Allgemeine Berichte | 24.01.2018, 10:48 Uhr

Arzdorfer Vereine hatten eingeladen

Antoniuskirmes im kleinen Ort mit traditionellem Sauschätzen

Peter Linke nahm als Vorsitzender des Antoniusvereins Schätzungen zum Ferkelgewicht entgegen.CEW
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Wachtberg-Arzdorf. Mit einer Kleinkirmes gedachten die Arzdorfer dem Heiligen Antonius in ihrer kleinen Kapelle, die in früherer Zeit für Menschen aus allen Himmelsrichtungen Pilgerkapelle war. Gewidmet ist der Tag dem heiligen Antonius von Ägypten, in dessen Abbildungen sich immer wieder ein kleines Schwein findet, das er mit sich führt.

In dem kleinen Wachtberger Ort wurde für die Feier zu diesem Anlass vor einigen Jahren das Sauschätzen eingeführt. Im Verlauf der Jahre wurden bereits viele verschiedene Sparschweine aus Ton oder Plastik mit unterschiedlichen Materialien gefüllt. Weizen, Reis und vieles andere hat schon den Bauch des Tieres gefüllt, dessen Gewicht anschließend von den Gästen geschätzt werden musste. Für ein angenehmes Ambiente hatten viele helfende Hände gesorgt, gleich welchem Verein sie angehörten. So konnten nicht nur das gemeinsame Frühstück und der Frühschoppen realisiert werden, sondern auch das gesellige Mittagessen, zu dem es Sauerbraten mit Rotkohl und Klößen gab. Diejenigen, denen das Traditionsgericht nicht so lag, hatten die Möglichkeit, auf Pommes Frites auszuweichen. Insgesamt etwa 100 Gäste hatten sich zu diesem kleinen, aber feinen Event im Lehrer-Welsch-Saal eingefunden. Dabei waren auch etliche Besucher aus den Nachbardörfern, wie zum Beispiel das Prinzenpaar aus Fritzdorf mit Gefolge. In diesem Jahr haben 31 Besucher gegen den kleinen Obolus von einem Euro ihre Schätzung abgegeben. Annemie Limbeck aus Arzdorf ist es schließlich gelungen, siegreich aus der Konkurrenz hervorzugehen. Sie lag mit ihrer Schätzung dem tatsächlichen Gewicht des kleinen Tieres am nächsten und durfte als Gewinnerin einen Präsentkorb in Empfang nehmen. Am zweiten Wochenende im Mai wird sie im Rahmen der Kleinkirmes offiziell in ihr Amt als neue Ferkelkönigin eingeführt und mit einem Dorfumzug geehrt. Den Antoniusverein, den Bürgerverein und die Freiwillige Feuerwehr als Veranstalter und Gastgeber freute es besonders, dass etliche Gäste anstatt eines Schätzentgelts kleine Spenden für die Veranstaltung gaben. So waren am Ende rund 60 Euro in der Kasse, die für die Finanzierung des gemeinsamen Frühstücks im Rahmen der Feierlichkeiten verwendet wird.

Peter Linke nahm als Vorsitzender des Antoniusvereins Schätzungen zum Ferkelgewicht entgegen.Foto: CEW Foto: Chris Weber

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