Allgemeine Berichte | 10.10.2017

Kaiser Ruprecht Bruderschaft begeht den Nationalfeiertag

Andreas Biebricher spricht über die Rolle Deutschlands in Europa

Andreas Biebricher während seiner Festrede zur Rolle Deutschlands in Europa.Klaus-Dieter Schmidt

Rhens. Am Tag der Deutschen Einheit gedachte die Kaiser Ruprecht Bruderschaft zu Rhens traditionell mit einer stilvollen Feierstunde der deutschen Vereinigung im Jahr 1990. Bruderschaftskanzler Alexander Thon M.A. freute sich, mehr als 130 Gäste von nah und fern am Königsstuhl über Rhens begrüßen zu können. Zahlreiche Mitbrüder insbesondere aus Rhens, Koblenz und Lahnstein, aber auch aus der ganzen Bundesrepublik waren eigens angereist. Erfreulicherweise spielte auch das Wetter mit und bedachte die Veranstaltung mit Sonnenstrahlen. Umrahmt wurde die gesamte Veranstaltung traditionell vom Musikverein Concordia Rhens unter der Leitung von Christoph Weber.

Führungsrolle des vereinten Deutschlands in Europa

Nach Einführung und Begrüßung der Gäste durch den Kanzler und einem Grußwort des Rhenser Stadtbürgermeisters Raimund Bogler, der eindrücklich auf die hohe Bedeutung der Vereinigung für die Gegenwart verwies, übernahm Andreas Biebricher (Koblenz) den Festvortrag. Der bekannte Politiker, von Haus aus Historiker und Politikwissenschaftler, lenkte in einer kurzen Rückschau Blick und Gehör der Anwesenden zunächst ebenfalls auf Bedeutung und Rolle des Tages der deutschen Einheit. Davon ausgehend – und das sollte der Kern seiner Ausführungen werden – schilderte er dann die politische Entwicklung Europas seit 1990, die schließlich dazu geführt habe, dass das vereinte Deutschland heute eine Führungsrolle einnimmt. Diese Führungsrolle sei nicht etwa das Resultat deutscher Wünsche nach europäischer Hegemonie, sondern vielmehr ausschließlich als Ergebnis der letzten Jahrzehnte unserem Land schlicht zugefallen. Souverän vollzog Biebricher die Entwicklungslinien europäischer Politik nach und vermochte mit einer Spur von Bedauern zu zeigen, dass sowohl die Partnerschaft Frankreich – Deutschland als auch das ebenfalls in Frage kommende Großbritannien letztlich aus ganz verschiedenen Gründen nicht in der Lage waren, sich als wirkmächtig an die Spitze der europäischen Wirtschafts- und Wertegemeinschaft zu stellen. Demzufolge sei es nun – gewollt oder ungewollt – Deutschland allein, dass die Führungsrolle zu übernehmen habe. Das Wort „führen“, so der Referent mit ganz richtiger Einschätzung, müsse dabei nicht im historisch belasteten Sinne, sondern als gegenüber sich selbst und den anderen Staaten verantwortliches, vorbildhaftes Vorangehen verstanden werden.

Für Deutschland selbst bedeute und erfordere dies aber eine offene Diskussion über ein außen- und sicherheitspolitisches Konzept und angemessene Maßnahmen wie etwa eine Ausrichtung und Anpassung der lange Zeit vernachlässigten Bundeswehr an die zu leistenden gesamteuropäischen Aufgaben. Lang anhaltender Applaus der Anwesenden belohnte Biebricher für seine nachdrücklichen, aufrüttelnden und weitsichtigen Ausführungen.

Traditioneller Friedensgruß

Im Anschluss sprach Astrid Sibbe, Oberstudienrätin am Koblenzer Max von Laue-Gymnasium, in Vertretung der erkrankten Rhein-Lahn-Nixe den traditionellen Friedensgruß, der von Rhens aus in die Welt geht und der Hoffnung auf Versöhnung und harmonisches Zusammenleben der Völker Ausdruck gibt. Nach Absingen der deutschen Nationalhymne bedankte sich Bruderschaftskanzler Thon bei allen Beteiligten, darunter Verbandsgemeindebürgermeister Bruno Seibeld, Bürgermeister Adalbert Dornbusch (Lahnstein) sowie Abordnungen der Burschenschaft Rheno Westfalia aus Koblenz und der Schützengesellschaft Waldesch für ihr Mitwirken und Kommen.

Mit einem Umtrunk und bei angeregten Gesprächen endete die gelungene Veranstaltung erst lange Zeit nach dem offiziellen Abschluss.

Pressemitteilung der

Kaiser Ruprecht Bruderschaft

Andreas Biebricher während seiner Festrede zur Rolle Deutschlands in Europa.Foto: Klaus-Dieter Schmidt

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