Bürgermeister Wolfgang Lambertz spricht von einer unzumutbarer Situation:
Cochem: Hotelbrand offenbart gravierende Mängel
Cochem/Landkern. Der Brand im Hotel Weißmühle am vergangenen Mittwoch hat erneut erhebliche Defizite in der Mobilfunk- und auch der Sprechfunkversorgung im Enderttal offengelegt. Insbesondere für die eingesetzten Rettungskräfte führte die unzureichende Netzabdeckung zu erheblichen Kommunikationsproblemen und einem erhöhten Koordinationsaufwand.
Die betroffene Strecke im Enderttal zwischen Cochem und Landkern zählt zu den wichtigsten Verkehrsverbindungen in Richtung Cochem. Dennoch bestehen dort weiterhin großflächige Funklöcher. Im Ernstfall kann dies nicht nur die Arbeit der Einsatzkräfte erschweren, sondern auch für Bürgerinnen und Bürger lebensgefährliche Folgen haben.
So besteht beispielsweise bei Verkehrsunfällen die Gefahr, dass Betroffene keine Möglichkeit haben, einen Notruf abzusetzen. In solchen Situationen sind sie unter Umständen gezwungen, weite Strecken zurückzulegen – sofern sie dazu überhaupt in der Lage sind – um einen Notruf abzusetzen oder auf die Hilfe anderer Verkehrsteilnehmer angewiesen.
Bürgermeister Wolfgang Lambertz: „Die Problematik ist seit Jahren bekannt. Bereits in der Vergangenheit habe ich wiederholt bei Mobilfunkanbietern auf die unzureichende Netzabdeckung hingewiesen. Der aktuelle Vorfall unterstreicht jedoch erneut die Dringlichkeit des Handlungsbedarfs.“
Vor diesem Hintergrund hat Lambertz nun Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, schriftlich aufgefordert, entsprechende Maßnahmen einzuleiten und den Ausbau der Mobilfunknetze in diesem Anschnitt gezielt voranzutreiben.
Lambertz: „Funklöcher dieser Art sind in der heutigen Zeit nicht hinnehmbar und müssen zeitnah beseitigt werden, um die Sicherheit der Bevölkerung sowie die Einsatzfähigkeit der Rettungskräfte nachhaltig zu gewährleisten.“ BA
