Firmgruppe Kath. Gemeinde Meckenheim
Angst vor dem Kreuz?
Christenverfolgung in der Gegenwart als Projekt der Firmvorbereitung
Meckenheim. „Die Angst sitzt tief bei Regina N. aus Nigeria. Sie kann kaum sprechen. 2012 verlor sie ihren Ehemann. Er fiel einem Selbstmordanschlag der islamistischen Terrorsekte Boko Haram zum Opfer. Ihr Ehemann, ein engagierter Katholik hatte am Eingang der Pfarrkirche die Besucher des Sonntagsgottesdienstes kontrolliert. So versuchen sich die Gemeinden dort vor Terroranschlägen zu schützen. Nun fehlt der Ernährer für Frau und Kinder...“ (Quelle Missio)
Solche und andere Schicksale waren es, mit denen sich 25 Jugendlichen im Rahmen eines Projektes als Firmgruppe befassten. Unterstützung erhielten sie von „Missio“ und „Open Doors“. Für die Gottesdienstbesucher gestalteten sie Schautafeln mit der Darstellung von Schwerpunktländern. Zentraler Mittelpunkt ist der Verfolgungsindex 2016, den Open Doors veröffentlichte.
Zur Verinnerlichung des Problems der bedrängten Christen verteilten sie zu den Gottesdiensten zu Pfingstsonntag und Fronleichnam rote Filzkissen. Jedes Kissen symbolisierte einen Platz für einen Christen, der wegen Verfolgung seines Glaubens nicht am Gottesdienst teilnehmen kann. Viele Gottesdienstbesucher beteiligten sich an einer Postkartenaktion. Mit diesen Postkarten wollen die Firmlinge die Freilassung von Asia B. unterstützen. Sie sitzt seit Jahren in Pakistan im Gefängnis, wenn auch nicht mehr in der Todeszelle, so doch immer noch hinter Gittern.
Für die Jugendlichen war es interessant zu erfahren, dass die freie Ausübung der Religion keine Selbstverständlichkeit ist. Während man manchmal mit der Kirche einfach nur nicht zufrieden ist, müssen andere Menschen für ihren Glauben um ihr Leben fürchten. Auch in Deutschland liest man immer wieder von Vorkommnissen, bei denen christliche Flüchtlinge von Andersgläubigen bedrängt werden.
Im September werden die Firmlinge nach Berlin reisen. Auf dem Programm stehen Gespräche mit Politikern. Die Firmlinge
der Firmgruppe „KLEIN“
