Zehnthofverein Odendorf hatte eingeladen
Anspruchsvoller Kammermusik-Abend erntete viel Applaus
Das Schöbel-Quartett trat diesmal als Quintett auf
Odendorf. Gut besucht war der Kammermusik-Abend zum Abschluss der diesjährigen Veranstaltungsreihe des Zehnthofvereins Odendorf. Schließlich hatte das rührige Veranstaltungsteam um die Vorsitzende Dr. Maria Burger gern gesehene musikalische Gäste dazu eingeladen. Ist doch das „Schöbel-Quartett“ schon eine feste Größe in Odendorf, diesmal traten die Musiker um Heinz Schöbel, der bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2000 im Orchester der Beethovenhalle Bonn aktiv war, sogar als Quintett auf. Allerdings erst nach der Pause, denn da stieß Klarinettistin Beate Konietzny zu den vier Streichern dazu. So hatte man die ideale Besetzung für Wolfgang Amadeus Mozarts Klarinetten-Quintett A-Dur KV 581 beisammen, aus dem vier Sätze gespielt wurden. Beate Konietzny gelang es dabei auf beeindruckende Art und Weise, ihrem Instrument Leben einzuhauchen und den Zuhörern nachdrücklich verständlich zu machen, wieso Mozart eine so tiefe Zuneigung zu diesem Instrument empfand. Im ersten Teil des Konzertes jedoch war das Schöbel-Quartett mit Heinz Schöbel und Peter Bruns (Violine), Gertrud Schmidt (Viola) und Berenike Langmaack (Violoncello) sozusagen in „Original-Besetzung“ am Werk und fesselte seine Zuhörer gleich mit Joseph Haydn Streichquartett Opus 1 Nr. 6. Es schloss sich das modernere Streichquartett a-moll Opus 7 von Eugen d’Albert an. Das Schöbel-Quartett präsentierte sich an diesem Abend als prima eingespielter, homogener Klangkörper mit der Fähigkeit, zwischen gemessener Ruhe und leidenschaftlicher Beweglichkeit gekonnt zu variieren. Der langanhaltende Applaus des Publikums war ein mehr als verdienter Dank für einen musikalisch anspruchsvollen Abschlussabend.
