischunterricht im Piaristen-Gymnasium über Deutschland. Nachmittags folgten Stadterkundungen und Projektaufträge in deutsch-ungarischen Arbeitsgruppen.

Ein Tag für die Musik

Ein Tag war dem Thema „Musik” gewidmet. Das Musikpädagogische Institut „Kodály Zoltán” war zusammen mit ihren Partnerschülerinnen und -schülern dabei ein Ziel der Rheinbacher Austauschgruppe. Soma Sipos, Musikhistoriker an der Hochschule, erläuterte die Bedeutung des Namensgebers: Zoltàn Kodály, einer der berühmtesten ungarischen Komponisten, ist in Ungarn in Kecskemét geboren. Vor allem mit der Schaffung eines neuen Musikpädagogikstils machte er sich einen Namen in der Weltöffentlichkeit. Seine Vorgehensweise wird heutzutage in nahezu jedem Land angewendet. Zudem sammelte er ungarische Volksmusik und versuchte, deren Prinzipien in die moderne Musik zu integrieren. Abgerundet wurde das Arbeitsprogramm durch den Besuch der Musikinstrumentensammlung von Leo Leskowsky, bei dem exotische Instrumente nicht nur bestaunt und gehört, sondern auch von den Schülerinnen und Schülern gespielt werden durften.

Ein Besuch in Budapest

Natürlich war die Hauptstadt Budapest Ziel eines Arbeitsbesuches. Die Donaustadt wartete dabei mit unzähligen Sehenswürdigkeiten auf, dem Parlament, der Stephansbasilika und der Budaer Burg, alles wundervoll zu überblicken vom Gellértberg, einem der Hügel des Stadtteils Buda, auf dessen Spitze die Freiheitsstatue steht. Budapest versprühte auf jeden einzelnen Reisenden ein einzigartiges Flair, das in der Welt seinesgleichen sucht.

Abschied nach acht Tagen

Nach acht interessanten und lehrreichen Tagen hieß es, von den Gastfamilien und Partnerschüler Abschied zu nehmen. Leo Vortmann (9d) kann die Erfahrung nur weiterempfehlen und auch Anna Busse (9a) ist froh, an dem Austausch teilgenommen zu haben. Für Mari Uzoukwo (9b) ist Ungarn nicht unbedingt das Land, in dem viele Deutsche Urlaub machen würden: „Aber genau deshalb kann ich nur empfehlen, diese einmalige Chance zu nutzen, da Ungarn sehenswerter und exotischer ist, als man denkt. Anders, aber gut.”

Tim Reimer,

Jahrgangsstufe 10

Ungarische und deutsche Schülerinnen und Schüler am Imre Nagy Denkmal in Budapest. Foto: privat

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