Fidele Burgfrauen Wormersdorf hatten Grund zum Feiern
Antonia I. herrscht über die kleinen und großen Jecken
Wormersdorf. Antonia I. (Bois) herrscht ab sofort über alle großen und kleinen Jecken im „Land der Liebe“. Die Kinderprinzessin wurde in einer sehr gut besuchten Proklamationssitzung in der Turnhalle feierlich von Ortsvorsteher Klaus Beer, Bürgermeister Stefan Raetz, Vizebürgermeister Claus Wehage, Vize-Landrätin Silke Josten-Schneider, Grundschul-Rektorin Nicole Jaax sowie der Ortsausschuss-Vorsitzenden Martina Zavelberg-Pütz feierlich proklamiert. Da es in dieser Saison keine erwachsene Tollitäten gibt, kann sie als Alleinherrscherin bis Aschermittwoch im Schatten der Tomburg regieren, schließlich lautet ihr Sessionsmotto auch: „Die Tomburg regiere un üüch präsentiere.“ Sie hat dabei erstmals in der Geschichte des Wormersdorfer Karnevals eine Pagin an ihrer Seite: Greta Löffler ist ihre beste Freundin und unterstützt sie während der anstrengende Karnevalszeit, ebenso wie die erfahrenen Adjutantinnen Helga Müller-Nekes und Roswitha Born.
Bei der Kinderprinzenproklamation gab es gleich zwei Premieren, denn neben der bereits erfahrenen Sitzungsleiterin Marlen Dietrich bestand ihre neue Kollegin Sarah Zavelberg ihre Feuertaufe mit Bravour. Sie war eingesprungen, weil die etatmäßige Co-Moderatorin Katrin Meier kurzfristig erkrankt war. Die beiden führten souverän und mit viel Humor durch eine fast vierstündige Sitzung und hatten das Geschehen auf der Bühne immer voll und ganz im Griff.
Premiere hatte auch der neue Ortsvorsteher Klaus Beer, der erstmals die Proklamation vornahm, nachdem der allzu früh verstorbene Günter Zavelberg über fast vier Jahrzehnte auch dieses Amt geprägt hatte. Dabei hatte Beer es am Tag nach der schrecklichen Terrornacht von Paris alles andere als leicht. „Viele fragen sich, ob man nach diesen Geschehnissen überhaupt noch Karneval feiern kann. Ich sage: Ja, jetzt erst recht!“, rief er unter dem Beifall der zahlreichen Besucher aus. Er wies darauf hin, dass der Karneval seine Wurzeln in der Ablehnung von Gewalt und Militär habe und genau gegen solche intoleranten Ideologien ein Gegengewicht bilde. „Kamelle statt Bomben - das wird immer unser Motto sein“, rief er aus.
Kamelle hatte die neue Prinzessin schon bei ihrem Einzug, begleitet vom Fanfarenkorps der Landsknechte Wormersdorf unter der Leitung von Bernd „Dille“ Klick, kiloweise in die Menge geworfen. Zuvor war die noch amtierenden Prinzessin Michelle I. (Lambertz) mit Tanzvorführungen der vereinseigenen Tanzgruppen „Tanzmäuse“ und „Kleine Strolche“ der „Fidelen Burgfrauen“ feierlich verabschiedet worden.
Prinzessin begeisterte mit einem Solotanz
Wie in jedem Jahr brachten die Schüler der Katholischen Grundschule Wormersdorf der neue Kindertollität nicht nur ein musikalisches Ständchen, sondern überreichten ihr auch noch einen Scheck. Umjubelte Auftritte hatten anschließend die Tanzgruppen der Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß Queckenberg sowie der Karnevalsgesellschaft Dernau, und Niels und Jan-Luca Maron sangen gemeinsam Kölsche Lieder. Groß war der Jubel aber zum Schluss, als keine Geringere als die frisch gebackene Kinderprinzessin Antonia I. einen sensationellen Solotanz auf die Bühne legte. Schließlich tanzt sie bereits seit drei Jahren in den Tanzgruppen der „Fidelen Burgfrauen Wormersdorf“ und ist auch sonst recht sportlich, nennt sie doch Fußball, Tanzen und Reiten als ihre Hobbys. Die Zwölfjährige besucht derzeit die Tomburg-Realschule in Rheinbach, wo Deutsch und Sport ihre Lieblingsfächer sind.
Die „Tanzmäuse“ überzeugten ihr Publikum bei der Kinderprinzenproklamation in Wormersdorf mit einem sehenswerten Auftritt.
Die Proklamation der Wormersdorf Kinderprinzessin Antonia I. (Beuys) mit ihrer Pagin Greta Löffler nahmen (v. l.) die Ortsausschuss-Vorsitzende Martina Zavelberg-Pütz, Ortsvorsteher Klaus Beer, Schulleiterin Nicole Jaax, Vizebürgermeister Claus Wehage und Vizelandrätin Silke Josten-Schneider vor.Fotos: JOST
